Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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08.10.2016 ARTAM, CAMULOS, STAHLFRONT & ARKONA

 

 

 

 

 

Und wieder einmal ein Konzert aus der Rubrik - Irgendwo in Europa. Neuschwabenland Konzerte präsentiert: Welch ein geniales LineUp kündigte sich in einer vertraulichen Rundmail an ausgewählte Personen an. Spielen sollte am 08. Oktober 2016 neben ARTAM, CAMULOS, STAHLFRONT auch die polnische Horde ARKONA. Die gesamte Organisation, angefangen von der Planung, über die Vorbereitung bis hin zur Durchführung klappte die Veranstaltung nahezu perfekt. Vom Treffpunkt irgendwo in der Walachei wurden die eingeladenen Besucher abseits vom großen Rummel in eine Location geordert. Dort wiederum wurde man empfangen und zügig eingewiesen. Die Location an sich, großzügig und einladend. Eine kleine Bühne, ein paar Scheinwerfer, die Boxen auf Bierkästen sowie eine kleine Bar zierten den Raum. Nachdem wir kurz nach halb neun eingetroffen  waren, betrat die erste Band bereits die Bühne.

 

 

 

 

 

Die Rede ist von ARTAM. Die junge Horde hat gerade eine Split "Väterchen Frost" mit WOLFKRIEG aus Russland über Sturmglanz Produktionen veröffentlicht ( + Sturmglanz Store ). Außerdem gibt es bereits ein Album mit dem Namen "Wahrheit Durch Krieg". Ohne große Show gingen die Herren an ihre Instrumente und schepperten ordentlich drauf los. Was für ein genialer Abriss. Das ARTAM bereits über eine Anhängerschaft verfügen, demonstrierte das Publikum mehr als offensichtlich.  Die Titel sprechen eine deutliche Sprache: "Todgeweiht", "Schweinepriester", "Luzifer" oder mit "Meine Bestimmung" zogen ARTAM die Aufmerksam im gut gefüllten Club auf sich. Schlussendlich gab es dann einen der bekannteren Tracks "Wahrheit durch Krieg"  auf die Lauschlappen. Der Sound war für die Verhältnisse spitze, was wohl auch an der niedrigen Decke lag. Die Vocals kamen aus dem Hintergrund, da diese vom Schlagzeuger übernommen wurden, oder umgekehrt. Diese Doppelbesetzung wirkte sich allerdings keines Falls negativ aus. Klasse Auftritt. Ich bin mir sicher, ARTAM werden in Zukunft eine Rolle auf diesem Gebiet spielen. Genial.

 

 

 

 

 

 

Jetzt waren schon CAMULOS an der Reihe. Für mich eine  herausragende Band in diesem Genre. Klare Linien, klare Ansagen und eine  konsequente Vorgehensweise. Ich war wirklich gespannt. Der Umbau zog sich zwar etwas hin, aber diese Zeit wurde mit interessanten Gesprächen genutzt. Dann endlich ging es los. Boahhh was für ein großartiger Auftakt. Kurzes Intro und ab ging die Post. Die Vocals hallten aggressiv und verständlich in den Raum und Titel wie "Der Untermensch", "Heuchelnde Lämmer", "Die Engel fliegen mehr", "Blinder Geist", "Armee der Finsternis", "Antichrist" oder auch "Letzte Schlacht" flogen uns um die Ohren. Dabei überzog sich mein ganzer  Körper mit einer dezenten Gänsehaut. Im Raum blickten die Zuschauer gebannt auf die Bühne, rissen die Fäuste nach oben und grölten die Titel mit.  Legendär, würde mein Opa voller Stolz jetzt sagen. Nachdem die offizielle Titelliste ausgeschöpft war und das Publikum einen weiteren Nachschlag forderte, gab es schlussendlich noch einmal Den-CAMULUS-Titel schlechthin "Der Untermensch". Sichtlich zufrieden und begeistert strömten die Besucher nach draußen an die kalte und klare Luft.... Solche Auftritte vergisst man im Leben wohl so schnell nicht mehr.

 

Umbaupause zu STAHLFRONT. Die Herren haben personell ordentlich aufmunitioniert. Zwei Gitarren, Bass sowie ein "prominenter" Vertreter am Schlagwerk. Also wenn dies heute nichts werden sollte... Ein theatralischer Einzug mit schwarzer Flagge, Feuer und Uniformen ließen das Ereignis beginnen. Die Herren haben ihre Schiene und Stil eindeutig gefunden. Und das gesamte Konzept wirkt offensichtlich: Radikaler Black Metal mit melodischem Anteil und deutlich germanischer Aussprache. STAHLFRONT bekommen es während ihres Auftrittes hin, eine eigene bizarre Atmosphäre aus dunklem Okkultismus und elitärer Hochkultur wirken zu lassen. Eine Auswahl aus allen drei Veröffentlichungen wurde an diesem Abend gespielt und mit kleineren Ansagen versehen. Fast eine Stunde zelebrierten STAHLFRONT ihre Propaganda bis schlussendlich, in gewohnter Manier, das BLITZKRIEG-Cover "Götter der Germanen" auch den letzten Besucher wieder aufstehen ließ. Das Ding hier und heute war nur nicht nur rund sondern nahezu perfekt inszeniert und voller Hingabe sowie aus tiefster Überzeugung agiert. Auch der Abgang erinnert an einen dunklen Orden nach völkischer Machtergreifung.

 

Den Abschluss machte an diesem Abend die polnische Horde ARKONA. Mittlerweile war es schon halb zwei und die Reihen lichteten sich. Wer aber ARKONA kennt, weiß was jetzt noch geschehen sollte. Mit neuem Album im Gepäck geben uns die Herren ihren Sound. Viel muss man hierzu nicht sagen: absolut geil. Der Sound ist dazu ausgezeichnet, auch etwas, das man beileibe nicht von jedem Underground-Auftritt sagen kann. Wer die Polen einmal in solch einer Situation erlebt hat, der muss einfach anerkennen, dass die Herren die Fackel weiter tragen wie keine andere. Zwar haben sie sich immer wieder verändert und entwickelt, doch sind sie ihren Anfängen treu geblieben, was man von kaum einer anderen Band dieser Generation behaupten kann. Genau dafür werden sie heute Abend gefeiert und genießen es sichtlich.

 

Die Schlacht ist geschlagen. Von einem eigenem Highlight oder Headliner kann man an diesem Abend nicht sprechen. Alle vier Bands waren herausragend und wussten zu 100% zu überzeugen. Klasse Organisation trotz widriger Umstände. Gerne wieder! Da haben die Damen und Herren der gesellschaftlichen Grundordnung wieder ein handfestes Schnippchen geschlagen!

 

Bericht & Photo Varar Wallheim