Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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16.07.2016  14. ETERNAL HATE FEST 2016

 

 

Ich hasse sinnbefremdete Wortspielerein, allerdings in diesen Fall mache ich Ausnahmsweise selbst davon Gebrauch: "Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus". Mit dem diesjährigen ETERNAL HATE FEST 2016 gab es am 16.07.2016 eines meiner persönlichen Festival-Highlight in diesem Jahr. Nicht zuletzt weil sich die Herren von AD HOMINEM erneut in Tschechien eingefunden haben und ich bekanntermaßen eine große Schwäche für die Franzosen haben - musikalisch gesehen!!! Bereits kurze Zeit nach dem ETERNAL HATE FEST im Jahre 2014 gab die Organisation des Festivals bekannt, dass AD HOMINEM ebenfalls im Jahr 2016 spielen werden. Versprechen gehalten - zuverlässig & konsequent. Und zum anderen, weil wir das erste Mal mit der STURMGLANZ BLACK METAL MANUFAKTUR, in Form eines kleinen Verkaufsstandes Gesicht und Flagge gezeigt haben. So haben wir doch in der Vergangenheit eher im Verborgenen gearbeitet. Wir haben viele "virtuelle" Freunde kennenlernen dürfen und der Stand war als Kommunikationspunkt gut frequentiert. Macht Euch aber keine Illusionen, dies wird nicht zur Regel werden und tauchen Grund solide wieder ab... Das LineUp kann sich in diesem Jahr wieder sehen lassen. Allein aus diesen Gründen unterstützen wir das Fest nach bester Möglichkeit. Doch fangen wir von vorn...

 

Wie auch die Jahre zuvor war wieder BombenSommerWetter (Oooh, darf man das so in dieser sensiblen Zeit noch sagen? Ja!). Gegen 12.00 Uhr angekommen, war schon recht viel auf dem Gelände des Festival los. Wir haben erst einmal in Ruhe unseren Sturmglanz Stand aufgebaut und die Lage gepeilt. Dies blieb auch nicht lange unbemerkt und das ein oder andere Bierchen konnte schon in Anspruch genommen werden. Dies war dann auch der Grund warum ich die erste Band ARMILLARIA nur aus dem Augenwinkel betrachten konnte. Aber dies was man unter der brütenden Sommersonne hören konnte, war eigentlich kein schlechter Einstand. So richtig viel ist von der Horde allerdings nicht bekannt. Sehr brutal und roh verlief der Festivalbeginn mit ARMILLARIA - sollte man vielleicht im Auge behalten.

 

Ähnlich ging es mit POPRAVA weiter. Die Herren hatten schon so etwas wie ein Heimspiel. Die Tschechen sind in ihrem Heimatland recht bekannt und mit ihrer morbiden und schlagkräftigen Art ein echter Hingucker. Nee, besonders filigran waren die Herren nicht, wohl eher ein "hau drauf" - Kommando. Joa, aber schlecht waren sie keineswegs.

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit KRAAKE. Zu meiner Überraschung war die junge Frontfrau Valfarin nicht mit am Start. Der "neue" am Mikrophon ist Fjord, welcher bereits bei andern Bands aktiv ist und war. So im Nachgang betrachtet, war dies eigentlich kein schlechter Auftritt. Klar ist jetzt die Besonderheit einer Frontfrau verpufft, aber Fjord hat sich recht gut in die Thematik eingebracht und überzeigt nicht nur mit seiner barbarischen Stimme sondern auch mit seinem Outfit. Muss wohl enorm heiß unter der Kutte gewesen sein, immerhin knallte die Sonne jetzt in ihrer ganzen bracht auf die Köpfe nieder. Egal, gute Show mit überraschender Wirkung und überzeugtem Ausgang. Sehr gut.

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle hab ich irgendwie ein bisschen den Faden verloren. Als nächstes war das Duo AGAROTH an der Reihe. Muss man jetzt mal ehrlich sagen, dass war nix. Wüstes Rumgekeife, helle Gitarrenriffs  und überhaupt war dies für mich 40 Minuten purer Lärm. Irgendwie haben mich die Mexikaner so gar nicht überzeugt. Weiter ging es mit SÖJARUUN aus Estland. Auch dies ging an mir vorbei, da es irgendwie nicht funkte. Zu  lapidar zu einfach zu unauffällig. Während der Alkoholspiegel meines Standnachbarn`s immer weiter stieg versuchte ich mich an einem kühlen Bibob mit Kältetod. So richtig viel war noch nicht los auf Gelände. Obwohl der Veranstalter in diesem Jahr Gastronomisch ordentlich auf munitionierte. So gab es in diesem Jahr einen festen Stand für kulinarische tschechische Köstlichkeiten,  u.a. gab es Salat, Hamburger, Eintopf, Leberkäse, Bratbockknackirgendwaswurst (lecker) zu unverschämt günstigen Preisen. Ja sogar ein eigenständiger Klo-Mann war tätig, welcher immer mal mehr oder weniger die Toiletten auswischte und die Papierhandtücher auffüllte. Nobel, nobel...

