Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

11.11.17 CHRONIK, BURKHARTSVINTER & PEST EMPIRE

 

 

Das Datum 11.11.2017 steht bekanntermaßen für einen nervigen Karnevals und Faschingsauftakt  von drunkenden Schnapsnasen und elitären Spießern, welche jedes Jahr zur selben Zeit ihren niederen Triebe ausleben wollen. Jedoch wurde auch an diesem Tag auch Black Metal gespielt. Und zwar im Iron Eagle in Lugau im Erzgebirge. Die Konstellation konnte sich dabei sehen lassen, neben den einheimischen Epic-Black-Metallern CHRONIK spielten BURKHARTSVINTER und PEST EMPIRE. Der aufziehende Nebel auf dem sächsischen Land bot eine perfekte Kulisse und stimmte auf einem atmosphärischen Ambiente bereits bei der Hinfahrt ein.

 

Der Laden war noch nicht sonderlich voll, aber  vor der Tür warteten auch noch ein paar Menschen, als CHRONIK gegen 21.30 Uhr mit ihrem Set beginnen. Es ist manchmal sinnvoll, keine allzu große Erwartungshaltung mitzubringen. Zwar bin ich gespannt, ob der epische Black Metal der Sachsen live auch zündet, doch auf dieses Feuerwerk der atmosphärischen Schwingungen, das von der Bühne aus gezündet wurdr, bin ich nicht vorbereitet. CHRONIK sind voll bei der Sache und der Funke springt bei den Gästen recht schnell über. Die Reaktionen sind zwar verhalten und der Kontrast zwischen den schweigsam dastehenden Leuten und der Band sind zu spüren, aber all die Arbeit lohnt sich. Die Stimmung hebt sich, doch bleibt auch zum Schluss weit entfernt von dem, was später am Abend noch folgen soll. Die Band kann sich jedenfalls keine Vorwürfe machen, sie liefern eine großartige Show ab.

 

 

 

 

 

 

 

Das Iron Eagle ist inzwischen etwas voller geworden, ohne dabei bis auf den letzten Platz ausverkauft zu wirken. Die Stimmung ist großartig, aber man hat noch genügend  Raum, um sich zu bewegen. Genau so muss es sein. Die musikalische Qualität von BURKHARTSVINTER dürfte sich bereits rumgesprochen haben. So ist es wenig verwunderlich, dass die Anwesenden schnell ihren Platz vor der Bühne suchten. Bei BURKHARTSVINTER weiß man live genau, was kommt. Beim schnellen Überschlagen fällt mir auf, dass ich die Band heute mindestens zum dritten Mal live sehe und das waren alles tolle Abende. Heute ist wieder einer dieser Abende, ja sogar verdammt guten Abende. Die drei Herren aus Süddeutschland ballern ihr Material gnadenlos herunter und jeder einzelne Song sitzt. Der Sound ist dazu ausgezeichnet, auch etwas, das man beileibe nicht in jedem Club bekommt. Wer BURKHARTSVINTER einmal in solch einer Situation erlebt hat, der muss einfach anerkennen, dass die  Division die Fackel der frühen Neunziger weiter trägt wie nur wenig andere. Dann sei auch an dieser Stelle Gesagt, dass ein neues Album in der Pipeline steht. Für diesen Abend jedenfalls wurde alle Kegel abgeräumt…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spät ist es geworden, als PEST EMPIRE die Bühne betreten. Die beiden Veröffentlichungen „Prophet“  (2014) und „Ode to Chaos“ (2016) wurden bei uns im Sturmglanz Webzine bereits ordentlich gehuldigt und als absolute Empfehlung bewertet. Nun also heute die dazugehörige Liveperformance: Mit viel Nebel beginnt sich die Doom-Walze langsam durch das Iron Eagle zu bewegen. Ein brachialer Hammer und Schlag ins Gesicht. Wer PEST EMPIRE kennt, weiß, was jetzt auf uns zukommt. Black-Death-Doom-Metal in einzigartiger Weise dargeboten. Bereits die ersten Töne ziehen uns wie ein mächtiger Strudel in einen dunklen Kerker. Zwischendurch erleben wir, tonnenschwere finstere Riffs und eine fast aufreizende Langsamkeit, die vom schwerfälligen hypnotischen Beat begleitet werden. Die Krönung der Bedächtigkeit ist der tiefe, brutale und gurgelnde Gesang von E. Die einfließenden kurzen Geschwindigkeitsattacken unterstreichen die sonst düstere Trägheit eindrucksvoll. Einzig artiges Ambiente in den Mauern des Iron Eagle in Lugau. Für mich stehen PEST EMPIRE immer noch im Schatten des Erfolges und bekommen na wie vor zu wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

 

 

 

 

 

Ein eindrucksvoller Abend alle Mal. Nur leider waren  zu wenige Zuschauer da. Woran das gelegen hat, kann ich nicht beurteilen. Allerdings hätten die Bands ein vielfaches Interesse an diesem Abend verdient gehabt.

 

Bericht & Photos Varar Wallheim