Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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20. UNDER THE BLACK SUN FESTIVAL (2017)

 

 

Das UNDER THE BLACK SUN  2017 ist vorbei. Vielleicht sollte man es in diesem Jahr  „Under The Black Clouds“ nennen! Und dies in zweierlei Hinsicht. Zum einem wurde  dem Veranstalter nur ein paar Wochen vorher das Gelände entzogen und nun musste schnell eine Ersatzlösung gesucht werden. Dass der Reiterhof in Helenau prädestiniert war und nur wenige Festivals diesen Anspruch eines „optimalen Festivalgeländes“ gerecht werden, zeigt, dass die Messlatte für ein neues Areal hoch war. Doch hieß es erst einmal das komplette Festival retten. Auch ein Indoorvariante  in Berlin wurde in Betracht gezogen. Diese Idee stoß allerdings bei vielen auf Gegenliebe, dass das aber im Nachhinein die wohl bessere Möglichkeit bot stellt sich gleich heraus. Denn die schwarzen Wolken zogen nicht nur im Vorfeld auf.

 

 

 

 

 

Das neue Festivalgelände wurde nun in einem kleinen Städtchen nordwestlich von Berlin gesucht und gefunden. Die Stadt Friesack unterstütze den Veranstalter mit einem Gelände, welches mit Strom und Wasser versorg werden konnte. Nachdem viele ihre Absage im Internet kund taten, rettete der Veranstalter TRIPLE SIX dennoch sein Festival. Die Running Order wurde aufgrund einer kleineren Stage angepasst und das Festival konnte starten. Doch auch hier machte man dem Veranstalter einen fetten Strich durch die Rechnung, denn direkt von Anbeginn  des UNDER THE BLACK SUN  regnete es aus allen Löchern. Während das benachbarte Berlin förmlich „absoff“  wurde es auch in Friesack ungemütlich. Jetzt nun trat die zweite Absagewelle ein. Aber Ey, die harten Buben, welche ihre Hasskultur mit Untergangsszenarien und Vernichtungstheorien zelebrieren, knicken bei ein paar Regentropfen ein? Auch eine Anzahl von Besuchern, welche am Donnerstag bereits anreisten, packten im Laufe des Freitags ihre Zelte zusammen (zumindest das was noch übrig geblieben war) und ergriffen die Flucht. Erbärmlich…

 

 

 

 

 

Trotzdem haben ein paar Hardliner ihre Gummistiefel geschnürt und 3 Tage im Schlamm ausgeharrt, da sich auch in diesem Jahr wieder gute Bands angekündigt hatten. Den Auftakt machten ENGULFED aus der Türkey - keine Ahnung wer das war, auf jeden Fall war der trashige Begin nicht mein Fall. Die Istanbuler  waren mir aber zu einfach gestrickt. Kaum Abwechslung und ein wirkliches Interesse das Festival zu eröffnen  konnte ich weder von der Band noch vom Publikum erkennen.  

 

Weiter geht es mit EVIL SPIRIT  - auch hier muss ich zugeben - nicht wirklich mein Fall. Der okkulte Anreiz des Klargesangs klang wirklich räudig und ging mir auch schnell auf die Nüsse.  Ich hatte das Gefühl die Herren nutzen diesen Auftritt hier für eine bessere Übungsstunde.

 

Als nächstes betraten INFINITY  die Bühne. Es regnete in Strömen und die Besucher hielten sich größtenteils im offenen Zelt auf, welches der Veranstalter aufbauen ließ. Die Musik der Holländer klang sehr erfrischend und robust, obwohl der Sound zu diesem Zeitpunkt sehr dumpf und basslastig klang. Wie man es halt bei INFINITY gewohnt ist - einmal Fresse polieren und ab der geht der Stuhlgang.  Schwierig für die Performance einer Band ist es allerdings immer, wenn die Vocals vom Drummer übernommen werden, weil das aus Zuschauerperspektive die Präsenz schnell beeinträchtigen kann. Auf die Dauer mangelt es ein wenig an Höhepunkten und die Pausen zwischen den einzelnen Stücken wirken in ihrer Länge etwas unmotiviert. Doch bleibt unterm Strich eine solide Leistung!

