Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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03.09.2016 TORN YOUR TIES 2016 Bobstadt

 

03.09.2016 TORN YOUR TIES 2016 in der Nähe von Bobstadt in Baden-Württemberg. Viele Medienberichte und Radiosendungen ließen die Wellen von Woche zu Woche bis zum Festivalbegin höher schlagen. Grund hier war die vom Veranstalter angekündigte Band PERMAFROST aus Sachsen Anhalt.  Der Vorwurf: PERMAFROST  seien eine Neonazi-Band. Die Anschuldigen gingen immer wieder in dieselbe Richtung. Kaum kam es seitens der Medien zu eigenen Recherchen. Scheinbar wurde lediglich das Copy-Paste-Prinzip aus dem Linken Flügel verwendet und in die jeweiligen Internetseiten und Zeitungen blind übernommen. Im Unterschied zum Veranstalter, wurde allerdings nicht eine einzige Anfrage oder Stellungnahme seitens der Band PERMAFROST eingefordert. Nur  eine Strafanzeige wurde gegen die Horde gestellt.  Anders als zum Veranstalter. Dieser musste ein Parkour von Fragen, Anschuldigungen und persönlichen Einladungen über sich ergehen lassen. Sogar eine Ausladung der besagten Band wurde gefordert - All das wurde jedoch hervorragend vom Veranstalter bewerkstelligt und dieser hielt an einer Einladung der umstrittenen Band strikt fest und zeigte keine Kompromissbereitschaft diesbezüglich. Ganz Im Gegenteil - es wurde ein neuer Veranstaltungsort gewählt und alle Auflagen der Ordnungsämter wurden penibel erfüllt. Hierzu gibt es an dieser Stelle von Sturmglanz und ich denke, ich spreche hier im Namen aller Festivalbesucher Respekt und Anerkennung aus. Darüber wird man noch lange sprechen.

 

Der Höhepunkt dieser Kampanie war eine Ankündigung einer Gegenmaßnahme von diversen Organisationen: Darunter waren unter anderen der Asylkreis Bad Mergentheim, Demokratiezentrum Baden-Württemberg, SPD, Grüne & Linke Main-Tauber, Initiative "Mergentheim Gegen Rechts", DGB Main-Tauber, IG Metall Tauberbischofsheim & FilmFaktum.  Und was war? Nix war! - nicht ein Vertreter dieses Bündnisses wurde gesichtet oder hat sich aktiv selbst ein Bild machen wollen oder wollte sich über den Verlauf des Festivals erkundigen...Soviel zum Thema "Reden & Taten"!!! Dann doch lieber mit der Mutti auf dem Sofa sitzen, RTL II schauen, Dosen-Riesling trinken und Krabbenchips vertilgen.

 

 

 

 

 

Nach dem nun all diese Diskussionen und Anschuldigungen im Sand verliefen, wurde erneut eine "Sau durchs Dorf" getrieben. Diesmal in Hinblick auf die verachtenden Texte gegen Menschlichkeit und der Ablehnung aller Religionen im Black Metal. Und diesmal haben sich genau die Richtigen zu Wort gemeldet. Denn genau darum geht es - Vernichtung und Ausrottung des Christentums, die Verachtung der menschlichen Rassen und die Prophezeiung der diabolischen Apokalypse.  Denn das ist  Richtig: Black Metal hasst  schwarze Menschen, Black Metal hasst  Asiaten, Black Metal hasst alle Rassen - Black Metal hasst alle Menschen... aber dies ist ein anderes Thema!

 

Doch kommen wir zurück zum TORN YOUR TIES 2016. Im Vorfeld bekam jeder Besucher eine E-Mail mit den Koordinaten des Veranstaltungsortes. Blöd nur, dass in der Gemeinde Bobstadt kein Flächendeckendes Mobilfunknetzt verfügbar war. So eierten wir erst einmal bis Bobstadt und guckten uns blöd an. Plötzlich tauchten ein paar Fahrzeuge auf, welche sicherlich auch zum Festival wollten. Also nix wie hinter her...  raus aus Bobstadt, über einen Landwirtschaftlichen Weg, welcher  von Meter zu Meter enger und staubiger wurde. Das hatte ich das letzte Mal so in den 90zigern erlebt. Aus dem Wald wieder raus, tauchte plötzlich ein großen Feld mit einer Scheune auf, in welcher schon recht ordentlich Lärm gemacht wurde. Es war nämlich bereits kurz vor 17.00 Uhr.

