Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

GOATMOON, WHITE DEATH, STAHLFRONT & ARTAM

 

Puhh, was für ein Abend irgendwo in Europa. Eigentlich könnte man meinen, man sei im skandinavischen Finnland gelandet, wenn es an der frischen Luft nicht schon schön warm gewesen wäre. Neuschwabenland Konzerte haben wieder eingeladen und einen Abend verspricht, welcher nicht besser in die Reihe, der bereits in diesem Jahr durchgeführten Konzerte, hätte passen können.

 

Los geht’s mit deutschen Black Metal. Die Ehre den Abend zu eröffnen geht diesmal an die Sachsen ARTAM und die geben erneut ihren Black Metal höchst motiviert zum Besten. Da es rohem Black Metal grade auf Platte ja gerne an Eigenständigkeit mangelt, muss man sich eben live beweisen. Und das machen die Jungs so gut, dass für die erste Band des Abends schon ordentlich was los ist und dementsprechend gut fallen auch die Reaktionen aus. Nach über 45 Minuten  erscheint die Band selbst etwas erschöpft, hat aber insgesamt eine gute und lange Vollbedienung abgeliefert. Einstand nach Maß.

 

 

 

 

 

 

Mit dem Flugscheibengeschwader von STAHLFRONT  weht der Spirit früherer Tage in dem großen Saal. Der Aufmarsch war bereits theatralisch durchorganisiert - die Fahnen wehen und das Feuer brennt. Die Herren müssen aber auch immer wieder eine weitere Portion Provokation drauflegen. Und auch diesmal ist es STAHLFRONT wieder gelungen, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Stilecht in weißen Hemden und Uniform  gewandet ziehen die Herren mit ihren durchaus verstörend wirkenden Mimiken und Gestiken alle Blicke auf sich. Frontmann Todesengel wirkt stimmlich sehr souverän und auch seine Mitmusiker spielen die Band-Klassiker sehr tight und mit druckvollem Sound. Der Funke springt schon ab der ersten Minute auf das Publikum über, sodass es vor der Bühne schnell ziemlich ruppig zugeht. Trotzdem verfolgen die Besucher die Darbietung durchaus interessiert und verabschieden STAHLFRONT nach einer Stunde mit wohlwollendem Applaus.

 

 

 

 

 

 

 

Danach macht sich dann die erste finnische Power mit WHITE DEATH ans Werk, dem die Reisestrapazen nicht anzumerken sind. Mit einer gehörigen Wut im Bauch spielen die Herren in der nächsten Stunde eine bemerkenswert geradlinige Version von typisch finnischen Black Metal. Immerhin haben WHITE DEATH mit dem selbstbetitelten Album ein großartiges Werk abgeliefert. Heute allerdings setzen die Musiker noch eine gewaltige Schippe oben drauf. Was für ein gewaltiger Abriss.  Die Herren lassen die keinen Zweifel daran, dass sie zur Sperrspitze der finnischen Szene gehörten und dass sich jeder Kilometer, hier her, gelohnt hat anzureisen. Diesem Quartett gehört zweifelsohne die Zukunft! Zum Henker mit den Klischees - was die Finnen abziehen, ist einfach der pure Fucking Black Metal, der in die Beine geht, die Haare fliegen lässt, Jung und Alt begeistert und Fragen nach dem Warum und Wieso einfach mal ausblendet. Frontmann Vritrahn ist  pausenlos in Bewegung und stellt alles an, um auch den letzten Zweifler auf seine Seite zu ziehen. Das könnte alles etwas dick aufgetragen wirken - tut es aber nicht, denn WHITE DEATH sind einfach zu jung und strahlen echte Aggression aus. Der Gewinner des Tages steht somit fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

GOATMOON ist mit das Beste was momentan aus Finnland importiert wird. Überragende Musikalität, umstrittene Texte und Aggression in großen Tüten kann es im Zeitalter des Mittelmaßes nicht geben - inklusive des trockenen Humors von BlackGoat Gravedesecrator, den gleichwohl nur wenige kapieren oder schätzen. Die Setlist ist ein Genuss und bekommt, dank des hervorragenden Sounds, eine zusätzliche Brisanz, die durch die Intensität und dem Überraschungsmoment verstärkt wird. Und die Zuschauer machen im weiteren Verlauf gut mit, es herrscht viel Bewegung vor der Bühne. Die neuen Songs vom aktuellen Album, die gespielt werden, wissen vor allem dadurch zu gefallen, dass sie stärker im atmosphärischen Segment verwurzelt sind. In dieser Form bitte weitermachen, auch wenn man sich schwerlich vorstellen kann, wie sich GOATMOON nun stilistisch weiter entwickeln werden, falls überhaupt.  Dass nach gut einer Stunde Schluss ist, ist angesichts des musikalischen Hochgenusses ein bisschen schade, trotzdem ist der Auftritt natürlich die Krönung eines Abends, der verdammt viel Spaß macht. Auch der Band, der man ansieht, dass ihr sowohl das Spielen der Songs, als auch der Zuspruch des Publikums an diesem Abend diebische Freude machen. Krasse Show, fetter Sound...

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Auch mit deutlich größerer Besucherzahl bewahrt sich die Veranstaltung seinen familiären Charme und punktet auch diesmal mit einer abwechslungsreichen Bandauswahl und dabei noch den einen oder anderen Geheimtipp. An den meisten Details gibt es kaum etwas zu meckern: der Sound ist schön knackig, die meisten Besucher sind freundlich, die Auswahl an Getränken  ist in Ordnung, und es gibt nach wie vor genügend Platz, sich hier und dort auf einer Sitzgelegenheit niederzulassen und auch mal einfach nur zu dösen.

 

Bericht & Photos Varar Wallheim