Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine Punkte oder ähnliche Bewertungsmaßstäbe. [ weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

Bandinterview: Stolthet

Stolthet, eine noch recht junge Band aus Sachsen, macht sich daran, die Black Metal Traditionen des Ostens Ehrenvoll weiter zu tragen, bereits mit ihren beiden Demos "Flamme der Reinheit" (2009) und "Intoleranz" (2010) legte man den Grundstein und schlug im Untergrund wie eine Bombe ein, nach der Split mit Blutkult, "Lichtbringer/Golgatha `44" (2010) gab es dann auch das erste Album "Intoleranz", welches als Promo schon in Demo Form ähnlich vorgelegt wurde. Wir von Sturmglanz möchten uns nun in Form eines Interviews den Erzgebirglern mal näher widmen und haben deshalb dieses Gespräch geführt!

 

 

Sturmglanz: Hallo, danke für die Bereitschaft eines Interviews.

 

Stolthet: Grüß dich, ich danke für dein Interesse.

 

Sturmglanz: Kannst Du mir etwas über die Anfänge der Band berichten und allgemein über die Band, Informationen gibt es ja eigentlich keine über Euch, ist das Bewusst gemacht?

 

Stolthet: An die ersten Anfänge kann ich mich eigentlich schon gar nicht mehr erinnern, da ich und J. schon ewig zusammen musizieren.  Ich glaube aber unter dem Namen "Stolthet" ging alles so im Jahre 2008 los. Geplant war die ganze Geschichte als 2-Mannprojekt zwischen mir und J., ich übernahm Gitarre und Gesang und J. das Schlagzeug.  Kurze Zeit später stieß dann auch schon C. an der zweiten Gitarre dazu und die ersten Aufnahmen zu "Flamme der Reinheit" wurden eingespielt. Nach deren Veröffentlichung kam S. zur Unterstützung am Bass dazu. Und ja, wir wollen nichts weiter über uns Preis geben, da wir keinerlei Interesse daran haben von jedem erkannt zu werden oder sonst etwas. Außerdem sollte es um die Musik gehen und nicht um Namen und Gesichter.

 

Sturmglanz: Hättet Ihr gedacht, das bereits die erste Demo so gut einschlägt, von heut auf morgen wurdet Ihr als Geheimtipp gehandelt, wie siehst Du das?

 

Stolthet: In erster Linie kann ich das eigentlich gar nicht nachvollziehen und um ehrlich zu sein, ist das soweit mir das noch im Gedächtnis ist, ziemlich an uns vorbei gegangen. Wir hatten den Großteil hauptsächlich selbst an gute Freunde mit zusätzlichem Hemd verteilt und bekamen diesbezüglich nur von Jenen Lob oder Kritik. Zu der Zeit war auch keiner von uns in irgendwelchen Foren unterwegs, so dass wir da irgendetwas drüber lesen hätten können.

 

 

Sturmglanz: Bereits mit der Promo Demo zum Album war klar, dass hier keine Gefangenen gemacht werden, Ihr geht in die Vollen ohne Rücksicht auf Verluste, kaum vergleichbar mit anderen deutschen Bands habt Ihr schon eine eigene Hausmarke, Eure Meinung dazu.

 

Stolthet: An sich ist das ganze Album doch recht gut geworden obwohl wir auch gern hier und da noch etwas anders gemacht hätten, aber das gehört wahrscheinlich einfach dazu. Wir spielen einfach das was uns gefällt und unserer Meinung nach genau zu uns passt und unseren Vorstellungen entspricht. Wir sind recht unterschiedliche Typen und so treffen auch verschieden Musikgeschmäcker aufeinander, was sich mittlerweile auch immer mehr widerspiegelt.

 

Sturmglanz: Welche Bands haben es Euch besonders angetan, wirklich erkennbar sind hier keine direkten Vergleiche, gut der Cover Song ist Anhaltspunkt, mehr aber nicht.

 

Stolthet: Schwierige Frage, die Nachspielversion von Priestermord kam eigentlich nur, weil wir glaub ich gerade das Album bekommen hatten und es uns einfach so gefiel, dass wir es nachspielen wollten.  Ansonsten haben wir wie gesagt sehr verschieden Geschmäcker.  Es reicht von Hatecore über D-Beat zum Post-Rock, also alles vorhanden und wir bemühen uns unsre Lieder interessant und abwechslungsreich zu gestallten.  Gruppen an denen wir uns orientieren haben wir aber nicht.

