Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Nun ist bereits die dritte Ausgabe des Magazin`s erschienen und die weiteren Planungen für die vierte Ausgabe, welche gleichzeitig die 10 - Jahre - Sturmglanz Jubiläumsausgabe werden soll, laufen bereits auf vollen Touren. [ weiter lesen ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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UNDER THE BLACK SUN FESTIVAL 2016

 

Samstag 02.07.2016: Der dritte Tag fing mit einem hässlichen Regenschauer an. Im Anschluss zog dann auch kühlere Luft nach und es wurde deutlich ungemütlicher. Aber kein Problem, jetzt passt es besser zum Black Metal. Den Anfang an diesem Tag machten NARVIK. Die Herren sind in den letzten Monaten ordentlich durchgestartet. Das aktuelle Album ist gerade bei Folter Records erschienen. So war es auch nicht überraschend, dass die Süddeutschen auf dem UNDER THE BLACK SUN ihren Einstand gaben. Der Sound der Band erweist sich jedoch schon nach kurzem Hören als eiskalt, rasant und bösartig. Man spielt höchst generischen flotten Black Metal, der in die Ohren hinein rauscht.  Es befinden sich zu dieser sehr frühen Uhrzeit bereits eine ganze Menge Zuschauer vor die Camp Stage, ein paar von ihnen dürften wohl mit diesem Auftritt zu den zukünftigen Anhängern von NARVIK zählen. Zumindest hatte ich den Eindruck. NARVIK haben in den letzten Jahren eine erfolgreiche Weiterentwicklung vollzogen. Dafür gebührt ihnen Respekt und unserer Support!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes wollen uns KAECK ihr Programm vorstellen. Ich finde jetzt nicht, dass die niederländische Horde meine besondere Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hat, aber schlecht waren sie auch nicht. Einfacher und solider Black Metal. Das Publikum applaudierte höflich, dennoch gab es eine Menge Zuschauer, denen KAECK besser gefallen haben als mir und es sei ihnen gegönnt.

 

 

 

 

 

Ganz anders mit der Nachfolgeband, welche meine komplette Aufmerksamkeit hatte. Die Rede ist von KJELD, ebenfalls aus den Niederlanden. Brachialer, dreckiger Black Metal in roher Form. Herrliches Gemetzel. Vor der Bühne gibt es keinen Platz mehr und das Publikum feierte. Alle Mitglieder haben weitläufige Erfahrungen in X-anderen Bands. Und dies merkt man. Ohne Aussetzer und extrem routiniert brachten KJELD den Sound der 90ziger auf die Bühne. Fetzt!

 

 

 

 

 

Als nächsten gibt es eine ganz andere Baustelle. BORGNE aus der Schweiz bauen ihre Geschütze auf. Emotionaler, harter und misanthropischer Industrial Black Metal. Wow, was für eine finstere Atmosphäre in diesen kleinen Camp. Übel, was die Herren und eine Dame hier vom Stapel lassen. Keine Ahnung welche Setlist hier gespielt wurde, ich weiß nur, dass es ein majestätischer Vernichtungsfeldzug war. Die mechanischen Blastelemente prügeln hart aus den Boxen, so dass die Haare wedeln, die sägenden Gitarren bohren sich ins Mark und die Keyboards zelebrieren einen düsteren und melancholischen Einschlag. BORGNE hatte ich so nicht auf den Schirm, auf jeden Fall extravagant und exzentrisch. Wer abseits vom traditionellem Black Metal mal etwas Anderes sucht, der ist hier bestens aufgehoben. Was für eine geile Show!

 

 

 

 

 

 

Auf der großen Bühne ging es direkt im Anschluss weiter mit DJEVELKULT aus Norwegen. Ob Sie diesen Platz zu dieser Uhrzeit verdient haben, muss jeder selbst beurteilen. Ich empfand es als Ok, da das Album „I Djevelens tegn“ aus dem Jahre 2014 ein wirkliches Meisterwerk darstellt. Geschmiedet wurde das Album aus alten Lehren norwegischer Meister und Traditionen. Black Metal der zweiten Dekade ohne epochalen Charakter, dafür aber Live auf der Bühne erstklassig umgesetzt.  

 

 

 

 

 

Wir bleiben in Norwegen. DEN SAAKALDTE sind live einfach mächtig und lassen absolut nichts anbrennen. Brutal, schnell, heavy - das sind DEN SAAKALDTE. In den langsamen und groovigen Tönen steckt aber jede Menge Headbang- und Evil-hochreiß-Potential. Da heißt es nur noch zusehen und staunen. Aus ihren 3 Alben und 4 Split-Veröffentlichungen innerhalb der letzten acht Jahre haben sie sich das Beste rausgesucht, und bringen die Zuschauer in Rage. Sehr unterhaltsam und kurzweilig.

 

 

 

 

 

 

Jetzt wird es richtig Kult... Zumindest habe ich dies gedacht. Es war nämlich an der Zeit für HADES. HADES ist die Musik meiner späten, gaaaaaaaaaaaanz späten Jugend. Nach einem kurzen Soundcheck ging es los. Doch gleich nach den ersten Tönen wurde mir klar, das ist nicht HADES. Der Große Logo-Banner hing zwar im Hintergrund an der Bühnenrückseite, aber rein musikalisch waren das einfach nicht die originalen HADES. Mensch, ich erinner mich an das großartige Album "The Dawn of the Dying Sun" oder die Split mit KATATONIA "Jhva Elohim Meth/Alone Walkyng". Aber dies heute hier war meiner Meinung nach nicht die Erfüllung. Der Sound war dünn und eine Atmosphäre gab es nicht. Nee, Nee, neben CRAFT (im letzten Jahr) ist dies bereits die zweite Enttäuschung, welche in Verbindung mit dem UNDER THE BLACK SUN steht. Wenn man diese großartige Leistung aus den 90zigern in die Neuzeit nicht übertragen kann, sollte man es irgendwann lassen! Enttäuschung pur...

 

 

 

 

 

 

Nun ja, ziemlich genervt schlenderte ich erst einmal zum Auto. Auf dem Rückweg bin ich beim Fussball an der China-Bar hängen geblieben. Weder AETERNUS noch ISVIND waren für mich von Interesse. Zum einem haben ISVIND letzten Jahr schon auf dem UTBS gespielt, dann gab es zwischendurch eine ausführliche Europatour und jetzt schon wieder... dies ist zu viel und macht die Band unatraktiv. Dies sahen wohl Einige genauso und traten nach und nach die Heimreise an und verzichteten bewusst auf den Headliner ANCIENT.

 

Das Feedback für das UNDER THE BLACK SUN fällt gemischt aus. Die Umsetzung und Organisation  in gewohnter Umgebung war wieder sehr gut. Die Soundtechnischen Probleme  sind zwar ärgerlich, hielt sich aber in Grenzen. Einzig die Auswahl der Bands und die ständige Nichteinhaltung des zeitlichen Ablaufes müssten optimiert werden. Wie man gesehen hat, spielen viele Faktoren eine Rolle um ein erfolgreiches Festival durchzuführen. Daher halte ich es für unabdingbar, dass nicht 2 Festivals mit derselben Zielgruppe in unmittelbarer Nähe stattfinden sollten. Das HELL FAST ATTACK in Brünn (CZ) hat dem UNDER THE BLACK SUN 2016 wohl eine Menge Besucher und sogar langjährige  Stammgäste gekostet.

 

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Bericht & Photos © Varar Wallheim (Juli 2016)