Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine Punkte oder ähnliche Bewertungsmaßstäbe. [ weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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LORDS OF CHAOS - Filmkritik

 

„My name is Euronymous, leader of the infamout Black-Metal Band „Mayhem“ (…) and this is gonna end very, very bad.“ Gut 20 Jahre nachdem das Buch "Lord of Chaos" zu kontroversen Diskussionen über die norwegischen Black-Metal-Szene in den 1990er Jahren, rund um die Bands Mayhem und Burzum veröffentlicht wurde, erzählt Regisseur Jonas Åkerlund die Geschichte aus der Perspektive von Øystein Aarseth "Euronymous" im gleichnahmigen Film jetzt neu. Der Film hatte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival 2018 und wurde erstmals in Deutschland am 19. Januar 2018 als Programmpunkt der Fantasy Filmfest White Nights in Berlin gespielt und ist nun auf DVD erhältlich.

 

Originalbild

 

Schon ohne den Film überhaupt gesehen zu haben, könnte man angesichts seiner Prämisse fragen: Ist es Zufall, dass in diesen Zeiten ein Film ins Kino-Kuddelmuddel eingespeist wird, der sich anschickt, die Legenden von MAYHEM und BURZUM zu reparieren und weiter zu demontieren und dies aus der Sicht von Euronymous anstatt einem neutralen Standpunkt zu erzählen. Euronymous wurde durch Varg Vikernes in einen Hinterhalt gelockt und umgenietet! Dies ist wohl die bleibende Kernaussage des Streifens. Jeder Szenefremde wird den Streifen als übertriebene gute Splatterdarstellung werten. "Lord of Chaos" ist eine blutige Retrospektive aus jener Zeit mit dem Anspruch "die einzig Wahre" Geschichte zu erzählen. So ambivalent der Film selbst mit seinen Figuren auch umgeht, so sehr er die eigene Romantisierung auch reflektieren möchte, gegen seine historische Funktion konnte er sich kaum wehren: Regisseur Jonas Åkerlund überträgt den Mythos Black Metal in einer perfiden und verlogenen Subultur und setzt das Genre gleich mit der neuartigen, hippe Anti-Establishment-Ethos-Bewegung. Diese schrie ja schon damals nach Rache...

 

"Dead" - Filmbild

 

"Euronymous vs. Varg Vikernes" - Der Film legt den Fokus auf die dramatische Fokusierung von Gewalt und Blut. Auch die Darstellung von Deads Kopfschuß, aufgehangenen Katzen und gekreuzigten Mäusen soll das Publikum auf ihre Art und Weise schocken. Der eigentliche Inhalt und die korrekte zeitliche Darstellung rücken dabei in den Hintergrund. Varg Vikernes hat sich darüber bereits in einem Youtube Clip dazu unmissverständlich geäußert. Nicht umsonst beginnt der Film mit dem Slogan "Based on Truth, Lies and what actually happened". Beweise, wie genau alles abgelaufen ist gibt es nicht, dafür Unmengen an Aussagen von ehemaligen Weggefährten der Beiden aus der Szene. Auch hier kann man feststellen, dass die Aussagen sich teils stark widersprechen, je nachdem wer wem der beiden Progantonisten näher stand. Alle zentralen Figuren, die den Black Metal schufen, haben für Jonas Åkerlund Film nur Spott und Verachtung übrig. Fenriz verbot Åkerlund, Musik von DARKTHRONE zu verwenden. Varg Vikernes lehnt Åkerlunds Film mit viel Verachtung ab. Die Musik von BURZUM durfte Åkerlund daher auch nicht nutzen. Lediglich MAYHEM-Songs tauchen im Film auf.

 

"Dead" - Originalbild

 

Sicherlich bearbeitet der Film ein zeitlich komplexes Thema. Daher bleiben viele Fragen offen und werden nur oberflächlich betrachtet. Gravierende und Meinungsbildende Themen wie die beiden Auftritte in Leipzig und Zeitz, welche genau in diese Zeit vielen, werden gar nicht erwäht. Gerade die Aufnahmen von „Live In Leipzig“ ist ein historisches Zeitdokument der rohen Energie, puren Aggression und des damals herrschenden musikalischen Wahnsinns des klassischen MAYHEM Line-Ups mit Dead, Euronymous, Necrobutcher und Hellhammer.

 

Originalbild

 

Handwerklich und technisch halte ich den Film für ein sehr gute Arbeit. Über die Besetzung der Schauspieler war ich anfangs sehr skeptisch, konnte mich dann aber damit anfreunden... da die Nachstellung in vielen Szenen absolut gegeben waren. Optisch erkennbar wurden Details wie T-Shirt, Körperliche Haltungen, Mimiken und Gestiken originalgetreu nachgestellt. Die immer wieder "einfliegenden" Original Bilddokumente belegen dies auch eindrucksvoll. Natürlich muss man sich darüber aufregen, dass es einen solchen Film überhaupt gibt. Black Metal im Mainstream - im Kino bei duftendem Popcorn, Cola und Schokoladeneis. Natürlich passt das nicht... doch in diesen Zeiten, wo der Black Metal immer mehr instrumentalisiert wird und weltweite erfolge damit gefeiert werden, war es doch nur eine Frage der Zeit bis man auch mit dieser Geschichte Geld verdienen möchte. Allerdings hätte die Abhandlung auch weitaus schlechter ausfallen können. Jeder muss sich selbst auf den Weg machen und die Wahrheit suchen. Oft ist es dann die Wahrheit die man selbst hören möchte! Wie überall bekommt man nur die Informationen, welche gerade in die aktuelle Weltordnung passen. Varg Vikernes ist ein Mörder und ein Neonazi, allein diese beiden Aussagen passen in das Bild der momentanen Gesellschaft und befriedigen den Trieb einer politisch korrekten Verhaltensweise... Wer keine Ahnung von Black Metal hat wird nach diesem Film lediglich Hakenkreuz, Waffen und Mord in Erinnerung haben... Die Geschichte des norwegischen Black Metal wurde damit abgewählt.

 

Filmbild

 

 

Darsteller: Rory Culkin, Jack Kilmer, Emory Cohen, Wilson Gonzalez Ochsenknecht

 

Bericht: Varar Wallheim

 

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