Der Pestbote - Druckausgabe

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Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

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Nargaroth

Gedanken zum „Auftrittsverbot“ von NARGAROTH auf dem CASTLE INVASION Festival am 18.08.2012 von Ash/NARGAROTH

 

Als vor einigen Monaten der Auftritt von NARGAROTH beim CASTLE INVASION feststand, erregte dies weder negative Aufmerksamkeit, noch versetzte es die Band in Alarmbereitschaft.

 

 

Nargaroth - Erfurt 07.01.2012

 

 

Auftrittstechnisch gab es im deutschsprachigen Raum keine nennenswerten Schwierigkeiten – weltweit schon gar nicht. Weder während den seit 2010 in Deutschland gespielten Konzerten in Ellrich, Oberhausen, Erfurt, Ingolstadt oder auf dem UTBS bei Berlin, noch in der Schweiz beim MEH SUFF-Festival 2011 und auch nicht in Österreich, das wir seit 2004 bereits fünf mal bespielten. Seit dem ersten Album, das immer wieder für die überzogenen Anschuldigungen der Antifa und wahrheitsverzerrenden Wikipedianer herhalten muss, sind mittlerweile 14 Jahre vergangen, mehrere klarstellende Interviewaussagen zum Thema Politik wurden veröffentlicht, die Homepage mit der eindeutigen Rubrik „Politisches“ versehen und während des Auftritts in Oberhausen ein TV Interview zu grundlegenden Fehlannahmen der Szene getätigt.

 

Umso erstaunter vernahmen wir vor ein paar Tagen diverse Meldungen zu Problemen mit verschiedenen Bands des Festivals, auch mit NARGAROTH. Die Anschuldigungen entbehren jeglicher Vernunft. In den Argumentationslinien gegen NARGAROTH werden durch die Antifa sämtliche Entwicklungen und Äußerungen der letzten 11 Jahre unterschlagen und ignoriert sowie weitere, nicht existente Inhalte erfunden. Wenngleich ich die durch die Antifa und durch die Gemeinde Mining erhobenen Vorwürfe vehement von mir weise, verzichte ich an dieser Stelle darauf, auf diese Entwicklungen, oben genannten Interviewäußerungen und klarifizierenden Darstellungen auf meiner Homepage, die eine entsprechende Geltung besitzen, einzugehen. Denn mein Augenmerk richtet sich auf die sich hier entfaltende Bigotterie.

 

Denn während die Antifa bei NARGAROTH zu wahrhaften Archäologen mutiert, scheint heute keiner mehr DARKTHRONE die frühere Kooperation mit Vikernes vorzuwerfen oder den Spruch „Norsk Arisk Black Metal“ auf der Bottom Card ihres Albums „Transilvanian Hunger“ für eine pejorative Infragestellung ihrer heutigen Intentionen zu missbrauchen. Und es ist erstaunlich, in welcher Kürze dies in der internetmedialen (Wiki)Welt abgehandelt wird. Offenbar muss man sich wie ein geistig umnachteter Punk präsentieren und sich kommerziell reinwaschen, um dieser Hatz zu entrinnen.

 

Bis heute war es den beschuldigten vier Bands nicht möglich gemacht worden, sich – bei Bedarf – bei den entsprechenden Stellen zu den z.T. haarsträubenden Vorwürfen zu äußern. Bis heute liegt weder den Veranstaltern, noch den Bands jenes Schreiben vor, auf das sich die Gemeinde hinsichtlich ihres Verbotsausspruches immer wieder beruft. Die Gemeinde Mining gibt an, einer Weisung der Sicherheitsdirektion Linz zu folgen. Ein Anruf meinerseits ergab, dass die dort zuständige, von der Gemeinde benannte Person, Herr A. Vi***, von der aktuellen Situation „weder Kenntnis“, noch „irgendein Verbot ausgesprochen“ habe und „für Veranstaltungen unter 2500 Leuten nicht zuständig“ sei. Bei einem Anruf beim Bürgermeister von Mining, Herrn G. H*** wurde ich vehement abgewimmelt. Die Siegerehrung der ganzen Gemengelage besteht in einem Komplettverbot von vier Bands und einem willkürlich erscheinenden Gewirr von (kostspieligen) Auflagen, mit denen die Veranstalter von der Gemeinde Mining belegt wurden.

 

Und Stein des Anstoßes (laut Aussagen der Gemeinde): ein anonymer Hinweis. Wenn in unserer heutigen Zeit und in unseren heutigen Staatsformen, die hinreichend als Demokratien mit Rechtsstaatlichkeit bezeichnet werden, ein anonymer Hinweis zu einem solch widrigen Vorgang führt, beleben wir die Handhabung der Denunziation. Gruppierungen wie die Antifa beschwören damit den Terror und die wahllose Verfolgung jener Epoche der deutschen Geschichte, deren heutige Ausläufer zu bekämpfen sie sich lauthals auf die Fahne geschrieben haben.

 

Jeder von uns glaubt an etwas. Manche fühlen sich berufen ihren Glauben zu missionieren - mit den Mitteln ihrer Wahl. Doch diese erscheinen hier oftmals wie juveniler Vandalismus -  wenn z.B. während Fußballweltmeisterschaften Deutschlandfahnen von Fahrzeugen abgebrochen werden, da diese in der dogmatischen Vorstellung einiger antifaschistisch Agierender Nationalismus erzeugen - und münden durch den unbeirrbaren Fanatismus ihres Glaubens in einem willkürlich wirkenden, dogmatisch-inquisitorischen Linksfaschismus, der nicht die von ihm bekämpfte Ideologie, sondern nur die Farben und Banner ausgetauscht hat.

 

Ash/NARGAROTH

 

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