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Wormreich/Diabolous Amator/Gravespawn/Vesterian - Split (Black Plague & Symbol of Damnation)

Datum: 31 Oct 2017 Kategorie: uvwxyz

 

 

Wormreich / Diabolous Amator / Gravespawn / Vesterian - Infirmos Vocat Deus Fidei Split CD (Black Plague Records & Symbol of Damnation 2016). Das Cover dieser Split aus den Staaten war mir schon einmal ein Hingucker und sehr wohlgefällig; extrem grauenvoll und traditionell, ließ es für mich hier erstmal nur gutes Material vermuten. Starten tut der Reigen mit:

 

WORMREICH: Diese ist wohl für die meisten noch die bekannteste der hier vertretenen Formationen (bedauerlicherweise z. T. auch aufgrund ihres für ein Mitglied tödlichen Autounfalls während einer Tour, welcher vor wenigen Jahren gut durch die Medien ging). WORMREICH bewegen sich wahrlich auch musikalisch wie Wiedergänger an der Schwelle zwischen Leben und Tod – Ihr Stil klingt echt ziemlich ruhelos, aufrührerisch, dissonant, rituell, und dunkel hoch zehn. Ich denke gleich an TERATISM! „Feeding the Ouroboros” prescht als erstes Lied sehr ungestüm voran, getragen von einem um sich greifendem Schlagzeug-Gewitter. Kurz tauchen auf einmal religiöse Choräle auf, die sich aber schnell wieder im klanglichen Mahlstrom WORMREICHs verlieren. Zum letzten Viertel hin bricht das Lied in beschwörendes Fauchen und letztlich in Rauschen um. Die beiden folgenden Stücke „To Render the Right Hand” und „Terra Mortuorum (Call of Nvathron)” wirken dagegen in sich versunken und besitzen etwas sehr erhabenes, sodass man sich beim Hören bald inmitten dunkler Ruinen alter Tempel versetzt meint.

 

Es folgen DIABOLUS AMATOR: Das seit 2012 bestehende Duo Matt Taylor und Lörd Matzigkeitus spielt brachialen, nihilistischen Black Metal, der dann und wann immer wieder angenehm in rockige Gefilde übergeht – auch hier gehen die Gedanken gen TERATISM, aber auch etwa CLANDESTINE BLAZE. Die tiefe Schwere die in „Sanity and Her Daggers Return” und „Ravenous Fog of Winds” ausgestrahlt wird findet ihren Höhepunkt im schließenden „Pregnant Virgin Whore”, welches abermals nach der Überwindung der ersten Hälfte ausbricht, um einen mit einem abrupten Ende an die nächste Horde zu übergeben.

 

GRAVESPAWN: Stechen unter den anderen 3 Gruppen etwas hervor. Anders als die anderen, stehen sie auf eine vermehrt handfestere, einfach und griffig strukturierte Form des Black Metals, (der in ausgewählten Momenten dennoch gleich düsterer Prägung ist)! Mit „Vae Victus” und „Beneath the Shadowed Past” liefern GRAVESPAWN so Black-Thrash, der eine Stimmung aus Todes-Mystik und Grausamkeit erzeugen kann. Das dritte von der Gruppe für diese Split gewählte Lied ist ein Live-Mitschnitt von „A Red Moon Rises over Transylvania”. Dieser kann das bisher gewonnene Bild nur unterstreichen! Das hier ist einfach nur ehrlicher und krakig besessener BLACK METAL für die persönliche nächtliche Friedhofssitzung.