 

Als nächstes wurde es melodischer. Die Chilenen HETROERTZEN verwandelten die Bühne. Mir kommen die Herren und eine Dame sehr homophil rüber. Das das zu diesem Zeitpunkt direkt  zur politischen Lage in Deutschland passt, war bereits ein Thema. Ab diesem Tag dürfen nämlich Gleichgeschlechtliche Paare nun offiziell heiraten. Naja egal…  HETROERTZEN kamen weniger okkult und mystisch rüber als bei ihren Clubshows. Insgesamt war es aber ein guter Auftritt und ein erstes größeres Highlight an diesem Tag und auf diesem Festival. Das aktuelle Album „Uprising of the Fallen“ beweist aber allemal, das die Horde ihr Handwerk versteht. Mittlerweile hat der Regen ein kurze Pause eingelegt, so dass es schon recht voll vor der Bühne geworden ist.

 

 

 

 

 

 

 

Den Abschluss machten die Berlin-Iraker BEATEN VICTORIOUSES. Hinter der Band stecken MOGH,  allerdings mit geänderter Verantwortlichkeit am Gesang. So dass die Dame Çaruk Revan den Hauptanteil bei den Vocals übernimmt. Die Themen sind fasst identisch, lediglich aus weiblicher Sicht. Dies untermalte auch die Tante, welche sich während des gesamtes Auftrittes einem Bondege Ritual unterwirft. Geblendet von Titten rückte die Musik anfänglich in den Hintergrund. Doch nach einer Weile und von vielen weiteren Knoten am Seil trat die Musik wieder in den Vordergrund, denn der Gesang von  Çaruk Revan war wirklich herausragend. Enorm emotional und ausdrucksstark. Immer wieder wurden dezente Passagen am Keyboard zelebriert und atmosphärisch unterstützt.  Zu diesem Zeitpunkt war es gerade trocken, jedoch nach einer Spielzeit von knapp 30 Minuten prasselte der Regen erneut auf die Kopfe ein. Ich weiß gar nicht ob man hier überhaupt Brüste auf Photos zeigen darf… achja darf man - verboten war es  lediglich auf der weltoffenen und toleranten social Network-Plattform Facebook. Unterm Strich hat mich der Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes „gefesselt“ (ha ha - Wortspiel). Starker Sound, gutes Konzept und spielerisch eine perfekte Leistung.

 

 

 

 

 

 

Das war er der erste Tag auf dem UNDER THE BLACK SUN 2017. Nicht allzu spät ging es ab ins Hotel, Klamotten trocknen und heiß duschen…

 

Unspektakulär und bei trockenem und angenehmem Wetter startet die erste Band des 2. Festivaltages. Mit dem profanen und unkreativen Namen betritt die Band SATAN WORSHIP die Bühne. Die Brasilianer haben sich 2011 formiert und sind ein Zweitprojekt von SODOMIZER. Ich denke, damit ist die musikalische Ausrichtung klar und Reise kann weiter gehen. Für mich war es eher langweiliges und strukturloses Geknüppel! Handwerklich ist die Musik aber sauber umgesetzt, aber dolle Stimmung kommt nicht auf. SATAN WORSHIP sind eine Vorband, die auch aktuell auf diesen Rang gehört.

 

Weiter geht es mit einem Newcomer, wenn man das so sagen darf. Mit CHOTZÄ aus Bern hat der Veranstalter ins schwarze getroffen. Die Herren spielen eine Art Black `N Rock `N Roll in Schweizer Mundart. Und es knallt ordentlich von der ersten Minute an. Das fand auch das Publikum und strömte, trotz starken Regens, zahlreich vor die Bühne. Extrem abgebrüht und rotzig spielt das Quartett seine Set herunter und interagiert mit den Zuschauern. Natürlich ist der Bandname und Titel des aktuellen Albums „Bärner Bläck Metal Terror“ aufgrund der umlaute etwas gewöhnungsbedürftig, aber was soll`s… Das Thema BÖLZER und Co ist abgelutscht – Zeit etwas Neues und erfrischendes aus der Schweiz ans Ruder zu lassen!  

