Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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25.11.2016 - 26.11.2016 AUTUMN FROM HELL 2016

 

 

Das kleine beschauliche Hohenstein-Ernstthal im Erzgebirge war auch in diesem Jahr wieder eine Reise wert. Das Iron-Eagle-Team hat auch 2016 ihr kleines Festival AUTUMN FROM HELL erfolgreich auf die Füße gestellt. Das 2-Tage-Event fand auch in diesem Jahr wieder im Ortsansässigem Schützenhaus statt. Am Freitag spielten die Horden NARVIK, AD CINEREM und ENSIUM aus Italien. Leider konnte ich an diesem Tag, berufsbedingt nicht anwesend sein! Also ging es für mich am Samstag, einen Tag vor dem ersten Avent, in das gelobte Schwibbogenland. Nach knapp 2 Stunden Fahrt durch dichten Nebel und Temperaturen knapp über null Grad, kam ich pünktlich um 18.30 Uhr an der Location an. Allzu viele Besucher waren um diese Uhrzeit noch nicht anwesend.

 

Den Anfang machen an diesem Abend ASPHAGOR. Die Österreicher lassen sich aber nicht abschrecken, dass nur ein paar Gäste vor der großen Bühne lauern. Die Herren verfügen über jahrelange Live-Erfahrung und sind auf der Bühne eine absolute Macht. Spieltechnisch und Kraftvoll hämmern uns ASPHAGOR ihre Titel um die Ohren. Der Sound ist ausgesprochen gut, wobei diejenigen, die sich das Spektakel frontal ansehen, im Gegensatz zu den seitlich platzierten Gästen Abstriche machen müssen. Nichtsdestotrotz liefern die charismatischen Österreicher einen fantastischen Gig ab. Die Stimmung ist ausgelassen, und es ist einen Tick voller als im letzten Jahr. ASPHAGOR erntet am Ende von der bereits stattlichen Anzahl an Schaulustigen Applaus und diverse Jubelrufe aus dem Hintergrund - aus Bandsicht ein erfolgreicher Tag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit WANDAR. Das grandiose Album "Landlose Ufer" wurde bereits vor 3 Jahren Veröffentlicht. Live präsentieren sich die Sachsen-Anhaltiner extrem druckvoll, und insbesondere die knarzigen Vocals verleihen auch den epischen Stücken, die heute Abend deutlich die Überhand haben, das Prädikat "extrem". Verfechter von epischen Black Metal kommen hier und jetzt auf ihre Kosten. Ganz am Ende wird der Auftritt dennoch etwas ruppiger und brachialer. Ob Knüppelpassage oder elegantes Downtempo, die Musik von WANDAR ist nie besonders geradlinig, eingängig oder einfach. Trotzdem kann man jedes Detail heraushören. In Sachen Bühnenpräsenz agiert die Band erwartungsgemäß kraftvoll und agil - mit viel Gestik und Mimik agiert Frontmann Skoll von Kallenheim für eine intensive Verbindung zum Publikum. Ansonsten liefern WANDAR einen hochkonzentrierten und lupenreinen Gig ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes betreten WERIAN die Bühne. Hehe, was für eine gewaltige Dunkelheit und zähe Lavamasse überzieht nun das Schützenhaus in Hohenstein-Ernstthal. Sänger und Bassist stehen jeweils am äußersten Rand der Stage, abseits der Scheinwerfer. Mittig das gewaltige Schlagzeug. Erhält man hier den Eindruck, dass jedes Instrument eine gleichberechtigte Wirkungsweise hat. Extrem präzise werden die Tonwerkzeuge gespielt. Jedes erhält seinen eigenen ausführlichen Platz in den jeweiligen Songs. Die Gitarre sägt und kreist spielerisch um das Schlagwerk herum. Der Bass blubbert und brummelt eindrucksvoll und Tonnenschwer dagegen. Schlussendlich ergibt dies, zusammen mit den tiefen Vocals, ein elegant morbides Zusammenspiel. Es liegt schon eine gewisse Magie im Raum, es kribbelt, die Energie quillt als mächtige Welle langsam aus den Boxen und brandet die Zuhörer. Weniger pathetisch: geile Show, geile Stimmung!

 

 

 

 

 

 

 

Weitaus schneller und turbulenter geht es jetzt mit LUCTUS weiter. Schon auf dem diesjährigen UNDER THE BLACK SUN haben mich die Herren schwer begeistert. Für mich also heute die erste Clubschow der Band. Doch vorerst gibt`s nichts auf die Ohren, sondern nur für die Nase in Form von Weihrauch, der die Band und insbesondere die vorderen Ruhe im wahrsten Sinne des Wortes benebelt. Als ob sich die Band den Frust von der Seele spielen würde, drücken die Litauer dem Publikum ihre fiesen Black-Metal-Brocken mitten ins Gesicht. Der Sound ist anfangs bescheiden, bessert sich in der Folge allerdings deutlich. Von der Band angefixt, geraten die Anwesenden auch zunehmend in Ekstase. Zu Beginn noch spärlich besucht, entwickelt sich der Auftritt zu einem wahren Siegeszug. Rotierende Köpfe wohin das Auge schaut, nehmen LUCTUS den Laden nach Strich und Faden auseinander, was insbesondere auf die mit reichlich schnellen Songs gespickte Setlist und das eingespielte Bandgefüge zurückzuführen ist. Was für ein fetter Hassbatzen. LUCTUS wirbeln auf der Bühne herum, spielen geile Solis und schauen dabei tief in den Abgrund. Top!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wird jetzt schwer für INFERNO, da noch einen drauf zusetzen. Dennoch heißt es jetzt: stehen und staunen, als die Herren die Bühne betreten und die statischen Tschechen ihren unheilvollen, minimalistisch gehaltenen Black Metal zelebrieren. Abzüge in der B-Note gibt`s allerdings für den drucklosen Sound, auf denen schlussendlich ja doch ein Großteil der Songs von INFERNO beruht. Ohne jegliches Geplänkel wie Ansagen bolzen sich die Herren anschließend durch ein Set voller Highlights, welches in "The Firstborn from Murk" und "Metastasis of Realistic Visions" vom aktuellem Album "Omniabsence Filled by His Greatness" seinen Höhepunkt findet. Trotz der nur noch wenigen anwesenden aktiven Besucher, gab es eine motivierende Zugabe. Ein wahrhaft gelungener Abriss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch in diesem Jahr erwies sich das AUTUMN FROM HELL Festival als erfolgreiche Veranstaltung in Sachen Organisation, Getränkeangebot und Nudeln mit Tomatensauce. Ob es sich in diesem Jahr für den Metal Verein finanzielle gelohnt hat...  muss man abwarten. Wieder einmal habe ich mich hier sehr wohl gefühlt und einen tollen Abend gehabt. Für die richtig faueln unter Euch, gibt es hier die kompletten Photos als bequemen Download!

 

Bericht & Photos Varar Wallheim