Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Nun ist bereits die dritte Ausgabe des Magazin`s erschienen und die weiteren Planungen für die vierte Ausgabe, welche gleichzeitig die 10 - Jahre - Sturmglanz Jubiläumsausgabe werden soll, laufen bereits auf vollen Touren. [ weiter lesen ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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22.03.2019 Samaels Wrath - Leipzig

 

22.03.2019 - Samaels Wrath. Nun ja, Leipzig und ehrlicher Black Metal ist eine Konstellation, welche aus meiner Sicht einfach nicht zusammen passen will.  Sei es, weil es nur eine sehr dünne Szene gibt, welche obendrein noch auf eine linksorientieren Ausrichtung mit einem modernen Lebensstil in Verbindung gebracht wird, oder die ständige Anwesenheit der ANTIFA, welche alles kritisiert und boykottiert, was auch nur den Ansatz von Black Metal hat. Viele Bands, aus genau jener  Richtung machen in der Veganen-Tofu Hauptstadt halt und hinterlassen ein mehr oder weniger alternatives und tolerantes Umfeld.  So auch an diesem Abend. Schon weit im Vorfeld war ich eigentlich der Meinung, dass dieses Konzert in dieser Form so nicht stattfinden würde. Aber falsch vermutet!

 

Unter dem Banner „Samaels Wrath“ formierten sich in dem eigentlichen Technoladen SKY CLUB die Bands NORNIR, BURKHARTSVINTER, BITCHHAMMER & APEGA.  Die „liebevoll“ grün gestalteten Papierschildchen wiesen den Weg in einen monumentalen Hinterhof. Ziemlich geiles Industriegelände mit allerlei bemalten „Peacebullis“, kaum Licht, aber schönem Ambiente. Bereits der optische Eindruck einiger Gäste verlieh dem ganzen ein unwohles Gefühl.  Trotz „Feine Sahne Fischfilet“- Pullover, Dritte Wahl - Aufnähern, Rastalocken sowie Mädels und Jungs mit Stoffbeuteln, Dutt und viel zu kurzen Hosen waren wir an der richtigen Stelle angekommen. Auch die Getränkepreise haben sich weltoffen und tolerant entwickelt… mit 3.50 Euro fürs Bierchen, war dies schon ziemlich happig. Im Hof des Clubs gab es Currywurst. Früher hieß es noch Imbisswagen, jetzt ist es halt ein Foodtruck, dies machte das Angebot zwar nicht besser, war aber sicherlich eine gute Idee.

 

Doch kommen wir nun zur musikalischen Darbietung der Künstler. Den Anfang machten, kurz nach 20.00 Uhr, APEGA aus Köthen. Kannte ich nicht und war für mich auch bedeutungslos. Allerdings entwickelte sich der Gig der Herren zu einem bestialischen Abriss. Der Sound war zu diesem Zeitpunkt mächtig beschissen, aber APEGA haben echt potential bewiesen. Die beiden Gitarren kamen einer Kreissäge gleich und Frontmann Adramalech steigerte sich dermaßen rein, dass nach der anfänglicher Skepsis an der Ernsthaftigkeit (meinerseits), ein unbedingtes umdenken notwendig sein muss. Summa summarum, ein cooler hasserfüllter Auftritt.

 

Weiter ging es mit BITCHHAMMER aus Leipzig. Auch hier überwog meinerseits die Skepsis gegenüber reinem Thrash Metal deutlich. Passte das heute Abend hier her??? Die junge Band siedeln im Schnittbereich zwischen SODOM bzw. (für alle regelmäßigen Sturmglanz-Leser) DESTRÖYER666 an. (wenn man das Überhaupt in diesem Zusammenhang so sagen darf). Der reine Thrash Metal dient ja für mich eher zur Belustigung von Biertrinkenden-Wochenend-Metallern, als eine ersthafte musikalische Richtung mit klaren Statements. Aber ich sag euch, das Trio hat Talent. Fetzige Gitarreneinlagen, ein hämmerndes Schlagzeug, fette Bassgrooves und Titel mit wiederkehrendem Refrain machten die Lokalmatadore an diesem  Abend wohl zum großen Partykracher.

 

 

 

 

 

 

BURHARTSVINTER

Als nächstes machten sich BURKHARTSVINTER auf der „holzigen“ Bühne breit. Vor kurzen wurde die aktuelle Scheibe „Hohenkrähen“ auf schwarzes schweres Vinyl geformt (übrigens bei Sturmglanz Produktionen) und konnte nun nach fast einem Jahr offizieller „Live-Abstinenz“ präsentiert werden. Frontmann Hellstone, S. Shynder an den Drums und Bassist Wendul legten einen souveränen Auftritt ab. Routiniert prügelten sich die Süddeutschen durch ihr Set und wussten das Publikum zu begeistern. Mittlerweile wurde der Sound auch endlich Hörbar und verstärkte den Eindruck einer großartigen Show. Schlussendlich gab es dann noch zwei gepflegte Coverversionen. Und warum sollte eigentlich Hellstone sein T-Shirt gegen ein „neutrales“ Shirt für den Auftritt tauschen? Fragen über Fragen! Ein überragender Auftritt des Trios BURKHARTSVINTER.

 

 

 

 

 

Endlich und weit aus dem Zeitrahmen machten sich NORNIR an den Start. Neulich erst, mir sind fast die Gesichtszüge entglitten und mein Schlaganfallrisiko erhöhte sich deutlich. So sah ich doch, dass das aktuelle Album „Verdandi“ bei Nuclear Blast erhältlich ist. Ja, ich muss einfach zugeben, dass Teil ist aber auch ein mächtiger Überbrenner. Nicht ohne Grund ist es auch bei uns als „Top Album“ bewertet worden. Und auch der heutige Abend lief wie am Schnürchen. Der Sound war endlich fantastisch und die Horde war gut drauf. Den Aufstieg haben sie sich verdient und ich gönne es NORNIR. Die Mischung aus traditionellen und modernen Black Metal Elementen wurden einfach perfekt miteinander verbunden und stellt für mich, in Verbindungen mit ihrer arroganten Art, eine hervorrage Symbiose. Mega Auftritt und wie immer ohne Aussetzer! Grandios!

 

Im Grundsatz war es ein netter Abend. Das Publikum war gemischt und die Distanz zwischen den Parteien war deutlich zu spüren. Ein ständiges „abscannen“ mit den Augen oder die ständige Wachsamkeit führte zu dieser Situation. Leipzig ist und bleibt alternativ, bunt und suspekt in jeglicher Hinsicht. Aber das Klo für das dritte Geschlecht (d), war einfach nicht zu finden! So ziehe ich beleidigt mit meiner Bio-Tofu-Bolognese mit linksgedrehten Vollkornnudeln im Hanfbecher meiner Wege…

 

Bericht & Photos:  Varar Wallheim März 2019

 

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