{"id":3298,"date":"2026-03-31T13:20:08","date_gmt":"2026-03-31T12:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/?p=3298"},"modified":"2026-05-09T16:11:38","modified_gmt":"2026-05-09T15:11:38","slug":"review-opera-ix-veneficium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/neuigkeiten\/review-opera-ix-veneficium\/","title":{"rendered":"Review: OPERA IX \u2013 Veneficium (2026)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a0b2c899a391&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a0b2c899a391\" class=\"wp-block-image size-large wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3299\" srcset=\"https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-300x300.jpg 300w, https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-150x150.jpg 150w, https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-768x768.jpg 768w, https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/sturmglanz.de\/derpestbote\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/OPERA-IX-\u2013-Veneficium-Cover-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\taria-label=\"Vergr\u00f6\u00dfern\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.imageButtonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.imageButtonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nach beinahe vier Jahrzehnten Existenz erscheint mit &#8222;Veneficium&#8220; ein Werk, das sich weniger wie ein weiteres Kapitel in der Diskografie von Opera IX anf\u00fchlt, sondern vielmehr wie eine Verdichtung all jener Elemente, die diese Band seit 1988 zu einer singul\u00e4ren Erscheinung innerhalb des Black Metal gemacht haben. In einer Szene, die sich stetig neu definiert, bleibt OPERA IX eine Konstante, nicht im Sinne von Stillstand, sondern als eine eigenwillige Kraft, die sich ihrer eigenen inneren Logik verpflichtet f\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Schon der Titeltrack, der zugleich als erste Vorabver\u00f6ffentlichung dient, macht deutlich, wohin die Reise geht. &#8222;Veneficium&#8220; wird hier nicht blo\u00df als \u00e4sthetisches Konzept verstanden, sondern als eine Art Initiationsprozess, eine klangliche Pilgerreise durch ein Geflecht aus okkulten Symbolen, archaischen Erinnerungen und rituellen Strukturen. Die Band selbst beschreibt das Album als ein botanisches Reich, gepr\u00e4gt von weiblicher Weisheit und uralten Kr\u00e4ften, und genau diese Idee durchzieht das gesamte Werk wie ein roter Faden. Musikalisch kn\u00fcpft das Album an jene epische und zugleich zeremonielle Qualit\u00e4t an, die OPERA IX seit jeher auszeichnet. Lange, sich langsam entfaltende Kompositionen dominieren das Bild, wobei die Grenzen zwischen Black Metal, Doom und atmosph\u00e4rischen Passagen bewusst verschwimmen. Dabei entsteht weniger eine Sammlung einzelner Songs als vielmehr ein zusammenh\u00e4ngender Klangraum, der sich erst in seiner Gesamtheit vollst\u00e4ndig erschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die Trackliste liest sich wie ein okkultes Kompendium. St\u00fccke wie &#8222;Vocatio Mortuorum&#8220;, &#8222;Defixiones&#8220; oder &#8222;Saturni Arcanum&#8220; verweisen nicht nur auf thematische Schwerpunkte wie Beschw\u00f6rung, Fluchmagie und planetarische Symbolik, sondern fungieren auch als Stationen innerhalb einer gr\u00f6\u00dferen rituellen Dramaturgie. Besonders hervorzuheben ist dabei die F\u00e4higkeit der Band, diese Inhalte nicht blo\u00df textlich, sondern vor allem atmosph\u00e4risch zu transportieren. Die Musik wirkt dabei oft weniger komponiert als evoziert, als w\u00fcrde sie aus einer tieferen, schwer greifbaren Quelle hervorgehen. Ein entscheidender Faktor f\u00fcr die Wirkung von &#8222;Veneficium&#8220; ist die Balance zwischen Kontinuit\u00e4t und Transformation. Trotz zahlreicher Lineup Ver\u00e4nderungen