 

Sturmglanz: Im Black Metal, besonders in Deutschland begibt man sich recht schnell auf dünnes Eis, mit Euren Band logo und dem Artwork des Albums werdet Ihr nicht nur Freunde gewonnen haben, wie beurteilst du das?

 

Stolthet:  Wir hatten nie vor 6Mio. Freunde zu haben.

 

Sturmglanz: Jetzt ist Euer Album schon einige Zeit auf den Markt, gibt es neues Material, oder ist sogar ein neues Album fertig gestellt, war ja mal angekündigt, wenn ja, wann kann man damit rechnen, bis es den Massen zum Fraße vorgeworfen wird?

 

Stolthet: Neues Material ist auf jeden Fall vorhanden und auch schon so gut wie Aufnahmebereit. Dauert halt nur alles etwas länger weil wir recht selten zum Proben kommen.  Wir hoffen in den nächsten Wochen alles fertig stellen zu können und dann geht's ins Studio. Auf ein genaues Datum wollen wir uns nicht festlegen, da immer etwas dazwischen kommen kann und auch die Gestaltung sowie das Label noch nicht fest steht.

 

Sturmglanz: Was erwartet uns? Ähnlich dem Debüt oder habt Ihr etwas neues geplant?

 

Stolthet: Es wird einfach nur ne Stolthet-Scheibe. Wir bleiben uns treu und spielen so wie es uns gefällt. Textlich sowie musikalisch ist wieder eine Steigerung zum Vorgänger zu erwarten und es geht mal langsam und mal schnell zur Sache. Für mich wird es das Beste was wir bis jetzt abgeliefert haben, aber es wäre wahrscheinlich auch schlimm wenn nicht.

 

Sturmglanz: Das Erzgebirge ist ja bekannt für seine Szene, gerade im Black Metal kommen ja viele Namhafte Bands von dort, gibt es da Zusammenhänge / Verbindungen zu andern Bands, oder geht Ihr Euren eigenen Weg ohne Einfluss, wie seht  Ihr die Szene in Eurer Heimat und generell in Deutschland?

 

Stolthet: Engen Kontakt zu anderen Gruppen haben eigentlich gar nicht. Man kennt sich oder man kennt sich nicht und ich muss nirgendwo rumprahlen, dass ich von irgendeiner Gruppe bin.  Wir haben guten Kontakt zu verschiedensten Leuten, auch von Namenhaften Gruppen, ob nun aus der "Szene" oder nicht und jener wird auch gepflegt! Wir drängen auch keinesfalls danach mit Gruppen befreundet zu sein, deren Musik wir scheiße finden. An sich kann ich zur "Szene" nicht allzu viel sagen, da wir rechte Eigenbrötler  sind und Bekannte und Freunde aus der "Szene" meist nur auf ausgewählten  Konzerten treffen da wir außerhalb der Musik ja auch noch genug zu tun haben.

 

Sturmglanz: Noch mal auf Eure Musik zurückzukommen, woher kommt die wahnsinnige Aggression auf dem Album, welche Anlässe gibt es dafür und welche Emotionen werden dadurch freigelassen?

 

Stolthet: Ich finde das Album gar nicht so Aggressiv wie alle sagen. Klar geben Titel wie "Ich gegen Alle!", sowie auch der Albumtitel mehr als deutlich zu verstehen was Sache ist aber es gibt ja auch ruhigere Passagen. Die Texte sind hauptsächlich auch recht Aggressiv gehalten, weil es einfach nur so perfekt zu unserer Musik passt. Und ansonsten bringt die Aggression natürlich die Gitarre sowie das Schlagzeug. Und  das ist nun mal einfach unser Stil. Und wenn er ordentlich aggressiv ist, haben wir nichts dagegen, denn es kommt aus dem Bauch.

 

Sturmglanz: Welche Thematik beschäftigt Euch bei der Wahl der Texte am meisten, gibt es da eine Richtlinie?

 

Stolthet: Nein die gibt es nicht. Es gibt Texte über Religion, Teufel, Das Leben und weiter hinaus. Das was einen einfach gerade beschäftigt.

 

Sturmglanz: Spielt bei Euch Satanismus eine Rolle? Er ist ja das tragende Grundelement des Black Metal in seiner Entstehungsphase oder habt Ihr dazu keine Meinung?

 

Stolthet: Da kann ich nur von mir sprechen und ja es beschäftigt mich. Ich lese recht gern und viel, unter anderem natürlich auch über Satanismus. Das brachte aber auch die damalige Vorliebe zum Schwarz Metall mit sich. Und demzufolge wird auch dieses Thema in Texten behandelt.

