Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

11.11.2016 SCHWARZMETALL NACHT - Ronneburg

 

Schon im Vorfeld war ich sehr gespannt auf diesen Konzertabend. Schon allein deshalb, weil das LineUp eine willkommene Abwechslung zu den reich vorhandenen Black und Death Metal-Gigs in der Region Thüringen und Sachsen ist. Also an diesem winterlichen Novemberabend aufgemacht und ab nach Ronneburg bei Gera. Nach Fahrt mit Stau, einmal falsch abgebogen und kurzer Parkplatzsuche war ich dann endlich angekommen. Nachdem ich die Örtlichkeit kurz "inspiziert" hatte, wartete ich mit einem Interessanten Gespräch mit dem Veranstalter auf die Eröffner des Abends - FLAK.

 

Die Süddeutschen kamen daraufhin auch schon prompt auf die Bühne und schon hier war der geniale, saubere und sehr differenzierte Sound auffallend! Und auch die Lautstärke war nicht schmerzhaft laut, aber natürlich auch nicht zu leise, sondern genau richtig. FLAK legten dann gleich los und spielten ihre Stücke der EP "Eiserne Legion". Das Publikum ließ sich während der Songs noch nicht so richtig aus der Konserve locken. Allerdings erntete die Band zwischen den Songs Applaus, den sie auch verdient hatten! Mir hat die Komplexität und Kraft verdammt gut gefallen. Positiv stach auch die präzise und wuchtige Schießbude hervor. Die Truppe präsentierte sich grundsolide und konnte mit einigen guten Riffs und Spielereien aufwarten. Klasse Gig!

 

 

 

 

 

 

 

FLAK

Der ursprüngliche Grund meines Erscheinens waren aber ARS VENEFICIUM, welche ich als zweite Formation im Bunde in der Vergangenheit auf Konzerten bereits ganz gut fand und ich darüber hinaus interessiert war, wie sich die Lieder vom aktuellen Album "The Reign of the Infernal King" auf der Bühne machen würden. Der Fünfer spielte gewohnt sicher und mit einer soliden Wucht. Sänger S offenbarte sich mit seiner üblichen, nicht sonderlich sympathischen, aber wohl ganz wirksamen Depri-Manier. Das neue Album haut also verdammt nochmal ordentlich rein und entfaltet Live noch mehr Kraft, als auf der Scheibe. Die Belgier haben mich erneut absolut überzeugt!

 

 

 

 

 

 

 

 

ARS VENEFICIUM

 

Schon im Vorfeld ist mir und vielen anderen auch klar, was nun kommen würde, nämlich die absolute Granate! SEKHMET sind eine Bank in Sachen Liveenergie. Sie können sowohl auf großen Festivalbühnen, als auch in kleinen Schuppen wie hier überzeugen. Der Sound ist gut, die Drums bollern in die Magengegend und auch sonst stimmt einfach alles. Im Focus stand natürlich das neue und aktuelle Album "Spiritual Eclipse", aber auch vom Vorgängeralbum "Words of the Master (Proverbs of Hell)" wurde einige Titel und nicht zuletzt und abschließend der Gassenhauer "Daath" gespielt. SEKHMET zermalmen alles und nehmen keine Gefangenen, so viel steht mal fest. Das Publikum bejubelt jede gespielte Note und der neue Sänger kündigte jeden Titel individuell an, um jeweils eine weitere Granate anzusagen und anschließend ins Auditorium zu bratzen. Hervorragend! Richtig geiler Shice! Das neue Album ist natürlich im Sturmglanz Store erhältlich und in der kommenden Sturmglanz Printausgabe "Der Pestbote" wird es ein ausführliches Interview mit den Tschechen geben. (http://sturmglanz.de/pestbote)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEKHMET

Bis dato habe ich unfreiwillig einen Bogen um TEMPLE OF OBLIVION gemacht. Obwohl die Sachsen doch des Öfteren Live auf der Bühne stehen. Nach zwei hervorragenden und überzeugenden Alben "Traum und Trauma" und  "Morituri Te Salutant" ist es nun für mich das erste Mal ein Ritual von TEMPLE OF OBLIVION zu sehen. Nach der kurzen Umbaupause und Intro legen die Herren und Dame  los. Nur wenige Minuten hatte die Besucher Zeit die Horde zu sehen, bevor der komplette Raum mit dichtem Nebel verräuchert wurde. Und ich meine auch dichter Nebel: bis auf die Kerzen und eine schemenhafte Darstellung des Nachbarn konnte man nichts mehr erkennen. Auch das öffnen der Außentür wurde mit noch mehr Nebel gesühnt. Obwohl man nur wenig gesehen hatte, war es ein spielerisches Highlight und Atmosphärisch eine ganz große Show. Die bitterbösen Krieger prügeln ordentlich los und die Gitarren klirren an allen Ecken und Kanten. Sänger Khenaz keift und brüllt wie der Gehörnte himself. TEMPLE OF OBLIVION haben sich mit diesem durchweg hochklassigen und atmosphärisch stimmigen Konzert als Liveband empfohlen und sind vielleicht für den ein oder anderen auch in konservierter Form wieder interessant geworden - der epische Black Metal kann nach wie vor überzeugen und war an diesem stilistisch vielfältigen Abend ein mehr als verdienter Headliner. Fett!!!

 

 

 

 

 

 

TEMPLE OF OBLIVION

Letztlich bleibt nur zu sagen: Fetzige Veranstaltung - die Besetzung des Abends deckte sehr unterschiedliche Facetten des Genres ab und das mit wirklich hochklassigen Highlights. Da wundert es auch nicht, dass die anschließende "Allgemeine Verkehrskontrolle" der Polizei relativ drollig und unorganisiert von statten ging. Nach der Verneinung des Alkoholtestes und der Frage nach dem Dienstausweis der Beamtin, war der unfreiwillige Stopp schnell vorbei und gestaltete sich für mich als innerlicher Parteitag. Warum ich dann doch ohne Überprüfung meiner Daten und Papiere abfahren durfte, wissen wohl nur die Göttter!

 

Bericht & Photos Varar Wallheim