Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Nun ist bereits die dritte Ausgabe des Magazin`s erschienen und die weiteren Planungen für die vierte Ausgabe, welche gleichzeitig die 10 - Jahre - Sturmglanz Jubiläumsausgabe werden soll, laufen bereits auf vollen Touren. [ weiter lesen ]

 

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13.07.2019 ETERNAL HATE FEST 2019 in Neuern (Cz)

 

13.07.2019 Seit Wochen und Monaten gibt es wieder vermehrt einen wahrhaften Affentanz in der deutschen Black Metal Szene. Denunzierend, Anschwärzen, Konzertabsagen liegen an der Tagesordnung. Dennoch gibt es ein paar wenige Plätze an dem dieser Pranger erfolgreich zerschmettert wird. Jenseits hinter der deutschen Grenze, hinter den den sieben Bergen, auf der tschechischen Seite ist die schwarze Welt wohl noch in Ordnung. Denn zum 17. Male finden im böhmischen Neuern/Nyrsko das ETERNAL HATE FEST statt. Und auch in diesem Jahr lässt sich der Veranstalter Daniel nicht lumpen und lädt hochkarätige Bands ein, welche es in Deutschland nur all zu schwer haben aufzutreten.

 

Die Wettervorhersage für das 2. Juliwochenende sah wirklich nicht gut aus. Neben wenig Sonnenschein waren Regen, Sturmböen und kühle Temperaturen angesagt. Und so war es dann auch, bereits am frühen Morgen regnete es ordentlich. Gegen 9.00 Uhr war aber auch emsiges Aufbauen auf dem Gelände schon angesagt. Hier deutete sich bereits an, dass sich der Veranstalter Gedanken gemacht hat und weitere Partner ins Boot geholt hat, um den starken Besucherandrang zu bewältigen. Und das war auch dringend notwendig, denn die Logistik verlief in diesem Jahr mehr als fabelhaft. Neben zwei zusätzlichen Getränkeständen wurde das Food-Angebot optimiert und im hinteren Bereich ein zusätzliches Zelt mit Sitzgelegenheiten aufgebaut. Also rundherum gute Rahmenbedingen für ein Festival in dieser Art. Und auch die Besucher kamen zeitig und strömten aus allen Himmelsrichtungen heran. Zeitweise war die Warteschlange am Eingang 20 Meter lang. Dies hatte auch zur Folge, dass auch das angekündigte ETERNAL HATE FEST-Merchandise in Form von Shirts und Zipper ruck zuck ausverkauft war.  

 

Bis kurz vor Beginn Uhr wurde auf dem Gelände gewerkelt, aufgebaut und getestet um pünktlich 14.00 Uhr das Festival mit der tschechischen Band SOL zu starten. Von dieser jungen Band aus Pilzen haben wohl nur die Wenigsten schon etwas gehört, zumindest der deutschen Anwesenden. SOL haben bereits ein beachtliches Liveaufkommen in Tschechien in diesem Jahr absolviert, verfügen aber noch nicht über ein aktuelles Album. Und die musikalische Darbietung war wirklich ziemlich interessant und  gut gemacht. Der Stil der Band hat einen eigenen Charakter und entspricht vergleichseise dem aktuellen Hype, welcher gerade aus Island auf uns herüber schwappt. Der raue Schreigesang und die flinken und atmosphärischen Gitarren zogen von Anfang an die Besucher vor die Bühne. Die Suche nach einem Tonträger von SOL blieb erfolglos… Unbedingt sollte man diese Band im Auge behalten. Mir hat der Auftakt für diesen Tag gut gefallen.

 

 

 

 

 

 

Kurzer Umbau zu Feuer und Stacheldraht. Weg von Atmosphäre - hin zu radikalem und brutalem Black Metal. Die Rede ist von UNHOLY WAR. Die Herren aus Deutschenland bestechen durch ziemlich matschigem und übersteuertem Sound.  Dies liegt aber weiniger an der Band, wohl mehr an der Anlage, welche bei strömenden Regen unabgedeckt vor sich hin polterte und fiepte. Dies hatte zufolge, dass UNHOLY WAR ihren eigen Sound auf der Bühne nicht hören konnten und somit war auch das Ergebnis dementsprechend. Grundsätzlich ist es ja ein geiler Scheiß den die Herren da fabrizieren, aber heute war das Ergebnis nicht so dolle. Zwar wurde der Sound innerhalb des Sets immer besser, aber so richtig wollte der Funke einfach nicht überspringen. Für die alle, welche der aktuelle Tonträger  „Heaven will burn“ bekannt ist war es natürlich ein Fest. Alle anders konnten wohl eher nicht überzeugt werden. Also unbedingt das Teil noch mal anhören, bevor man sich ein finales Urteil bildet…

