Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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10.03.2018 LOKIFEST II - Erfurt

 

 

Kurz entschlossen zog es mich am 10. März 2018 in das From Hell nach Erfurt.  An diesem Samstag wurde das 2. LOKI FEST veranstaltet. Mit dabei waren KOSMOPYRIA, MUNARHEIM, SURTURS LOHE und ANDRAS aus dem Erzgebirge. ANDRAS wurden nur ein paar Wochen vor dem Fest bestätigt, da FIMBULVET abgesagt haben. Der eigentliche Grund nach Erfurt zu fahren waren für mich die beiden Headliner des Abends.

 

Das Publikum war gemischt - von Jung bis Älter von schön bis hässlich war alles dabei. Ob nun Männer in langen Röcken, Frauen in Gothic-Kleidern und „Kinder“ mit Plastik-Trinkhörner oder Plüsch-Spinnen waren mir die meisten an diesen Abend wieder Suspekt - also alles im Zeichen des Paganen Metal und Black Metal – in dieser Szene wundert mich schon lange nichts mehr. Das dieses Genre schon lange keinen ernstzunehmenden Hintergrund mehr hat, wissen wohl die meisten besser als ich.

 

Den Anfang machten pünktlich um 19:50 Uhr die Coburger KOSMOPYRIA. Schon die ersten Klänge liesen uns die Nase rümpfen. Ein musikalischer Verschnitt aus  CRADLE OF FILTH und den „Superstars“ NACHTBLUT. Von ernstgemeinter Musik kann man wohl hier eher nicht sprechen. Am ehesten verkörpert wohl der Sänger der Band die Härtere musikalische Spielart. Die Gitarristen und der dicke Tanzbär am Bass sind wohl eher als modisches Beiwerk zu sehen  und könnten gleichwohl auch in einer Kirmes-Partyband ihre musikalischen Eigenschaften ausleben. Naja, dem Publikum hat es gefallen, so gab es bei diesem für mich ohnehin schon nicht endenden Auftritt auch noch weitere Zugaben.

 

Der Club war zu diesem Zeitpunkt pralle voll und überall blitzte der Thors Hammer an den Hälsen und auf der Kutte. Aber mal ehrlich, mehr als die Hälfte der anwesenden Besucher haben es nicht einmal verdient, dieses ehrwürdige Symbol zu tragen, geschweige denn in Kontext zu ihrer Lebensweise zu setzen. Eine immer mehr verweichlichte, Hipster und Vegane Subkultur läutet das Ende des Pagan Metal immer weiter ein. Aber weiter geht es mit MUNARHEIM, ebenfalls aus der fränkischen Hochburg des Humpa-Humpa Metals Coburg. Ich weiß gar nicht mehr wie viele Musiker auf der Bühne waren, aber die Stage war voll. Auch dieser Stil trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, aber die Spielweise sowie Darbietung war professionell und die „performance“ (das heißt jetzt so) verdammt gut organisiert. Die Instrumente, von Gitarren, Querflöte, Schlagzeug bis hin zu den Akkustikgitarren waren sauber gespielt, man hätte meinen können, es handele sich um Playback. Vor lauter Faszination blieben mir fasst die veganen Chips im Hals stecken... Trotzdem gut gemacht und das Publikum flippte weiter aus!

 

Weiter geht es mit SURTURS LOHE. Sie selbst kündigen sich mit dem Satz: SURTURS LOHE aus den dunklen Thüringern Wäldern an. Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Das letzte Mal habe ich die Horde im Club Bunker in Suhl erleben dürfen. Das ist aber bereits ein paar Jahre her und seitdem ist viel passiert. Nach dem langersehnten Labelwechsel gibt es nun eine neue Besetzung. Zugestoßen ist Fix (u.a. Odroerir und Menhir) und als Sänger steht nun Stephan von FIMBULVET am Micro.  Und ehrlich gesagt, diese Rolle steht im besser als das FIMBULVET-POWER-METAL gedöns… Die Atmosphäre war grandios und lässt mich an alte Zeiten z.B. der Gig in Ruhla erinnern. SURTURS LOHE schaffen es spielend den Spirit der Thüringer Vergangenheit in einen historischen Rahmen zu pressen. Nicht zuletzt wegen dem zauberhaften Frauengesang und dem zartem Flötengespiel von Alraun. Dieser Gig hat wirklich Spaß gemacht und verdient gebührende Anerkennung. Auch hier lies der zeitliche Rahmen eine Zugabe zu. Das Publikum, welches sich bereits ausgedünnt hatte war sichtlich begeistert.

 

 

 

 

 

 

 

Nun also der Headliner des Abends. ANDRAS aus dem Erzgebirge. Nightsky als Gründungsmitglied hat wieder neue Musiker um sich gescharrt um die Band erneut aufleben zu lassen. Mit einem Hammer Album „Reminiszenzen…“ im Gepäck konnte dieser Auftritt nur herausragend werden. Kurz vor 24:00 Uhr betraten die Herren die Bühne und schretterten ihr Material herunter. Doch zur Überraschung aller, gab es nicht nur Titel vom aktuellen Album, sondern ANDRAS machten an diesem Abend eine Zeitreise in vergangene Zeiten. Gänsehautgefühl pur und nur die Wenigsten der anwesenden Schlafwagenschaffner haben wohl eigentlich realisiert, welche Wucht ANDRAS dabei versprühen. Zugegeben, zwischenzeitlich hatte ich die Band auch aus den Augen verloren, aber in dieser Konstellation sind sie der Hammer. Respekt vor dieser Leistung. Mittlerweile war es weit nach 01:00 Uhr und der Club war immernoch verhältnismäßig voll. Ausgepowert dennoch zufrieden habe ich die Heimreise zu dieser späten Stunde angetreten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein guter Abend, vor allem aufgrund der letzten beiden Bands. Das Publikum an diesen Abend… naja genug darüber gesprochen. Dem Veranstalter an diesem Abend, auch von uns  alles Gute zum Geburtstag, denn es war seine Geburtstagsparty. Volle Bude und alles gut organisiert. Ich freu mich auf nächstes Jahr. Angekündigt sind erneut SURTURS LOHE, welche von NORDFROST, RUNENWACHT und XIV DARK CENTURIES unterstütz werden!

 

 

 

 

 

Bericht & Photos Varar Wallheim