Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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16.10.2018 REFLECTIVE DIMENSIONS Tour - Erfurt

 

REFLECTIVE DIMENSIONS Tour: Wegen einer einzigen Band und dann auch noch unter der Woche eine kleine Weltreise auf sich zu nehmen, ist für mich eher unwahrscheinlich. Doch für die Finnen, TOTALSELFHATRED war es mir das durch aus Wert. Denn Diese gastieren am 16.10.2018 im Rahmen einer Tour zusammen mit ASPHAGOR, ARROGANZ und AGRYPNIE im „From Hell“ in der Landeshauptstadt Erfurt.

 

Ich hatte an diesem Abend keine Erwartungen, lediglich eine leichte Unterhaltung mit einem smarten Bibob könnte mich nach diesen langen und anstrengenden Tag erfreuen. Das tat dann auch die erste Band, welche pünktlich um 19:00 Uhr die Bühne betrat. Die Rede ist von ASPHAGOR aus Österreich. Die Herren punkten direkt von Anfang an mit einer attraktiven Bühnenpräsents. Der Sound Hämmert aus den Boxen und das Schlagzeugt erhielt an diesen Abend seinen ersten Hochgeschwindigkeitseinsatz. Zugeben, ich würde mir zwar nie einen Tonträger der Horde zulegen, aber Live auf der Bühne versprühen sie ein gewisses Know How und Aggressivität, welches  ich auf den besagten Tonträgern vermisse. Der obligatorische „Skelett“-Mikroständer darf auch heute nicht fehlen.  Gute Sache - Hat Spaß gemacht zuzuschauen.

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit dem Trio ARROGANZ. Hehe, hier ist der Name Programm. Die Cottbuser versprechen eine große Portion an arrogantem und verdrecktem Death / Black Metal, welcher mal stampfend und mal mit Hochgeschwindigkeitsattacken den Weg in den Club findet. Ich mag diese Art von Sound und ich mag diese Art von Auftreten. Den großen Innovationspreis gewinnt die Band zwar nicht, aber scheiß drauf, das Konzept findet anklang und begeistert mich. Das neue Album "Erzketzer", welches an diesem Abend vorgestellt wird verspricht einen ordentlich Tritt in die Eier. Nach knapp 45 Minuten war der Spuk  auch schon wieder vorbei und der Auftritt war aus meiner Sicht eine runde Sache.

 

 

 

 

 

 

Als nächstes spielte der 2. angekündigte Headliner AGRYPNIE… nehmt es mir bitte nicht  übel, aber dieser belang- und Gesichtslose Black Metal, ähhm „Post Black Metal“ ist absolut überflüssig und nervend. Dass der Black Metal einen weit anderen Ursprung hat, als mit AGRYPNIE vertreten, muss man wohl an dieser Stelle nicht weiter erwähnen. Die sozialkritische Texte sowie die sterile Konzeption haben im BM nichts zu suchen, geschweige denn Massenkompatibel zu werden. Da gibt es genügend andere Genres, wo dies ausgelebt werden kann. Nicht nur das die gesamte Darbietung scheiße ist, sondern auch die ideenlose Musik. Schon tausendmal gehörte Riffs und Melodienfolge. Ich erkenne keinen einzigen Wiedererkennungswert, nichts Besonderes geschweige denn aufregendes. Nach ein paar Minuten schon, ging mir das getigger am Schlagzeug dermaßen auf die Eier, dass es mir schwer fiel im Raum zu bleiben. Das witzigste an dieser „Performance“ war dann wohl, das der Drummer, seine Schießbude innerhalb der 60 Minuten Spielzeit zweimal fast komplett zerlegte und das Set unterbrochen werden musste. Doch das dämliche Rumgequatsche des Sängers in dieser Situation war mir dann schon wieder zuwider und ließ mein Aggressionpotential deutlich anwachsen… Die Masse fand es wohl gut, genau dies spiegelt  auch die gesamte momentane Gesellschaft wieder… unauffällig, im Strom mit schwimmend und keinen eigenen Stil haben. Band auflösen, Merch und Tonträger auf einen Haufen und alles verbrennen. Schrott!

 

Jetzt wo TOTALSELFHATRED ihr Set beginnen, verpisst sich die Hälfte der Zuschauer…  was ein weiteres Indiz für die Qualität der Zuschauer ist. Mehrheitlich handelte es sich dabei im Nike-Schuhe/Festivalbänder-bis-zum-Ellenbogen/Gänseblümchen-Patches – tragenden-Hipster-Heinis.  Was eigentlich 3 von 4 Bands an diesem Abend gar nicht verdient haben. Aber egal – nicht aufregen. TOTALSELFHATRED machten einen großartigen Job. Der Dreier-Gesang sorgte für viel Abwechslung und die musikalische Herangehensweise gefällt mir immer wieder sehr gut. Atmosphäre, Melancholie und Wut sprechen bei den Finnen ein eigene perfekte  Sprache und bilden eine ausgeglichen Symbiose. Das was im Studio aufgenommen wurde, wird auf der Bühne auch genau so umgesetzt. Herausragend und wunderbare Klangillusionen. Alleine deswegen, hat sich der Weg an diesem Dienstag mehr als geloht. Klasse Band - schon seit eh und je!

 

 

 

 

 

 

 

Tja, ich denke, es ist alles gesagt was gesagt werden muss. Der Abend wird jetzt nicht ewig im Gedächtnis bleiben, aber die besagten Bands wussten zu unterhalten. Positiv und auch Negativ!!!

 

 

 

 

 

 

Bericht: Varar Wallheim Oktober 2018 I Photos: Varar Wallheim