Nachtfalke sind zurück – und wie!
Nach fast 14 Jahren Funkstille veröffentlicht die Band mit „Winterwitch“ endlich ein neues Studioalbum. Musikalisch kehrt Nachtfalke dabei deutlich zu den eigenen Wurzeln zurück und liefert kraftvollen Pagan Metal, der unweigerlich an die frühen Werke Bathorys erinnert. Die neun Tracks des Albums bringen es auf eine Spielzeit von rund 50 Minuten und erscheinen über Christhunt Productions als CD-Version. Das stimmungsvolle Artwork unterstreicht die Atmosphäre der Musik gelungen.
Seit dem letzten Album „Wotan’s Return“ aus dem Jahr 2011 war es lange still um Nachtfalke. Erst eine Split-Veröffentlichung mit Hrossharsgrani ließ Hoffnung auf neues Material aufkeimen – und nun ist „Winterwitch“ endlich da. Stilistisch bleibt sich die Band treu: rauer, ungeschliffener Black Metal trifft auf heroische und epische Klanglandschaften. Die Handschrift von Frontmann Occulta Mors ist klar erkennbar, doch auch Gastmusiker wie Hugin und seine Frau – die auch auf dem Cover zu sehen ist – bringen zusätzliche emotionale Tiefe ins Spiel.
„Totgesagte leben länger“ – ein Sprichwort, das auf Nachtfalke mehr denn je zutrifft. Alte Fans werden sich sofort heimisch fühlen, denn „Winterwitch“ liefert genau das, was man sich erhofft: kompromisslosen Pagan Black Metal mit Highlights wie dem kraftvollen „Northstar“ oder dem atmosphärischen „Orion Rising“, das für wahre Gänsehautmomente sorgt. Die Produktion ist wuchtig und druckvoll – genau so, wie es sein muss.
Ein kleiner Hinweis zum Titel: Der Song „Winterwitch“ dürfte vielen bekannt vorkommen – ob es sich hierbei um eine Coverversion handelt, bleibt offen, lädt aber zum Rätseln ein. Den krönenden Abschluss bildet schließlich „The Return of Darkness and Evil“ – eine eindrucksvolle Bathory-Coverversion, die das Album stark abrundet.
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