Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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03.10.2017 BELPHEGOR, ENTHRONED, DESTRÖYER 666 & NERVOCHAOS

 

 

Tag der Deutschen Einheit wird in Thüringen anders gefeiert... und zwar mit dem großen Albumauftakttour „European Totenritual - Death/ Black Mass 2017“ zur neuen BELPHEGOR-Langspielplatte „Totenritual“. Unterstützt wurden die Österreicher dabei von DESTRÖYER 666, ENTHRONED & NERVOCHAOS. Die Norweger NORDJEVEL mussten die Teilnahme absagen. Der Eintrittspreis von 25 Euro blieb allerding konstant, war vielen negativ aufstieß. BELPHEGOR gehören schon lange nicht mehr zum Black Metal Underground, dazu werden sie von Ihre Label NUCLEAR BLAST viel zu sehr gehypt. Trotzdem wirken die Herren auf mich seriös. Den Hang zur blutigen Theatralik finde ich persönlich ziemlich charaktervoll. Und überhaupt waren die letzten Alben „Conjuring the Dead“, „Blood Magick Necromance“ und „Walpurgis Rites - Hexenwahn“ durchaus überragend. Helmuth setzt zwar keine neuen Trends mit seiner Musik, aber die dekadente und provozierende Selbstdarstellung  zieht halt…

 

…und genau dieses Klientel war auch verstärkt an diesem Abend vertreten – Club Mate-saufende Hipster mit Dutt, Haarspange, Bart und Adidasschuhen. Die Ohrlöcher schleifen dabei schon fast auf dem Boden und das Baseball Cape setzt üble Schweißflecken an. Ehrlich gesagt, da könnte ich im Strahl kotzen. Die Unterwanderung des Black Metal geht immer weiter voran. Doch kommen wir zurück zum heutigen Abend. Den Anfang machen NERVOCHAOS. Die Brasilianer sind genauer gesagt, exakt einen Song interessant – und zwar der Erste. Es donnert aus den Boxen und der tiefe Gesang des Frontmanns hallt durch den Club. Alles was danach kommt, ist pure Langweile. Mit genau einem hörbaren Gitarrenriff haben die Herren und eine Dame mehr schlecht als Recht in eine ziemlich stumpfen Abgang. Apropos Dame. Die Tante an der Gitarre war mit Ihrem Mind-Grünen-gefärbten-Mittelpony so hässlich, dass sie durchaus als Gollum in „Herr der Ringe“ durchgehen könnte.  Das Scheinwerferlicht schien dabei so ungünstig auf ihren Kopf, dass dies wie eine Glatze aussah - zumindest aus der Ferne. Aber dies nur am Rande! Dier erste Band also ein Flop, aber es kann nur besser werden.

 

Und dies wurde es definitiv mit DESTRÖYER 666. Hehe, was für ein dreckige Show. Die Herren spielen Heavy-Thrash-Black-Metal der höchsten Qualität. Die vier Herren haben bereits mehr als einmal unter Beweis gestellt, wie gut sie als Liveband sind. Mit fünf regulären Alben in über 20 Jahren gehören sie beim heutigen Programm schon fast zum alten Eisen und genau so professionell ist auch ihr Auftritt. DESTRÖYER 666 wissen, wie man Riffs schreibt, Songs dramaturgisch aufbaut und dabei auch noch reichlich Energie versprüht. Nach der ersten Band ist ihr schwarz thrashender Sound schon fast eine Oase der Zugänglichkeit.  DESTRÖYER 666 sind eine der spannendsten Bands in diesem Genre, live sind sie eine echte Macht und schaffen es wieder einmal derart zu überzeugen. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Gelegenheit, die Jungs zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch schon über 23 Jahre haben ENTHRONED auf dem Buckel. In diesen Jahren wurde viele Änderung und Besetzungwechsel vollzogen. Trotzdem haben die Belgier den Untergrund nie wirklich verlassen. Gut so, den ENTHRONED sind ebenfalls eine Macht. Nach einem kurzen Soundcheck geht es dann auch los und die Perfomance der Herren ist beeindruckend. Besonders Frontmann Nornagest liefert einen bemerkenswerten Job ab. Die Klangfülle, welche die beiden Saitenmusiker produzieren, ist gewaltig. Viele Bands bekommen mit zwei Gitarren und Bass keinen solch brachialen Sound zustande. Dazu ist seine Vokalperformance leidenschaftlich und abwechslungsreich. Das Publikum weiß das gnadenlose Brett von ENTHRONED auch entsprechend zu würdigen und feiert die Horde standesgemäß. Vor allem das Material von „Sovereigns‟ besticht in seiner Genialität. Das mir zum Teil unbekannte weitere Material, das dargeboten wird, kracht ebenfalls ordentlich in den Ohren, wobei auch die inzwischen heftige Lautstärke im Club nicht unbedingt hilfreich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ist es endlich so weit... auf der Bühne wurden große Holzkreuze aufgebaut. Schwere Knocheninstallationen verteilt, mittig der Mikrophonständer von Helmuth. Im Hintergrund ein riesiger Banner mit Schädeln... Der Umbau und Soundcheck hielt nur kurz an. Das Licht wurde gedimmt, Nebel und Intro wurden eingespeist. Der von allen heiß erwartete Headliner steht an und die Stimmung, die sowieso schon den ganzen Abend ausgezeichnet war, nähert sich dem Siedepunkt. Als BELPHEGOR dann endlich loslegen, bildet sich eine beträchtliche Drängelei vor der Bühne. Die Akteure halten die kämpferischen Aktivitäten auch das ganze Set über durch und werden dabei mehr als ein Mal von Helmuth, mit Deutschland, Deutschland-Rufen, angestachelt. Musikalisch gibt es genau das, wofür BELPHEGOR  bekannt und geschätzt sind: Klassische Deathvocals mit schwarzmetallischer Boshaftigkeit und einem hohen Maß an Unterhaltungswert. Man sieht der Band die 25 Jahre teilweise deutlich an, aber musikalisch tut ihnen das keinerlei Abbruch, denn so gut abgehangen und routiniert bekommt man klassischen Black Death selten zu hören. Und welche Band schafft es schon, mit einer Instrumentalnummer die Stimmung weiter hoch zu halten? Man darf den Österreichern zum neuen Album "Totenritual" gratulieren und hoffen, dass sie sich nach so vielen Jahren Bandgeschichte noch dazu durchringen, ein weiteres Album aufzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Vom Gefühl her war Helmuth allerdings nicht ganz so gut drauf, wie bei Gigs in der Vergangenheit... Erst als er ein beherztes "shut up, bitch" und dabei einer Besucherin ins Gesicht rotze, schien die Aggression ein weiteres Kapitel erreicht zu haben. Wunderbar bis genial! BELPHEGOR sind und bleiben ein mächtiges Blutgericht! P.S. Sie hatte es aber auch verdient, dieses hohe Rumgeschrei ging einfach auf den Sack.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Abend beinhaltete 3 großartige Schwergewichte des Black/Death und Thrash Metal sowie einen Totalausfall am Anfang. Im Nachhinein kann man damit leben bzw. sterben. Wirklich zu denken gibt mir das Publikum, welches mir im Großteil wirklich auf die Nüsse ging. Aber dazu hatte ich ja bereits was gesagt! Black Metal wird zur Volks - Musik!!!

 

Hier könnt ihr alle Bilder bequem herunterladen!

 

Bericht & Photos Varar Wallheim