 

 

 

 

 

Das Ding stand wirklich mitten auf dem Feld und versprüht ein eigenartiges angenehmes Gefühl. Ein Platz wo man sich sofort wohl gefühlt hat. Also wurde das Auto direkt vor der Scheune geparkt und das Festival konnte für uns los gehen. Wie gesagt die erste Band ROHAVARD konnten wir leider nicht mehr sehen, da wir etwas später ankamen. Demnach war H'OR RYDIG für uns der Anfang des Festivals. Keine Ahnung wer oder was diese Horde ist, aber es war spitze. Radikal, dekadent und extrem brutal ballern uns die Herren [?], in kompletter Montur und Sturmhaube, ihr Material um auf die Lauschlappen. Der Sound ist zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz optimal, mir ist das momentan aber völlig egal und genieße lieber Songs auf dem genialen Festivalgelände und der schick dekorierten und asphaltierten Scheune. Also, H'OR RYDIG unbedingt merken. Dieser Auftritt war nicht artig. Klasse!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es nach einer längeren Umbaupause, aufgrund technischer Probleme mit DRUDENSANG. Nun ja, was soll man dazu noch sagen. DRUDENSANG sind absoluter Abriss. Die Gitarren sägen, das Schlagwerk donnert und Frontmann Aske keift was die Stimme hergibt. Es gibt kein leeres Gepose, wenn die Bayern krachend brachial voll auf die Fresse servieren und das tut auch mal gut. Während ihren Auftritten wird immer deutlich, dass ihre Basis mehr oder weniger gewöhnlicher Black Metal ist, nur eben ausgebaut mit abenteuerlichen und Dissonanzen spielenden Gitarrenläufen und mehr rhythmischer Vertracktheit. Und dies macht die ganze Sache stilvoll ohne dabei zu keinem Punkt langweilig. Der Großteil des Publikums feiert DRUDENSANG, nicht ganz zu Unrecht.

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch gibt es ein paar Worte zur Organisation. Das gastronomische Angebot war übersichtlich, aber durchaus ausreichend. Die angebotene Bratwurst war Geschmackssache, aber das Steak war ein echt leckerer Fleischbatzen. Es gab eine Stempelkarte, welche man im Wert von 10.00 Euro erwerben konnte. Ein Rücktausch war aber auch kein Problem. Die anwesenden Ordner hatten die Geschicke der Organisation in der Hand. Und dies war tadellos. Freundlich und Hilfsbereit unterstützen sie die Besucher wo sie konnten.

 

Als nächstes spielt eine Band, welche man nur sehr selten sehen kann. Die Rede ist von PESTNEBEL. Mit einem neuen Album "Nachtwelten" am Start, verwandelten sie die Scheune in einen Hexenkessel. Absolut überzeugend. Vor der Bühne war es knacke voll und das Publikum jubelte der Horde entgegen. Ja so ist es, wenn man seine Auftritte gut dosiert und nicht auf jeder Dorfkirmes auftritt. Sehr erfrischend und mächtig präsentiert sich der Pestmeister. PESTNEBEL lassen vom Start weg keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass ihr Old-School-Black-Metal genau der Stoff ist, für den Livekonzerte einst erfunden wurden. Und angesichts der energiegeladenen Performance eine mitreisende Art aufweist. Zusätzlich ist im technischen Bereich alles top: Die Gitarren braten, das Schlagzeug klingt angenehm voluminös, und der Bass ballert. Ein astreiner Gig, eine grundsympathische Truppe, und damit eine absolute Empfehlung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun also PERMAFROST, der Stein des Anstoßes! Dass diese ganze Diskussion über PERMAFROST den Herren am Arsch vorbeigeht sieht man ihnen durch ihre Gelassenheit deutlich an. Gut so, denn Bühnentechnisch hält man sich nicht zurück. Doch nicht nur musikalisch gibt's auf die Fresse sondern auch verbal, denn Porcus pöbelt wieder ordentlich los und kann es nicht lassen immer wieder paar Sätze über die aktuellen Vorwürfe vom Stapel zu lassen. Porcus weiß haargenau was die Leute wollen, nämlich Black Metal der alten Schule und er ist willens das zu geben. Ein paar ältere Songs gibt es selbstverständlich auch und an den Reaktionen darauf merkt man doch deutlich, dass sich hier eher die alte Schiene einer großen Beliebtheit erfreut. Aber auch die Titel vom neuen Album "Spiritual Isolation" werden wohlwollend aufgenommen und verinnerlicht. Heute wirkt die Band beinahe ein klein bisschen sympathisch, allerdings auch nur fast. Beeindruckend war der Auftritt von PERMAFROST allemal: Die Energie, die Brutalität die die Herren mittels Präsenz und Spiel mit dem Publikum versprühen, ist einmalig. Und so nimmt es nicht wunder, dass nach dem letzten Akkord aufs heftigste bejubelt und Zugabeforderungen gestellt wurden. Während des Auftrittes gab es Besuch von zwei Ordnungshütern in Uniform, welche sich das Treiben kurz anschauten und nach wenigen Minuten wieder abfuhren. Haben sie doch bemerkt, dass es keinen Grund für eine weitere Auflage gibt und das Festival keinerlei Ordnungswidrigkeiten aufwies. Haben sich alle Vorwürfe und Anschuldigen in etwa nicht bestätigt? Scheinbar nicht... ! Das war er nun, der Auftritt welcher Wochen und Monate lang Behörden und Bündnisse beschäftigte.  