 

VESTERIAN: Schließen mit ihren drei Stücken hier den Zirkel mit einem rücksichtslos und schnell geführtem Zug! Ersteres, „Black Metal Murder”, kann mich bereits eingangs vollends mit seinen fiebernden Gitarren, sowie dem drückenden Schlagwerk und Gesang einfangen! Im Mittelteil schwankt das Lied kurzfristig zu gemäßigtem Tempo. Mit einer beschwörend monotonen Stimme wird eine dunkle Botschaft verlautet, und diese mit dem Liedtitel geschlossen. Und nun noch ein wahnhaftes Gitarrensolo innerhalb des eingangs erwähnten Szenarios. Ein absoluter Hammer, der seinem Namen nur gerecht wird! Mit dem nachfolgendem ”Crushing the Mandate of God” wird dieser Weg weitergeführt, nur dissonanter, nicht fern von BLUT AUS NORD. „Unseen Hordes Behind the Deafening Storms”, als allerletztes Stück, beginnt mit einer sehr gesetzten Rhythmik; wieder wird eine klare, beschwörende Stimme eingesetzt, und sogar ein kleiner Choral. Dann wechselt sich aber das Blatt und es wird eine klar schwedische Schiene gefahren: Stürmisch, sphärisch, mit fauchendem Gesang, und abermals einem darin eingebetteten Solo. VESTERIAN, angeblich bereits seit 1994 existent, veröffentlichen hier Elite Black Metal, wie zu vielbesprochenen Glanzzeiten des Genres.

 

Zur Punktvergabe: WORMREICH und VESTERIAN liefern Ehrfurcht gebietende Hörerlebnisse, welche wahrlich satanische Energie verströmen und müssen daher zwingend volle 6 Punkte bekommen. DIABOLUS AMATOR bekommen 5 Punkte. GRAVESPAWN stehen vorallem den erstgenannten mit ihrem klassisch-untergrundigen, wütenden und thrashlastigen Black Metal zu anfangs eher schlicht, jedoch in nicht untrefflichem Kontrast gegenüber – sie haben es bei mir nach längerem Hören klar von 4 auf 5 Punkte geschafft!

 

Mit steigender Anzahl der Beteiligten wird es eine gewaltige Herausforderung für eine Split, eine volle Punktzahl zu erzielen. Diese hier erklimmt dieses Ziel (mit weitestgehend ruflosen Gruppen) und erzeugt eine durchweg pechschwarze Stimmung. Den Kauf dieser Scheibe sollte wirklich niemand bereuen!

 

 

Titelliste:

01.  Wormreich - Feeding the Ouroboros   06:44   

02.  Wormreich - To Render the Right Hand    07:43   

03.  Wormreich - Terra Mortuorum (Call of Nvathron)  04:11   

04.  Diabolus Amator - Sanity and Her Daggers Return     03:40   

05.  Diabolus Amator - Ravenous Fog of Winds     02:55   

06.  Diabolus Amator - Pregnant Virgin Whore     03:08   

07.  Gravespawn - Vae Victus     05:28   

08.  Gravespawn - Beneath the Shadowed Past  04:38   

09.  Gravespawn - A Red Moon Rises over Transylvania (live)  05:20   

10. Vesterian - Black Metal Murder  05:58   

11. Vesterian - Crushing the Mandate of God     06:34   

12. Vesterian - Unseen Hordes Behind the Deafening Storms   07:48   

 

Gesamtspielzeit: 1:04:07

 

Besetzung:

 

Wormreich

Vulk (Gesang, Gitarren, Bass)

N. Vathron, R.I.P. 2015 (Gitarren, Bass, Hintergrundgesang

Wyvern (Gitarren)

Profana (Schlagzeug)

 

Diabolus Amator

Matt Taylor (Instrumente, Gesang)

Lörd Matzigkeitus (Gesang)

 

Gravespawn

Rellik (Reaver) (Gesang, Gitarren, Stromorgel)

Advorus (Bass)

MS (Schlagzeug)

Verigo (Bass, Gitarren (Live))

NB (Gitarren (Live)

 

VESTERIAN

Verigo (Gesang, Gitarren)

Tomb (Schlagzeug)

 

Allein

 


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Posted on 31 Oct 2017 by Varar Wallheim /Sturmglanz

 

 

 

 

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