Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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NECROPOLE, SELBSTMORD, PERMAFROST & NOXIA

 

 

Totentanz Konzerte haben wieder einmal zu einer attraktiven Tanzveranstaltung eingeladen. Jenseits der Grenzen und weit abgelegen sollen an diesem Abend die Bands NOXIA, PERMAFROST, SELBSTMORD aus Polen und NECROPOLE aus Frankreich auftreten.

 

Im Schubladendenken verwurzelte Anwesende haben bei der ersten Band ein wenig verwundert die Nase gerümpft. Mit NOXIA betritt eine Band die Bühne, die von der musikalischen Orientierung im Grunde nicht so richtig in diesen Abend passt. Für mich persönlich ist dieser Schachzug allerdings einer der Gründe überhaupt hier zu sein, da mir die NOXIA bereits von der Split mit FREMDREICH bekannt ist. Und mit dieser Meinung stehe ich sicher nicht alleine da - erst recht nicht nach dem Auftritt. Der rumplige und basslastige Sound lässt den eleganten Klangteppichen, welcher auf dem aktuellen Album "The Age of Wisdom" dominiert, leider nahezu verschwinden. Geboten bekommt man einen soliden schwarzmetallischen Sound, der wenige Überraschungen bietet. So wird meine Aufmerksamkeit nicht über den ganzen Zeitraum gebunden, da viele Bekannte Gesichter und Gesprächspartner anwesend waren.  Anfänglich fehlt mir zwischen den Musikern noch das richtige Zusammenspiel. Diese Tatsache verschwindet aber mit jedem weiteren Titel und der Gleichklang nimmt allmählich Einzug! Solider und guter Auftritt!

 

Es wird einfach nicht ruhiger um PERMAFROST - muss es ja auch nicht... Immer wieder wird von verschiedenen öffentlichen Institutionen nachgetreten, gemutmaßt und schikaniert. Doch das geht der Horde sichtlich am Arsch vorbei. Ganz im Gegenteil - PERMAFROST ziehen ihr Ding weiter durch. So auch am heutigen Abend. Neben einem Besetzungswechsel am Schlagzeug gibt es aber nicht wirklich etwas Neues zu vermelden. Der neue Mann am Schlagwerk  ist in der Black Metal-Szene ein guter Bekannter und hielt es nicht für nötig, während des Spielens auch nur irgendein Kleidungsstück zu tragen. Die weiteren Mitglieder der Horde betreten die Bühne blutverschmiert und wirken extrem martialisch und abstoßend. Zum Auftritt sei gesagt, dass es auch anfänglich zu massiven Soundproblemen gekommen ist. Die Musiker haben sich untereinander nicht gehört und der Bass brummte viel zu laut aus den Boxen. Nach dem dritten Titel ist man dann endlich voll dabei und auch gespannt – wie gewohnt entfacht Porcus auf der Bühne einen Sturm. Die Jungs rocken sich auf jeden Fall ordentlich den Arsch ab und prügeln mit ihrer flotten Mischung aus geschmeidigen Okkult-Black-Metal und melodischen Gitarrensolis den Saal. Zugegeben, ich habe schon bessere Auftritte von der Band gesehen, ansonsten gibt es zudem alles, was man von einem PERMOFROST-Konzert erwartet: Wut, Beschimpfungen und Beleidigungen vom feinsten. Das Publikum nimmt es gelassen und erwidert die blutige Sauerei ebenfalls mit Beleidigungen und Applaus, so dass auch dieser Auftritt letztlich äußerst unterhaltsam ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit dem polnischen Duo SELBSTMORD. Wer nun neben Frontmann Necro hinter der Schlagbude saß, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall war der gesamte Gig der beiden eine Augenweite. Necro (Hateful & Ohtar) war Stilecht in gefleckter Armeehose und im weißen Unterhemd unterwegs - fast schon ein Markenzeichen des Herren. Zugegeben, im ersten Moment musste ich bei dem Auftritt von SELBSTMORD stutzen. Es ist schon etwas seltsam eine Band auf der Bühne zu sehen, die teilweise echt fette Stücke hat, aber nur aus zwei Leutchen besteht. Mit einem fetten Sound war also nicht zu rechnen, aber ansonsten kann man den Gig schon als gelungen ansehen. Das Publikum ging super mit und das Duo gab sich redlich Mühe. Auf jeden Fall Respekt für diese Leistung.

 

 

 

 

 

Und dann war es auch soweit: Der Headliner des Abends trumpfte auf und zerstörte bestimmt so manchen Nacken. NECROPOLE sind mir noch völlig unbekannt. Der Sound war der Beste des ganzen Abends und die Truppe super aufgelegt. Allen voran der Schlagzeuger machte richtig Dampf hinterm Kessel und Sänger Déchéance war entspannt aufgelegt. NECROPOLE liefern dabei ein routiniertes und dichtes Set ab, wobei Frontmann Déchéance eine depressive und monotone Performance bietet. Nach einer kurzen Coverversion einer bekannten absurden Band endet dieser runde Auftritt, der ruhig noch etwas länger hätte sein dürfen. Ich empfehle die Band bei einer geeigneten Gelegenheit anzuhören. Am heutigen Abend wurden NECROPOLE als Headliner nicht ganz grundlos von Totentanz Konzerte verpflichtet.  

 

 

 

 

 

Es war ein guter und entspannter Abend irgendwo in Europa. Die zahlreiche Besucher waren Größtenteils wegen PERMAFROST und SELBSTMORD anwesend, haben aber mit NECROPOLE ein weiteres zukünftiges Highlight in der Szene verpasst.

 

Bericht & Photos Varar Wallheim