Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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15.04.2017 PESTE NOIRE, NAWAHARJAN, ANTIMATERIA & CHAOMEGA

 

Grundsätzlich sei ersteinmal gesagt, es tut uns leid, liebes BNR.de, dass zu diesem Zeitpunkt Verwirrung bei euch herrschte, aber wir hielten  es schlichtweg nicht für notwendig euch zu informieren.  Weiterhin sei gesagt und dies zur Vollständigkeit des Artikels vom 12.04.2017 "Schwarzes Musikspektakel am Ostersonntag": wir scheuen uns ebenfalls nicht, Linke „Event“-Veranstaltungen zu promoten, aber leider kommt aus dieser Richtung nur Dünnschiss und dafür ist uns die Zeit einfach zu schade. Also sorry, aber gerne könnt ihr uns informieren, sobald ihr endlich mal eine qualitativ hochwertige Veranstaltung auf die Reihe bekommt und wir dann auch völlig unvoreingenommen darüber berichten können. Doch kommen wir zurück und reden von den besseren Konzerten irgendwo in Europa am Ostersamstag. Die angekündigte Veranstaltung am 15.04.2017 in Zwickau, mit den angekündigten Bands CHAOMEGA, ANTIMATERIA, NAWAHARJAN und PESTE NOIRE,  ist ausgefallen!!!  

 

 

 

 

 

Das hättet ihr sicherlich gerne hören wollen. Allerdings wurde lediglich die  Veranstaltung  in eine andere Location verlegt um in gewohnter Manier und gediegener Abgeschiedenheit diesen Abend unter den Banner HELL UNLEASHED Chapter VIII in Ruhe durchführen zu können. Schon weit im Vorfeld und in Verbindung mit der Absage auf dem "Drohende Schatten" in Speyer im letzten Jahr konnte man eine ganze Reihe an Anschuldigungen und Meinungmacherei gegen die Franzosen PESTE NOIRE auf nationaler und internationaler ausmachen. Doch von vorn - Die abenteuerliche Reise zum Veranstaltungsort wurde  penibel geplant und bis ins Detail durchorganisiert. Da wurde im Vorfeld schon klar, der Veranstalter hat nichts dem Zufall überlassen, damit  dass Event nicht gefährdet wird. Wobei man an dieser Stelle sagen muss, es gibt eigentlich keinerlei  Gründe, warum die Franzosen heute nicht auftreten sollten. Jeder der über einen halbwegs gesunden Menschenverstand verfügt, kann die Aussagen von Frontmann Famine gründlich selektieren und entsprechend zuordnen ohne dabei in irgendwelche Spekulation zu verfallen.

 

Also, los ging es pünktlich um 20:30 Uhr mit den Polen CHAOMEGA. Die Herren sind mir noch nicht weiter in Erscheinung getreten. Die Band hatte 30 Minuten Zeit um das Publikum davon zu überzeugen, was CHAOMEGA bedeutet. Ziemlich räudig und aggressiv präsentieren sie ihren Black Metal. Die Stimmung war angespannt und der Saal war zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllt. Die gespannte Stimmung war eine Mischung aus Neugier was wohl heute noch passieren vermag und der Vorfreude das PESTE NOIRE bereits in greifbarer Nähe waren. Immer hielten sich Famine, mit seiner edlen schwarzen Jogginghose,  bereits im Saal auf und mischte sich unter das Publikum. Doch kommen wir zurück zu CHAOMEGA. Anfänglich hatte das Publikum noch etwas Scheu, rückte dann aber nach wenigen Minuten an die Bühne ran und hat sich geschmeidig den Sound um die Ohren ballern lassen. CHAOMEGA haben heute keinen tiefgründigen und bleibenden Eindruck hinterlassen, allerdings war dies ein angenehmer und guter Start für diesen Abend.

 

 

 

 

 

 

 

Welcher auch gleich einen ersten Höhepunkt hatte. Das Trio von NAWAHARJAN betritt nach einer längeren Umbaupause die  Bühne. Aber auch dort will es anfänglich nicht ganz funktionieren und der Sound musste immer wieder nachjustiert werden. Doch nach dem ersten Titel war alles bestens und die hypnotische Atmosphäre im blauen Licht nahm ihren Lauf. Die Musiker waren dunkel verhüllt in schwarzen Mänteln, das Schlagzeug donnert im Hintergrund und Frontmann Skandaz grölte kräftig in das Mikro.  Die Berliner waren heiß, das merkten die Zuschauer schnell. Immerhin waren die Herren eine ganze Weile nicht wirklich  präsent. Von daher waren auch die Anhänger im Saal hungrig nach diesem bizarren Schauspiel. NAWAHARJAN hinterlassen eine Blutspur - das hat gesessen und einen neuen Titel gab es zum Schluss auch noch obendrauf. Die surreale Stimmung wird weiterhin dadurch unterstützt, dass sich die Band eher wenig bewegt, sondern während ihrem Spiel fast monolithengleich verharrt. Da darf man gespannt sein, wie sich der neue Tonträger musikalisch entwickelt. Immerhin hat die EP "Into the Void"  schon einige Jahre auf dem Buckel.  Starke Show in einer bedrohlichen und bedrückenden Stimmung!