 

Sturmglanz: Heidentum und Nationalstolz hat ja im Grunde genommen nichts mit Faschismus zu tun, wo liegt der Fehler, das dieses oft verwechselt oder falsch verstanden wird?

 

Stolthet: Jedes Volk ist auf sich, sein Land und Ihre Großväter stolz, nur die Deutschen dürfen es anscheinend nicht. Sobald man ein klein wenig Stolz zeigt, ist man ein Faschist. Ein gutes Bespiel dazu sind z.B. die jährlichen Trauermärsche in Dresden, welche gerade erst hinter uns liegen und man sehr deutlich die Medienhetze zu spüren bekommt. Für mich sind das zwei paar Schuhe, doch werden das die wehrten Herren nie verstehen, da jedes Sandkorn im Getriebe entfernt werden muss und alle mit etwas Stolz auf ihr Land und ihr Großväter ein Dorn im Auge sind.

 

Sturmglanz: In Deutschland landen nun ja auch recht schnell Tonträger auf den Index, auch der Black Metal ist davon betroffen, Deine Meinung zum Thema Zensur.

 

Stolthet: Zensur  tötet die Kunst, doch gibt es zum Glück noch genug die darauf scheißen!

 

Sturmglanz: Besonders in der Ostdeutschen Black Metal Szene sind ja viele Musiker in mehreren Bands und Projekten tätig, wie ist das bei Euch, gibt es da auch irgendwelche Aktivitäten?

 

Stolthet: Ja die gibt es, bewegen sich aber nicht im Schwarz Metall.

 

Sturmglanz: Wird es von Stolthet jemals einen Liveauftritt geben?

 

Stolthet: Die gab es bereits.  Den ersten bei einer gemütlichen Feier von Freunden mit etwas lichterem Haar und den zweiten mit den Herren von "Totenburg".  Auch in Zukunft freuen wir uns über Anfragen für Konzert und stimmen, sofern uns die anderen Gruppen gefallen, gern zu.

 

 

Sturmglanz: Wie und wo entstehen eigentlich Eure Songs, bei der Probe, schreibt Ihr gemeinsam daran oder ein einzelner in Eigenregie, wer ist für das Artwork verantwortlich?

 

Stolthet: Die Lieder entstehen im Proberaum und bei uns ist das ganz einfach gestrickt. Ich bringe meist einen neuen Text mit und dann wird man sich einig in wie fern das Lied werden soll. C. legt etwas auf der Gitarre vor und dann wird solang rumgebastelt bis uns das Resultat gefällt. Hier und da wird immer noch etwas geändert, entfernt  oder hinzu gefügt  und schon ist das Lied fertig. Für die Gestaltung war bis jetzt meist ich zuständig, weil ich immer wieder neue Ideen habe. Doch beim neuen Album wurde die Verantwortung abgegeben und Major W. hat nun die Ehrenvolle Aufgabe.

 

Sturmglanz: Der Black Metal hat ja nun in Deutschland in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, mittlerweile hat man ja schon fast keinen Überblick mehr über die vielen Bands und Projekte, wobei aber auch viel Müll dabei ist, wie siehst du die Zukunft, macht diese Schwämme die Szene kaputt?

 

-Mir sind die meisten Gruppen absolut egal und ich dränge noch weniger danach, jede zu kennen. Vielleicht ist es ja auch so, dass jetzt gerade mal  jeder Schwarz Metall geil findet und in einem Jahr ist das wieder ganz anders. Meiner Meinung nach sollte sich die "Szene" gar nicht darum schären, denn wenn eine neue Gruppe gut ist wird sich das zeigen, wenn nicht dann nicht. Mich interessiert das nicht wirklich, ich höre nur das was mir zusagt.

 

Sturmglanz: Möchtest du etwas zu diesen Themen sagen?

 

Sturmglanz: Antifa und Black Metal sagen:

 

Stolthet: Modeerscheinung dieser Schreihälse

 

Sturmglanz: Internet und Black Metal:

 

Stolthet: Gehört mittlerweile  einfach dazu, warum auch nicht.

 

Sturmglanz: Religionen:

 

Stolthet: Ich würde keiner beitreten.

 

Sturmglanz: Zum Schluss hast Du das Wort, möchtest du noch etwas in eigener Sache loswerden?

 

Stolthet: Ihr hört von uns!

 

Sturmglanz: Ich bedanke mich im Namen von Sturmglanz für das Interview und wünsche Euch für die Zukunft alles Gute.

 

666YOEK (AlphaWolf) Februar 2012

 

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