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Woods Of Desolation - As The Stars (Northern Silence Production 2014)

Datum: 27 Nov 2013 Kategorie: uvwxyz

 



Woods Of Desolation - As The Stars (Northern Silence Production 2014), Mit As The Stars knüpfen die Australier nahtlos an die vorangegangene Veröffentlichung "Torn Beyond Reason", die die Anfang 2011 erschienen ist, an. Mit von der Partie sind D (Gitarre), Vlad (Schlagzeug), Luke Mills (Bass) und Old (Gesang). Obwohl fast 3 Jahre vergangen sind hat sich nicht viel verändert. Woods of Desolation stürzen sich immer noch in ein Meer voller Trauer, Melancholie und Depressionen.

Mit "Like Falling Leaves" (Track 1) bricht auch schon die erste Welle über einem zusammen. Es beginnt recht flott, wird aber mit jeder Sekunde etwas ruhiger. „Old“ keift und schreit, aber das findet alles eher im Hintergrund statt, was bei diesem Genre ja nichts Ungewöhnliches ist. Auf die Texte kann ich hier nicht eingehen, da sie mir nicht vorliegen. DSBM will ja auch vor allem eins: Atmosphäre schaffen. Und das tut es!! "This Autumn" Light (Track 4) ist so eines dieser Stücke. Beginnt mit sehr angenehm gespielter Akkustikgitarre, geht über in eine in Mid-Tempo gespielte Trauerbrandung. Vor allem die letzten drei Stücke liefern einen absoluten Kaufgrund. Der erste, rein Instrumental eingespielte Track hört auf den Namen "Anamnesis". Der zu Beginn sehr rifflastige und verspielte Track steigert sich nach und nach in dunklere und depressivere Melodien. Ein Stück das man sich auf jeden fall öfters anhören kann. Weiter geht es mit "Withering Field" und einem fast schon „rockigen“ Riff, der in typisches Gitarren - Geschrammel verläuft ohne jedoch den Riff komplett aus den Augen zu verlieren. Es ist insgesamt das abwechslungsreichste Stück. Mein persönliches Highlight dieser Scheibe und vorerst letzte Stück "Ad infinitum" (zu Deutsch: endlos, für immer) ist wieder ein instrumentales Lied. Recht schleppend geht es los, wird aber zur Mitte hin komplett ruhig und düster. Man vernimmt nur noch eine Akkustigitarre, die ganz vorsichtig gespielt wird allerdings nach ein paar Sekunden wieder dies durch Schlagzeug und E-Gitarre ersetzt wird.

Fazit: Wer bis jetzt nichts mit DSBM anfangen konnte, könnte hier durch einige (meiner Meinung nach) Genre untypische Titel ein Ohr riskieren. Fans diverser Bands alá Drowning The Light oder Abyssic Hate, können hier bedenkenlos zugreifen und kommen voll auf Ihre Kosten. Ab Januar 2014 habt Ihr dann die Möglichkeit die Scheibe in euren Besitz zu bringen.

Hörprobe: http://www.youtube.com/watch?v=q7E2ykNATUg

Tracklist:
01. Like Falling Leaves 5:06
02. Unfold 5:00
03. And If All The Stars Faded Away 4:41
04. This Autumn Light 4:20
05. Anamnesis 4:11
06. Withering Field 6:11
07. Ad Infinitum 5:14

Daniel Sturm

Woods Of Desolation - As The Stars (Northern Silence Production 2014). Obwohl mir depressiver Black Metal und seine zweifelhaften Akteure nicht zusagen, gibt es immer wieder Bands, die mein Interesse erwecken konnten. Eine davon sind Woods Of Desolation, die meiner Meinung nach Einzelstatus besitzen und sich aufgrund der unglaublichen Atmosphäre ihres Schaffens deutlich vom Rest der Musiker abgrenzen. Nun lag mir ihr neustes Werk „As The Stars“ vor und ich war gespannt darauf zu hören, wie sich die Mannen entwickelt haben.

Zuerst fällt auf, dass man soundtechnisch einen Querschnitt zwischen alten und neuen Veröffentlichungen geschaffen hat. „Like Falling Leaves“ besitzt die eisige und klare Kälte, die die Gitarren auf „Torn Beyond Reason“ ausstrahlten, klingt jedoch trotzdem dichter und auch basslastiger als die Lieder des Vorgängeralbums, was mir persönlich gut gefällt, da man so leichter in der Musik aufgehen kann. Außerdem bemerkenswert ist die stark verhallte Leadgitarre, die für mich jedes Mal aufs Neue die Höhepunkte des Albums schafft und die Atmosphäre auf ein neues Level anhebt.

Zur Struktur der Lieder ist wenig Neues zu sagen, da Woods Of Desolation ihren typischen Stil ohne viele Änderungen beibhalten. Mal schleppend langsam, mal treibend mit Doublebasseinsatz spielt sich das Schlagzeug durch die Lieder und unterstützt die melancholische Gitarrenarbeit, während sich der Sänger seinen Frust und die Verzweiflung wie gehabt von der Seele schreit. Was allerdings ins Ohr springt, ist die plötzlich aufkommende Unbeschwertheit von „Anamnesis“, die man so schon auf „Somehow…“ vom Vorgängeralbum kennt und die man fast als Fröhlichkeit bezeichnen könnte. Das klappt in dem Fall noch wirklich gut, verliert jedoch im Rausschmeißer seine Wirkung, da es hier deplatziert wirkt und nicht in den Kontext des restlichen Albums passen will. Das ist jedoch der einzige wirkliche Kritikpunkt, da die Australier ansonsten gewohnt gute Leistung abliefern und einen in eine düstere, schwermütige, aber auch angenehme Welt mitnehmen.

Für Leute, die von der Band bisher noch nichts gehört haben, eignet sich das Album jedenfalls sehr gut als Einsteiger. Das Liedgut an sich fand ich zwar auf „Torn Beyond Reason“ interessanter, aber die Produktion und die Dichte, die „As The Stars“ ausstrahlt, machen diesen Mangel wett und münden im meiner Ansicht nach besten Woods-Of-Desolation-Album in der gesamten Diskografie. Der Sonderstatus der Jungs bleibt also erhalten und der Kauftipp ist ausgesprochen.

Romener

 


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Posted on 27 Nov 2013 by Varar Wallheim /Sturmglanz

 

 

 

 

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