 

 

 

 

 

 

Direkt im Anschluss wird nachgelegt. Die Spanier von BALMOG. Schon seit längeren sind die Herren ein Geheimtipp und das nicht nur in ihrem Heimatland. Wüstes Geknüppel mit elegantem Gitarrenspiel.  Bei BALMOG geht es allein um die Musik, sonst wird auf der Bühne nicht viel geboten, doch der akustische Teil reicht voll und ganz aus. So tauchen die Zuschauer in  finsteren Klangwelten ein und wundern sich, dass die 40 Minuten so schnell rumgegangen sind. Klasse Auftritt!

 

 

 

 

 

 

Wir bleiben in der okkulten Schiene und freuen uns auf die Tschechen von INFERNO. Der Umbau gestaltet sich zügig und es beginnt wieder an zu regnen. Das haben die Herren nicht verdient. Nur eine Handvoll Zuschauer haben sich vor der Bühne versammelt.  Mit einem neuen Album am Start „Gnosis Kardias (Of Transcension and Involution)“ spielen die Herren routiniert und professionell. Leider will aufgrund des Wetters keine richtige Stimmung aufkommen. Dennoch haben mich INFERNO überzeugt und ich bleibe ihnen weiterhin gewogen.

 

 

 

 

 

 

Genau das gleiche gilt für die Herren von BESATT. Nachdem die Polen ihren Stil viele keyboardlastige Elemente hinzugefügt haben und sie wohl jetzt eher dem atmosphärischen Black Metal zuzuordnen sind,  kann man aber am heutigen Tag keine Spur mehr finden. Ohne Tasteninstrument spielen die Polen ihre Songs. Man brauchte schon wirklich sehr viel Phantasie um die einzelnen Titel herauszuhören. Schaden eigentlich, dass die Albumaufnahmen und Liveperformance nicht über einkommen - dies will man ja eigentlich hören. Dadurch ist Variationsbreite von BESATT nicht eben hoch, aber ihre ureigene Nische füllen sie stets grandios. Und für mich als bekennendem Anhänger der Band ist es somit wieder mal ein feines Erlebnis. Ein Blick ins weite Rund zeigt dabei überdeutlich: Hier bin ich wohl Vertreter der Mehrheitsmeinung.

 

 

 

 

 

 

Eine Neuentdeckung sind heute für mich Mit CRIMSON MOON. Ja, ich weiß, Asche auf mein Haupt. Ich habe mich bisher weder großartig in die Musik reingehört, noch einen Gig verfolgen können. Das soll sich in Zukunft aber gewaltig ändern. Bereits nach ein paar Minuten zeigt sich meinerseits die Begeisterung und dem Großteil des Publikums in Erstaunen versetzt. Die vier Kotzbrocken spielen mit ihrem Sound  und verführen das Publikum und grooven ordentlich ab. Frontmann und Initiator der Band Scorpios Androctonus kreischt  mit seiner Stimme zu dieser fetzigen Black Metal Variante. Ursprünglich aus den Staaten, hat er nun weitere Musiker (von Narvik & Agathodaimon… ) hierzulande verpflichten können. Ein klasse Gig und der sollte eines der Highlights sein...

 

 

 

 

 

CORPUS CHRISTII sind am Start und mit ihnen portugiesischer Black Metal, der zwar nicht weniger hart, dafür aber thrashiger rüberkommt. Die T-Shirts der Fans verraten schon, dass dies für viele der eigentliche Headliner des Abends ist, und genauso entwickelt sich auch der Auftritt. Nach einem grimmigen „Hello Motherfuckers" beginnt die Band um Frontmann Nocturnus Horrendus ihren Abriss.  Für mich ist die Band immer ein Garant für Aggression, umso mehr bleibt mir dieser Auftritt in Erinnerungen. Dem Publikum gefällt es ebenso und es übernimmt die Stimmung der Band. Nach fast einer Stunde Spielzeit zeigen CORPUS CHRISTII als auch Publikum dezente Ermüdungserscheinungen, doch das war es wert. Bei so einer entfesselten Performance wünscht man sich dann fast schon eine längere Umbauphase, um mit ein paar Hopfengetränken nochmal Kraft sammeln zu können. Stark!