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es mit ANTIMATERIA. Kopf der Band Ahma hat mit seinem ersten Album "Valo aikojen takaa" gewaltig Staub aufgewühlt. Kein Wunder, das Teil trifft den anhaltenden Nerv mit fiesen skandinavischen Klängen und einen dekadenten Keyboard im Hintergrund. Ahma hat also weitere Musiker um sich gescharrt um den 2. Liveauftritt zu absolvieren. Und auch am heutigen Abend wurden die restlichen Skeptiker der Band überzeugt. Majestätisch und kosmisch strömen die Klänge wie eine schwebende Welle durch den Saal. Während des ersten Songs gibt es zwar noch kleinere technische Probleme, die aber ganz schnell behoben sind. Bei der Show wird mir, für meine Verhältnisse von den Musiker,  zu viel gepost, musikalisch sind die Jungs aber wirklich top. Vor diesem Abend waren ANTIMATERIA für mich noch ein gesichtsloses Blatt, doch diese überzeugt mich eines besseren. Man merkt, dass die Band ihr Handwerk versteht und die wehenden Haare der Menge sind die Bestätigung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast 45 Minuten haben PESTE NOIRE gebraucht um die Bühne für ihre gewaltige Show fertig zu machen. Während der Umbaupause blieb das Publikum starr vor der Bühne stehen um den eigenen Platz nicht einzubüßen. Die Spannung steigt deutlich an... dann war es soweit. Die Herren betraten die Bühne und ein Sturm an Applaus wurde ausgelöst. Famine, noch immer in seiner schwarzen Jogginghose, ergriff das Mikro und los ging es. Wie geil ist das denn, Gänsehaut von der ersten Minute an. Titel wie "Dueil angoisseus",  "La Blonde", "Le dernier putsch",  "Le mort joyeux", "Gisant dans la putréfaction" führten dazu, dass sich in der Mitte, des knacke vollen Saales, immer wieder ein Moshpit formierte.  PESTE NOIRE haben sicherlich für außenstehende einen gewaltigen Riss in der Birne, doch was hier und heute präsentiert wurde war vom feinsten. Jeder Besucher im Saal war geflashed und feierte die Band. Ein rhythmisch wogendes Meer aus Haaren, Oberkörpern und glücklichen Gesichtern drängt zur weiter zur Bühne. Das Publikum schlürft genüsslich jeden einzelnen der perfekt gesetzten Tempowechsel und zerfließt schließlich in der gut ausgeleuchteten Bühne. Es fühlt sich einfach großartig an, wenn die Stücke der Franzosen live ihre unglaubliche Wirkung entfalten, eine scheinbar perfekte Dramaturgie der Emotionen, die trotz der eher dunklen Gesamtstimmung vor allem Freude zu beschwören vermag. Auch  ältere Stücke finden den Weg in die Setlist und dürften kurz nach 1:00 Uhr  jeder Anhänger der Band zufrieden gestellt haben. Ein wirklich starker Abschluss.

 

Tracklist:

666 MILLIONS D'ESCLAVES ET DE DÉCHETS

LE DERNIER PUTSCH

GISANT DANS LA PUTRÉFACTION

LE MORT JOYEUX

LA FRANCE BOUGE

À LA MORTAILLE !

PAYÉS SUR LA BÊTE

DES MÉDECINS MALADES ET DES SAINTS SÉQUESTRÉS

DUEIL ANGOISSEUS

PAYSAGE MAUVAIS

SPLEEN

LA BLONDE

 

 

 

 

 

 

 

 

Was für ein genialer Abend, dieser hat sich mal eben als Kult entwickelt. An diesen Tag wird man sich noch ewig erinnern und hat den Status "Legendär" erhalten. Auch noch in Jahren wird man darüber mit leuchtenden Augen sprechen. Dies ist dem Veranstalter des HELL UNLEASHED zu verdanken, welcher sich im Vorfeld gründlich Gedanken gemacht hat und auch das nötige Rückgrat bewiesen hat. Schlussendlich bleibt zu sagen, man muss nicht immer polarisieren um eine Veranstaltung dieser Art durchzuführen. Weitere Hintergrundinformationen gibt es in der zweiten Ausgaben von "Der Pestbote".  Ausgabe #1 gibt es im Sturmglanz Store!

 

Schlusswort: Um nicht wieder unnötig torbetiert zu werden, möchten wir die anderen Medienvertreter bitten, dass ihr bei Verwendung von "Zitaten" von unserer Seite auch den Originallink angebt. Weil nur dann ergeben die Zitate, welche von euch ständig aus dem Zusammenhang gerissen werden auch einen Sinn und eure Leser können sich ein eigenes Bild dazu machen. Außerdem erhöht sich dabei die Klickrate und unsere Werbeeinahmen steigen ins unermässliche!

 

Bericht & Photos Varar Wallheim