Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Die Kontaktadresse lautet: email@sturmglanz.de. Wir versuchen alles eingesandte Material zu besprechen.

 

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Reviews K - L- M - N - O

Lost Shade - Hegau (Oomoxx Media 2017)

 

 

Lost Shade - Hegau (Oomoxx Media 2017). Mit „Hegau” ließ die seit 1999 umtriebige Gruppe LOST SHADE zur Mitte des Jahres ihr drittes Vollalbum auf die Welt los. Bezeichnen tut sie ihren Stil selbst als Viking Black Metal, welcher auf dieser Veröffentlichung auch „wieder mehr in Richtung War Black Metal” geht. Die Leserschaft hat im Link unten gleich die Gelegenheit das gesamte Album durchzuhören: Ich möchte dies doch als leicht vermessen bezeichnen! War Black Metal-Elemente finde ich hier keinerlei und selbst mit dem Black Metal allgemein sieht es nicht viel anders aus. Auch das Attribut „Viking” würde ich persönlich hier nicht unbedingt gern in den Mund nehmen wollen, da ich damit um einiges epischere, nordischere, und teils eben auch deutlich dunklere Klänge assoziiere... Ich bin da ganz gewiss nicht der einzige, der die Musik von LOST SHADE schlicht „nur” als Folk Metal bezeichnen würde.

 

Beim ersten Durchhören kam bei mir dann schnell Ernüchterung auf: Nach den paar Sekunden Einklang zu Beginn des ersten Stückes war eigentlich schon klar, was zu erwarten ist. Und bereits bei Lied 2 („Königsmord”) war dann schon der Punkt gekommen, bei dem ich mir dachte: „Oh man, ist das katastrophal...” Beide Lieder sind wie alle anderen schnell umschrieben: In typischer Manier munter vor sich her stampfend, darin häufig zerfahren wirkend und ermüdend, mit im Rhythmus genauestens mitgehendem, ziemlich nervigem Keifgesang. Das kurze akustische Zwischenspiel in „Walkürenschicksal”, der Death Metal-Einschub zur Mitte von „Blutrausch”, das kleine Power Metal-Solo in „Gefangen im Schnee und Eise” sowie der mit Akustik-Gitarre untermalte Fauchgesang in „Hegau” blieben die einzigen Lichtblicke während des Hörens. Insgesamt ist für mich das Lied „Tod, Krieg und Finsternis” am besten, und am meisten dem Black Metal zugewandt.

 

Das Spiel von LOST SHADE gleicht leider dem etlicher explizit deutscher Gruppen dieses Genres. Die Diskussion über diverse Vertreter ist bekannt und könnte an dieser Stelle wieder einmal viel Raum bspw. zu etwaigen sozio-historischen Hintergründen unserer Gesellschaft bekommen. Ich muss an dieser Stelle von mir lassen, dass es für mich einfach mit Abstand keine Folk Metal-Szene gibt, die in ihrer Breite so extrem beschissen klingt wie jene aus Deutschland/Österreich – ausgenommen eben die kleine Speerspitze von einigen wenigen, zurecht kommerziell erfolgreichen, oder auch aus politischen Gründen medial geächteten Gruppen. Der breite Corpus ist indes gekennzeichnet durch bald gnadenlose Austauschbar- als auch Charakterlosigkeit im musikalischen Ausdruck der einzelnen Liedthematiken! Hier ist die viel besagte Marktüberflutung wirklich übel zugegen, sodass die betreffende Musik der heidnischen Sache vermutlich noch mehr schadet, als dass sie ihr nützt.

 

LOST OF SHADE sind hier im Vergleich zu diesem Durchschnitt nicht wirklich schlechter als gewohnt, doch dies macht es nicht besser. In ihrem Vorstellungsschreiben ließen sie ein „Stay Metal!” als Abschlussgruß stehen und genau dies würde ich ihnen sogar mit gutem Willen als Rat mit auf den Weg geben: Die Death und wenigen Power Metal-Anleihen waren das, was mir am meisten gefallen konnte und ich als stimmig empfand. Bestimmt würde es der Gruppe besser zu Gesicht stehen, würde sie sich hier (in einem breiter aufgefächerten, folkloristischen Death Metal) vertiefen! Die Stimmfarbe, bzw. auch der Gesangstil des Sängers an sich, würde dort sogar richtig gut aufgehoben sein!

 

 

Titelliste:

01.  Bis ans Ende dieser Zeit    05:40     

02.  Königsmord  04:15     

03.  Am Abgrund  04:11     

04.  Walkürenschicksal   04:55     

05.  Blutrausch  04:34     

06.  Gefangen im Schnee und Eise     03:57     

07.  Barbarossa  05:16     

08.  In Stein gemeißelt  04:28     

09.  Tod, Krieg und Finsternis   04:54     

10. Hegau   07:07     

 

Gesamtspielzeit:    49:17   

 

Besetzung:

Holger Antol (Gesang)

Nico Laur (Gitarre, Bass)

Connie Andreszka (Schlagzeug (Session))

 

Allein

 


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Posted on 20 Mar 2018 by Varar Wallheim /Sturmglanz

 

 

 

 

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