 

 

 

 

 

NOCTURNAL DEPRESSION haben ja gerade eine Art Best-Of-Album mit dem Namen „Deathcade“ veröffentlicht. Und genau diese Setlist gab es am heutigen Tag. Die besten Titel der Band an einem Abend! Vor der Bühne ist es rappelvoll und die Franzosen erscheinen im  Corpsepaint. Spätestens jetzt wird es für die Fotografen eine Herausforderung, weil das Licht auf der Bühne wirklich nicht viel bringt. Wenn man die Band von Weitem sehen möchte, kann man die Musiker optisch fast nur erahnen. Ich gebe es jetzt auf mit dem Fotografieren, da ich kein vernünftiges Bild mehr zustande bekomme (bin halt Laie darin). Was soll ich groß zu NOCTURNAL DEPRESSION sagen? Auf der Bühne ein echter Hingucker und musikalisch ganz groß. Sie legen auf jeden Fall eine gute Show hin - kein Wunder das das Publikum ausflippt. Zum Schluss gab es noch eine exklusive  (Cover?)-Version „Selbstmord ist eine Kunst“, welche ich noch immer nicht zuordnen kann, welche  Entstehung sich dahinter verbirgt! Ein absolut gigantischer Auftritt der Franzosen, welcher (wieder einmal) ein absoluter Höhepunkt darstellt.

 

 

 

 

 

 

Reden wir jetzt von … IN THE WOODS. In meiner jüngeren Vergangenheit (1995) war dies „Der“ Geheimtipp aus Norwegen.  Spirituell, ehrlich, forsch und die Verbindung zur Natur haben mich  begeistern lassen. Doch der aktuelle Status quo sieht weit anders aus. Die Skandinavier haben sich dem avantgardistischen Rock/Metal verschrieben. Und genau so kommen sie auch rüber. Sänger „Mr Fog“ verteilt im Publikum Weintrauben, der Gitarrist trägt einen Dutt und vor dem Auftritt posiert man für ein Gruppenbild auf der Bühne. Leute, das ist das allerletze… Erneut bin ich hier auf dem UTBS von einem Headliner, welcher einen „Kultstatus“ hatte enttäuscht. Ehrlich gesagt war der gesamte Auftritt nicht zu ertragen.  Wie schon Markus Kavka zu sagen pflegte: „Eigentlich bedeutet  ‚kult‘ - scheiße“! Alte Songs gibt es nicht, neue Songs für den Nachwuchs und die Dauerfans. knappe 90 Minuten jammern die Herren auf das UTBS Publikum ein. Dann - kein Finale. Licht an, Spot aus. Spärliche Zugaberufe verhallen lustlos unter dem Strom, der sich in den Nachthimmel verstreut. Ein Zeichen von Müdigkeit durch Regen, Wind und einem langen Tag? Oder war die Empfindung meinerseits korrekt?  Es wäre besser gewesen, wenn sich die Band nicht unter den Namen „…IN THE WOODS“ neu formiert hätten, aber es gab Mensch im T-Shirt die sich darüber gefreut haben. Das  grauenvolle Kramen in verschütteten Erinnerungen findet endlich ein Ende!!!

 

 

 

 

 

 

Wir bleiben in nördlichen Regionen und skandinavisch geht es weiter. ANGANTYR machen den Rausschmeißer am zweiten Festivaltag. Wer die Band kennt, weiß, wohin die Reise geht. Große Überraschungen bieten sie nicht, außer der Tatsache, dass sie ihren Gig wieder einmal verdammt gut absolvieren - druckvoll und charismatisch. ANGANTYR sind trotz mancher ästhetischer Anklänge an das Wikingische eine reinrassige Black Metal Band und ein gute sogar... Und so vergnügt sich das noch vertretene Publikum bestens zu den Klängen der Dänen.

 

Auch am dritten ging es pünktlich um 14.00 Uhr los. Überhaupt wurde die Running Order eingehalten und es gab kaum ungenutzte Zeitfenster. Also auch in diesen Punkt geht das Lob an den Veranstalter. PANYCHIDA aus Tschechien machen den Auftakt. Ich glaube, nur die wenigsten kannten die Horde, welche eine Mischung aus Pagan und Black Metal spielen. In ihrer Heimat Pilsen sind die Herren auf keinem Festival und Konzert wegzudenken. Auch heute haben die Jungs eine Menge Spass und feuern das Publikum an. Leider hatte es zu diesem Zeitpunkt wieder heftig angefangen zu regen, so dass sich nur ein duzend Besucher vor der Bühne versammelten. Das Material auf der aktuellen Platte „Haereticalia - The Night Battles“ ist zwar etwas kompliziert aber  live entfesseln die Titel Stürme. Und so bolzen die Jungs auch los und zwingen den Fans die Jubelschreie geradezu auf. Solide Show vor leider zu wenigen Augen.