 

 

 

 

 

 

Wir bleiben mit der nächsten Band im selben Genre!  Mit ziemlich geilen und militanten Black Metal hauen uns die Tschechen TRAUTENAUER 666 einen auf die Lauschlappen. Mit wenig Melodie und bescheidener Kreativität hauen uns die Herren Ihren Sound um die Ohren - nichts ungewöhnliches in diesem Genre. Aber irgendwas haben TRAUTENAUER 666 an sich das fasziniert und so riss auch ich, nach kurzer Zeit, beide Fäuste nach oben und feierte die Band. TRAUTENAUER 666 kreisen bereist seit 2003 umher und haben im Jahr 2010 ihr erstes und einzigstes Vollalbum mit den Namen „Rübezahl mit uns!“ veröffentlicht. Mehr Informationen gibt es darüber leider nicht.

 

 

 

 

 

 

Die Zeit verging bis dahin wie im Fluge. Das Gelände füllte sich nach und nach immer mehr und nun war es an der Zeit für LEICHENZUG. Was soll man zu LEICHENZUG sagen? Nach langer Liveabstinenz wurde es auch wieder mal Zeit. Und das merkte man den Herren an. Gutgelaut mit bösem Blick ertönt das Intro aus den Boxen. Die Besucher strömen nach vorn, direkt an die Bühne und feierten LEICHENZUG mit jedem Ton. Lauthals und mit rauer Kehle formierten sich die Fans und sangen „Ihre“ Hymnen mit. Natürlich gab es einen Querschnitt durch alle Alben. Und wenn ich schreibe, durch alle Alben, dann meine ich das auch so. Ja, zugegeben es gab nicht nur einen Moment als sich die Gänsehaut über meinen Nacken zog. Es war einfach absolut genial und ein Erlebnis - und dies sage nicht nur ich so. Wohl jeder auf dem Gelände hatte diese gewisse Arroganz und Erhabenheit in jedem einzelnen Titel verspürt. Ich behaupte, dass  LEICHENZUG der indirekte Headliner des Tages gewesen sind. Denn viel mehr  Stimmung, Wut und Atmosphäre gab es später nicht mehr! GRANDIOS!!!

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es mit BERGRIZEN. Meine Erwartungen waren verdammt hoch. Die beiden Alben "Der unsterbliche Geist" und "Scherbengericht" sind absolute Meisterwerke und daher für mich nicht diskutierbar. Heute heißt es: BERGRIZEN Live auf der Bühne. Bei leichtem Sonnenschein betraten die Herren pünktlich um 19:00 Uhr die Stage und prügelten als gäbe es kein morgen. Ein schwieriges Unterfangen - aus meiner Sicht waren die Titel weit entfernt von dem was man auf Platte hört. Myrd'raal gab wirklich alles und sortierte seinen Gesang immer wieder neu, da er an manchen Stellen klang wie ein angestochener Gockel. Ob es am Sound lag kann ich nicht beurteilen. Es war spannend das Treiben zu beobachten, doch mir fehlten hier einfach die Atmosphäre und der Wiedererkennungswert. Schlussendlich bleibt zu sagen: schön, BERGRIZEN einmal Live zu sehen, dennoch bin ich ein bisschen enttäuscht von der musikalischen Darbietung!

