Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

HELRUNAR, SUN OF THE SLEEPLESS, WANDAR & CTULU

 

 

Trotz anfänglicher Open-Air Saison-spielten am 11. Mai 2018 die Bands HELRUNAR, SUN OF THE SLEEPLESS, WANDAR und CTULU im Erfurter From Hell auf. Überpünktlich kurz vor acht begann der Abend mit CTULU. Der Club war zu diesem Zeitpunkt schon beachtlich voll.

 

Die Bühne war nur spärlich mit Licht durchflutet, in der Mitte ein mit Kerzen beleuchteter Altar und links und rechts auf der Bühne standen zwei große „C“.  Zugegeben, solch eine Wucht und Kompromisslosigkeit hatte ich CTULU nicht zugetraut. Der rabiate Gesang, welcher permanent zwischen den beiden Musiker wechselte hatte eine bösartige Ausstrahlung. In der Verbindung mit dem vermummten Outfit der Herren, erinnert mich der Still im Ansatz an THE COMMITTEE.  Die Musik wird mit einer unheimlichen Ernsthaftigkeit vorgetragen, dass man sich glatt fragen kann, warum man immer noch im Untergrund rumtümpelt.  Das sah das Publikum sicher ähnlich, denn dies erklärte auch den starken Beifall und Begeisterung. Mich hat CTULU vollends überzeugt, ich wurde genötigt mich mehr mit der Band zu beschäftigen.

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es mit WANDAR – mittlerweile doch ordentlich gereift, liegt das aktuelle Album „Landlose Ufer“ bereits 6 Jahre her. Aber das ließen sich die Herren nicht anmerken. Extrem motiviert und erfrischend strömt die Atmosphäre gebannt durch den Club. Aus meiner Sicht sind die Hallenser völlig unterbewertet. Woran das liegen könnte? Wie spannender Black Metal auszusehen hat, davon können sich einige Kollegen mal überzeugen. Ganz ohne ziellose Raserei oder optische Blendereien entsteht hier durch stimmungsvolle Riffs, glaubwürdiges Auftreten und spannenden Songstrukturen mit ausreichend Mut zur Langsamkeit eine dunkle, bedrückende und mitreißende Atmosphäre. Ich finde das  Album, die EP und die Liveauftritte nach wie vor packend und emotional grandios.

 

 

 

 

 

 

Als nächstes machen sich SUN OF THE SLEEPLESS bereit für Ihren Slot. Die Band um Mastermind Ulf Theodor Schwadorf (Empyrium, Ewigheim, The Vision Bleak) hat für mich noch nie ein große Rolle gespielt, dennoch war ich gespannt was mich heute hier erwarten würde, da mich seine anderen Projekte sehr geprägt haben. Die Veröffentlichung des aktuellen Album „To the Elements“ liegt nun knapp ein Jahr zurück und sollte heute Abend der Hauptbestandteil auf der Bühne sein. Mit einem langen emotionsgeladenen Intro eröffnen SUN OF THE SLEEPLESS ihre Show. Wie mir schien kamen die Titel mit deutschen Texten beim Publikum deutlich besser an, als die in Englisch. Musikalisch konnte ich mich leider nicht wirklich begeistern. Der Gesang der Titel variiert abwechslungsreich und der Sound war gut. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Funke einfach nicht überspringen wollte und so lichteten sich die Reihen im Publikum nach und nach mehr.  

 

Der Headliner des Abends HELRUNAR aus Münster. Es ist wohl schon ewigen her als ich die Band Live erleben durfte – und zwar auf dem Wolfszeit 2012. Der Schwerpunkt lag an diesen Abend nicht nur auf dem aktuellen Werk „Niederkunft“ sondern auch auf älteren Titeln wie „Frostnacht  „ oder „Älter als das Kreuz“. Das gefiel natürlich dem Publikum und so gab es reichlich Applaus trotz später Stunde. HELRUNAR beweisen Eindrucksvoll, dass sie zur Speerspitze gehören und ihrer Headliner-Position mehr als gerecht werden. Die arrogante und dominante Art von Sänger Skald Draugir gibt der ganzen Sache noch einen gewissen Kick. Auch die klare Ansage "Wir spielen keinen Pagan Black Metal unterstreicht das HELRUNAR wissen was sie wollen. Noch in diesem Herbst steht ein neues Album mit den Namen „VANITAS VANITATVM“ an. Wir dürfen also gespannt sein.

 

 

 

 

 

 

 

Mit 20 Euro Eintritt und voller Bude, dürfte der Veranstalter mehr als zufrieden sein. Es war ein angenehmer Abend, abseits er brachialen Black Metal Horden und CTULU waren für mich ein absolutes Highlight und eine interessante Neuentdeckung.

 

Bericht & Photos Varar Wallheim