 

 

 

 

 

Anders bei der kommenden Horde: STREAMS OF BLOOD. Hier lässt sich das Publikum nicht lange bitte und versammelte sich trotz strömenden Regens vor der Bühne. STREAMS OF BLOOD sind Live ein Abrisskommando. Das aktuelle Album „Allgegenwärtig“  gibt den Rest der eh schon harten und brutalen Herangehensweise. Es lässt auch den abgebrühtesten Fan immer staunen, welch ein kompaktes Brett vier Mann ohne synthetische Unterstützung auf die Bühne zu bringen vermögen. Hier zündet jeder Song und auch die Entscheidung, immer wieder Pausen zwischen den einzelnen Stücken verstreichen zu lassen, unterstreicht die Wucht, mit der STREAMS OF BLOOD zu Werke gehen. Bei der euphorischen Publikumsreaktion zeigt sich, dass die Herren eine wohlwollende Entwicklung durchgemacht haben. Stark!

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Highlight wird auf das UNDER THE BLACK SUN losgelassen. Die Polen ARKONA haben ebenfalls eine starke Entwicklung in den letzten Monaten durchgemacht. War man vor Jahren noch in der, sagen wir mal, zwiespältigen Szene unterwegs, haben sich die Herren zu einer der raffiniertes Black Metal Bands formiert. Na klar, das aktuelle Album „Lunaris“ stand am heutigem Tag im Vordergrund. Die vier Jungs punkten mit derzeit ja schwer angesagtem typischen  Black Metal, der absolut solide komponiert und gespielt wird. Das Material ist trotz der eher geringen Songorientierung eingängig und abwechslungsreich, sie wechseln regelmäßig das Tempo und schaffen dabei jeweils eine Klangwand, die eine schöne suggestive Wirkung erzielt. Und am Ende kann ich zufrieden festhalten, dass alle Erwartungen erfüllt wurden. ARKONA sind eine hervorragende Band, die live mit ihrem altmodischen und schnörkellosen Sound voll überzeugen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem man nun lange nichts mehr von DARKMOON WARRIOR  gehört hat, wurden die Herren kurzerhand wieder für das UTBS gebucht, um den Black `Fucking` Metal zu frönen. Man darf die Organisatoren des Festivals zu dieser Entscheidung beglückwünschen, denn was nun folgt, ist ganz große Kunst. Es gibt Black Metal in seiner rotzigsten und schmierigsten Art auf die wunden Lauschlappen. DARKMOON WARRIOR  sind wohl eine der begnadetsten Bands des Genres. Und dazu muss man festhalten, dass die Menge trotz des Regens tobt.  Nach „Nuke 'Em All“ nach 2013 wäre neues Material wünschenswert, sofern A. Krieg noch Bock darauf hat und DARKMOON WARRIOR  nicht wie bereits ETERNITY auf Eis legt. In diesem Sinne… ich war begeistert und angetan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirklich angetan war ich auch mit der Folgetruppe: KULT vertreten in diesem Jahr die italienische Liga. Dass Italien, in Sachen Black Metal, alles irgendwie zusammenhängt erkennt man an den Aufnähern und den Shirt der Band. FIDES INVERSA, DARVAZA , DEATHROW… alles ein Pakt .Thorns am Schlagwerk prügelt munter drauf los und Frontmann Tumulash schreit, kreischt und Flucht vor sich hin. Sehr energiegeladene Show und dadurch verging die Zeit wie im Flug. Eins bleibt zu sagen, die Herren haben es echt drauf und ziehen mit ihrem Black Metal Stil eine Menge Begeisterung auf sich.

 

 

 

 

 

 

Genau dasselbe trifft auf MONARQUE zu. Mich wundert nur, dass die Kanadier bereits jetzt spielen und nicht als Headliner gehandelt werden. Die Show ist großartig, die Musik der Hammer und das Publikum ist dabei. Jetzt ist der Punkt gekommen, das der strömende Regen scheiß egal war. Das Publikum war heiß auf MONARQUE, immerhin spielen sie nicht oft in Deutschland. Der Feuerspucker untermalte den Auftritt hervorragend. Die Aggression und Gewalt, welche von der Band ausgeht fließt hinüber auf das Publikum und die Band wird zu Recht gefeiert. Großartige Show, aber scheiß Merchandise, denn die Band hatte kaum etwas Verwertbares mit!