 

 

 

 

 

 

In jedem Jahr rückt SEKHMET in der Spielfolge weiter nach hinten. Und genau das was ich auch schon im letzten Jahr geschrieben habe, trifft auch heuer zu: „Black Metal trifft Theater“ - und auch beim 17. ETERNAL HATE FEST ist dies deutlich das Motto der Tschechen. Allerdings… noch martialischer, noch härter und noch aggressiver. Die Professionalität wird von Show zu Show stärker und flüssiger. Mittlerweile können die Herren weit mit Bands wie z.B. WATAIN mithalten. Und das meine ich nicht nur in showtechnischer Hinsicht, sondern auch in musikalischer Hinsichtt. Das was SEKHMET hier leisten, sollte und muss gewürdigt werden. Und auch in diesem Jahr bin ich restlos begeistert und erwarte (eigentlich) den ungeliebten Sprung aus dem Underground heraus, auf die Bühnen der Welt! Blutige Show mit grandiosen Soundtrack - Fabelhaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit den Finnen von WHITE DEATH docken wir nahtlos an die aufgeheizte Stimmung, welche von SEKHMET vorzüglich gezündelt wurde, an. Und WHITE DEATH zündelt weiter und haun uns einen gewaltigen musikalischen Schlag in die Magengrube. Die atmosphärische Stimmung heizt nicht nur die Besucher vor der Bühne an. Hin wieder verirrt sich ein Fan auf die Bühne, welcher von Frontmann Vritrahn anfänglich noch selbst von der Bühne stoß, später hingegen die Security zur Unterstützung benötigte. Es war aber auch echt schwierig bei Titeln wie  "Commandant" und "Immortal Hunter of the Moon" ruhig zu bleiben, geschweige denn bei "White Death's Power" nicht in kompletter Ektase zu verfallen. Klar hat Vritrahn einen gewaltig an der Waffel, sonst könnte er solche Titel gar nicht kreieren oder halbnackt auf Bühne stehen, aber der Grat zwischen Genialität und Verrücktheit ist nun mal, auch in Finnland, verdammt eng. Geniale Show, genialer Auftritt - ich war begeistert.

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zum Headliner des 17. ETERNAL HATE FEST`es regnete es erneut Bindfäden vom pechschwarzen Himmel. Dies störte aber die KRODA - Hardliner wenig und so löste sich der Trott in der Umbaupause vor der Bühne von WHITE DEATH zu KRODA kaum auf. Auch hier waren meine Erwartungen enorm hoch - doch diese wurde durch KRODA zu 100% erfüllt. Endlich war der Sound hörbar und die feinen musikalischen Zwischenspiele via Keyboard kamen exzellent zu Geltung und verwandelnden das Festivalgelände zu einer slavischen Einöde mit all seinen wildromtischen Klischees. Nicht nur das aktuelle Album „Selbstwelt“ stand im Fokus der Ukrainer, sondern eine breite Palette wurde uns an diesem Abend aus den letzten Jahren präsentiert. KRODA haben es echt drauf und haben bei einer Spielzeit von 80 Minuten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich einer der grandiosesten Momente war, als die Klänge von „Jesus Tod“ von BURZUM aus den Boxen in den Nachhimmel hallten. Mehr Emotionen kann man dieser Stelle nicht herraus lassen. Es kann mir auch niemand halbwegs nüchterner Besucher erzählen, dass dieser Auftritt ohne Wirkung an ihm vorbeigegangen ist. WAHNSINN!!!

 

 

 

 

 

Kurz nach 1.00 Uhr war das Spektakel schließlich vorbei. Komplett aufgepuscht traten wir noch in dieser Nacht die Heimreise an. Was bleibt sind erneut viele positive Erinnerungen und ein erfolgreiches Festival mit vielen Überraschungen. Für mich waren WHITE DEATH und LEICHENZUG absolute Überzeugungstäter und konnten mich auf voller Länge überzeugen. Die angeboten Speisen waren vorzüglich und vor allem ausreichend. Einen einzigen Kritikpunkt möchte ich an dieser Stelle dennoch loswerden - und dies ist der Zustand der Toiletten! Die Damen mussten doch einige Zeit anstehen und bei den Herren kam irgendwann der Siff aus den Fliesen (aber dies nur am Rande). Das Festival hat sich in den letzen Jahren immer weiter entwickelt und der Strom der Besucher wurde deutlich erhöht, denn Daniel und seine Crew haben auch in diesem Jahr wieder alles gegeben und ganze Arbeit geleistet. Dafür gilt unsere Respekt und natürlich unser SUPPORT!!!

 

 

 

 

 

Bericht & Photos: Varar Wallheim Juli 2019

 

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