 

 

 

 

 

Im Anschluss spielten PARAGON BELIAL. Auch noch nie Live gesehen aber auch eine Macht. Dreckig, Rockig und Old-School-Black-Metal. PARAGON BELIAL liefern einen geilen Auftritt ab. Andras springt hin und her, Thyrannoizer steht einfach nur cool rum und Endriði gibt hinter der Schießbude sichtlich alles. Und vom ersten Moment an reißen sie das Publikum mit sich und zelebrieren eine Orgie in Black und Thrash, die sich gewaschen hat. PARAGON BELIAL sind so over the top, dass es einem Außenstehenden nur schwer zu vermitteln ist. Und die äußerst rabiate Musik findet ihr Gegenstück in der wilden Darbietung, die einfach nur mitreißend und unglaublich Metal ist - ein besseres Wort lässt sich dafür nicht finden. Am Ende bleiben ein seliges Grinsen und die Erkenntnis, dass es nach einem solchen Set sehr schwer für die folgenden Bands werden wird.

 

 

 

 

 

Als diesjähriger Headliner waren eigentlich die Herren EMINENZ aus dem Erzgebirge geplant. Diese hatten allerdings abgesagt. Aber vielleicht klappt es im nächsten Jahr. Als Ersatz wurden die Jungs von SCHRAT eingeladen. Und dies war keine schlechte Idee. Das sich die Besetzung mit DRUDENSANG überschneitet ist wohl kein Geheimnis mehr. Allerdings machen SCHRAT einen merkbaren anderen Black Metal. Die Bayern haben es geschafft, sich einen eigenen Stil anzueignen. Im Großen und Ganzen wurde der Spielplan eingehalten und so war es jetzt mittlerweile halb Eins. Die Herren lassen sich aber davon nicht beirren und beweisen zusammen eine beeindruckende Show. Mittelpunkt war natürlich die aktuelle EP "Artefakt", welches hier fast perfekt Live umgesetzt wurde. Ich hoffe, hier gibt es bald ein neues Album in genau diesem Stil.

 

 

Als Fazit sei gesagt, dass das TORN YOUR TIES ein hervorragendes Festival ist. Mit 200 Besuchern, einer angenehmnen Atmosphäre und ein klasse Publikum mit vielen Individuen, welche sich nicht von oberflächlichen Kampanien beeinflussen lassen. Ich bin noch immer begeistert und geflasht (so wie man jetzt neudeutsch sagt). Zu hoffen bleibt, dass die ganze Vorgeschichte keinen negativen Nachgeschmack hat. Denn alles was vorher in negativster Weise vorhergesagt wurde traf in keinster Weise ein. Daher noch einmal: Danke an den Veranstalter und seine Crew. Ihr habt echt Eier bewiesen! Ich ziehe den Hut!

 

Nachdem nun nun keine Argumente mehr Stand hielten, haben sich schlussendlich doch noch die richtigen zu Wort gemeldet: Die Kirche. Doch diese Ausaagen treffen den Nagel auf den Kopf. Die Verachtung des Christentums und deren heuchlerischen Thesen ist die zentrale Botschaft des Black Metal. Amen!

 

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Bericht & Photos Varar Wallheim (September 2016)