 

 

 

 

 

MAKE A CHANGE… KILL YOURSELF  ist die nächste Band auf dem Plan. Und auch hier gab es keine Überraschungen. Die Dänen spielen ihr Set sehr emotional und routiniert herunter. Was auffällt war Ynleborgaz, welcher  verdammt gut war drauf war. Die Vorfreude war groß, denn MAKE A CHANGE… KILL YOURSELF sind live einfach eine Macht. Schön auf die Fresse, mal fies schleifend, mal depressiv in die Fresse, eigentlich ist da für jeden was dabei. Die Horde ist roh und brutal und schön atmosphärisch mit jeder Menge Hingabe. Der Mob tobt gewaltig und auch ich bin begeistert! So richtig hatte man MAKE A CHANGE… KILL YOURSELF nicht mehr auf dem Schirm - bleibt zu hoffen, dass alsbald etwas Neues Veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Apropos – nicht auf dem Schirm. DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT aka DNS betreten die Bühne. Bereits der Soundcheck macht mich neugierig. Ja zugegeben, ich habe die Band nur beiläufig und ohne Beachtung  in Erinnerung. Für mich sind DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT kommerzieller Black Metal Band ohne eigene Identität – zumindest bis dato. Doch ich muss meine Meinung revidieren. Die drei Herren und eine Damen machen eine richtig geile Show. Fieser Black Metal, der nicht nur von Blasts dominiert wird, sondern auch  durch langsamere Parts triumphiert. Melodien vergessen DNS auch nicht, so dass es zu einem richtig geilen Gig wird. Nicht nur musikalisch, sondern auch die blutige und bizarre  Darstellung hat viel Unterhaltungswert. Die Symbiose  zwischen dunkler Musik und dem weißen Brautkleides von Frontfrau Onielar lässt das gesamte Ritual sehr unwirklich erscheinen. Die Performance auf der Bühne und die Musik … einfach nur geil. Das Publikum geht so dermaßen ab, wie ich es selten erlebt habe. Ganz großes Kino!! Eine Show mit DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT lohnt sich auf jeden Fall!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit THE RUINS OF BEVERAST endet das UNDER THE BLACK SUN Festival für mich. Die Herren sind eine typische Ván-Records-Band. Soll heißen, dass man sich nicht all zu tief in den düsteren-satanischen Gefilde aufhält. Mit 3 Gitarren und einem harten Bass donnert eine gewaltiger Soundteppich hoch in den nächtlichen Himmel. Der tiefe Gesang tut sein übriges. Das Publikum honoriert es nach jedem Song und die Band zeigt sich begeistert. Ein starker Auftritt.

 

 

 

 

 

CRYFEMAL haben das Ende des UNDER THE BLACK SUN Festivals eingeläutet. Ich habe die Spanier allerdings nicht mehr gesehen und zu diesem Zeitpunkt die Heimreise angetreten.

 

Sooo, das war es nun, dass 20. UNDER THE BLACK SUN FESTIVAL ist vorbei. Welches Fazit bleibt nun: Neben einem absolut beschissenem Wetter mit  viel Regen und Sturm, einem kleineren Gelände und statt zwei  gab es eine Bühne war alles gut. Essen und trinken gab es auch genug (obwohl die kleinen ignoranten Asiaten aus dem letzten Jahr nicht dabei waren); Die Organisation war wie immer Top. Bleibt die Frage, warum waren so wenige Besucher da? Lag es am Geländewechsel? War das LineUp nicht entsprechend? Ich kann  euch diese Frage nicht beantworten. Ich finde es scheiße, dass es nur wenig Support seitens der sogenannten „Szene“ gibt.  Ein fetter Dank geht an den Veranstalter, der dieses Festival immer sooo dermaßen angenehm gestaltet. Und natürlich auch an die Crew, die teilweise wirklich selbstlos agiert. Lasst euch nicht unterkriegen!

 

Alle Bilder können hier heruntergeladen werden! (80 MB ZIP)

 

Bericht & Photos Varar Wallheim