bleibt der Kern der Band klar erkennbar, getragen von der Vision des Gr\u00fcnders Ossian und der Pr\u00e4senz von S\u00e4ngerin Dispas, die seit 2018 Teil der Band ist. Ihre Stimme verleiht dem Album eine zus\u00e4tzliche Dimension, die zwischen Beschw\u00f6rung, Erz\u00e4hlung und emotionaler Intensit\u00e4t oszilliert und damit ma\u00dfgeblich zur dichten Atmosph\u00e4re beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Auch produktionstechnisch zeigt sich das Album auf einem hohen Niveau. Der Mix und das Mastering durch Algol im Daemon Star Studio sorgen f\u00fcr einen Sound, der sowohl Klarheit als auch Tiefe besitzt, ohne dabei die rohe, organische Qualit\u00e4t zu verlieren, die f\u00fcr die Musik von OPERA IX essenziell ist. Die einzelnen Elemente, Gitarren, Keyboards und Gesang, verschmelzen zu einem Gesamtbild, das eher wie ein Ritualraum als wie eine klassische Studioaufnahme wirkt. Eine besondere Rolle nimmt der abschlie\u00dfende Track &#8222;Black Sabbath&#8220; ein, eine Interpretation des gleichnamigen Klassikers von Black Sabbath. Anstatt als blo\u00dfe Hommage zu fungieren, wird der Song in den Kontext des Albums eingebettet und erh\u00e4lt dadurch eine neue, fast sakrale Dimension. Es ist ein geschickter Schlusspunkt, der die Verbindung zwischen den Urspr\u00fcngen des Genres und der eigenen, stark individualisierten Klangwelt von OPERA IX herstellt. Im gr\u00f6\u00dferen Kontext betrachtet, l\u00e4sst sich &#8222;Veneficium&#8220; auch als Reflexion \u00fcber Zeit und Kontinuit\u00e4t lesen. Die Idee einer urt\u00fcmlichen Vergangenheit, die im Blut und in der Seele fortlebt, wird hier nicht nur thematisch verhandelt, sondern musikalisch erfahrbar gemacht. Das Album wirkt wie ein Echo vergangener Zeitalter, das sich in die Gegenwart hineinzieht und dabei eine Br\u00fccke zwischen archaischem Wissen und moderner Ausdrucksform schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Dabei verweigert sich &#8222;Veneficium&#8220; bewusst einer schnellen Zug\u00e4nglichkeit. Es ist kein Album, das sich nebenbei erschlie\u00dft, sondern eines, das Aufmerksamkeit und Hingabe einfordert. Gerade darin liegt jedoch seine St\u00e4rke. Wer bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen, wird mit einem Werk belohnt, das weit \u00fcber genretypische Konventionen hinausgeht. In einer Zeit, in der sich viele Bands zwischen Nostalgie und Innovation verlieren, gelingt es OPERA IX, beides in einer organischen Form zu verbinden. &#8222;Veneficium&#8220; ist kein radikaler Bruch, aber auch keine blo\u00dfe Wiederholung, es ist vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung einer k\u00fcnstlerischen Vision, die sich \u00fcber Jahrzehnte hinweg behauptet hat. &#8222;Veneficium&#8220; ist kein Album f\u00fcr den schnellen Konsum, sondern ein dichtes, forderndes und zugleich faszinierendes Werk, das seine Wirkung erst \u00fcber Zeit vollst\u00e4ndig entfaltet. Es best\u00e4tigt einmal mehr den Status von OPERA IX als eine der eigenst\u00e4ndigsten und best\u00e4ndigsten Kr\u00e4fte im okkulten Black Metal und zeigt, dass ihre Reise noch lange nicht abgeschlossen ist. Das Album erscheint bei Edged Circle Productions.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GWl7etWZRE8\" title=\"Opera IX - Veneficium (Official single stream)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/GWl7etWZRE8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach beinahe vier Jahrzehnten Existenz erscheint mit &#8222;Veneficium&#8220; ein Werk, das sich weniger wie ein weiteres Kapitel in der Diskografie von Opera IX anf\u00fchlt, sondern vielmehr wie eine Verdichtung all jener Elemente, die diese Band seit 1988 zu einer singul\u00e4ren Erscheinung innerhalb des Black Metal gemacht haben. 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