 

Dann waren URT aus ebenfalls aus Estland an der Reihe. Mmmmh, eigentlich war mir die Horde in positiver Erinnerung. Gerade das aktuelle Album "IXI" schießt die Gehörgänge gründlich fei. Die Erwartungshaltung war daher auch sehr hoch. Joa... und diese erfüllte sich dann auch, wenn man nicht unbedingt auf die Bühne schaute. Der Grund war, sagen wir mal so: die unvorteilhafte Bekleidung der Herren. Die Grobmaschigen Frauenstrumpfhosen waren wohl an diesem Tag in Neuern ausverkauft, da sie von der Band bzw. Frontmann genutzt wurden. Mensch, das sah schon ein wenig komisch aus... Aber musikalisch ging alles gut!

 

 

 

 

 

 

Jetzt war der Zeitpunkt für einen mächtigen Hassbatzen. Die Rede ist von PERMAFROST. Die Jungs sind grad höchst populär und scheinen das auch in vollen Zügen für ihre Vorgehensweise zu nutzen. Ein kurzer Soundcheck und schon scheppert es aus den Boxen. Anfänglich war der Sound matschig und schlecht, wurde dann aber kurze Zeit später um einiges besser. Wie angekündigt lärmten bekannte Titel wie "King of the Serpents", "Kraft durch Krieg", "Ave Satan Lucifer", "Lawless", oder "Dragon of the Other Side"  aus den Boxen. Frontmann Porcus war wie immer mächtig angepisst und warf mit allerlei Gegenständen um sich. Waren es anfänglich "nur" blutige Organe, musste später der Mikroständer dran glauben. Auch die übliche Publikum-Beleidigung wurde mit zunehmender Zeit  massiver. Doch das ist genau das, was PERMAFROST-Anhänger wollen - unterhaltsam, räudig, pervers und ein bisschen Geisteskrank. Die personelle Konstellation wirkt auf mir sehr stimmig und dadurch extrem abgeklärt sowie professionell. Die knapp 40 Minuten vergingen leider wie im Flug. Ansonsten alles richtig gemacht, sehr geil.

 

 

 

 

 

 

 

SEKHMET haben auf dem ETERNAL HATE FEST Hausrecht und gehören zum Stamm des jährlichen  LineUps. Die Bühne wurde aufwendig umgebaut und die organischen Reste der Vorgänger Horde PERMAFROST "liebevoll" beseitigt. Zwei riesige gedrehte Kreuze zierten die Stage und die Umgebung wurde "feuerfest" gemacht. Genau wie im letzten Jahr haben die Herren eine fette Feuershow während ihres Auftritts im Gepäck. Die Tracklist zierten eine ganze Menge Titel vom kommenden Album. Dadurch war das mit dem mitgrölen nur bedingt möglich. Allerdings verstärkt das die Spannung auf dieses neue Album. Spätestens beim Krachertitel "Daath" war dann auch das restliche Eis gebrochen. Das Publikum flippte aus und auf der Bühne fackelte es ununterbrochen aus allen Löchern. Wieder einmal haben SEKHMET volle Leistung abgeliefert. Zu Recht stehen sie an der Spitze der besten tschechischen Bands, obwohl sicher der Ruhm langsam auf ganz  Europa ausbreiten sollte. Einen guten Eindruck hinterlässst dieses Video hier!

 

SEKHMET Tracklist:

01. Religious Infection (upcoming new album)

02. Die For Your God (upcoming new album)

03. Zyklon (Masova ocista Cloveka)

04. Daath (Words of the Master)

05. Okularis Infernum (Okularis Infernum)

06. Enforced Discipline (upcoming new album)

07. Pomsta Pekelnych Legii (Okularis Infernum)

08. Death is the Law (upcoming new album)

09. Bonus was a song from upcoming album

 

 

 

 

 

Jetzt sollte die Spannung weiter steigen. Das Publikum war jetzt nicht nur durch die massive Feuershow dezent erhitzt. Der Kaiser betrat die Bühne und stimmte seinen Bass. Die anderen Musiker ebenfalls. Die Menge strömte an den Bühnenrand. Auch ich bekam langsam feuchte Hände... Einige der der Zuschauer fielen durch unqualifizierte Handlungen auf. Dies war jetzt hier der falsche Platz und Zeitpunkt. Das mächtige Intro begann seinen Lauf. Und es lief und lief und lief... mindestens 10 Minuten! Doch plötzlich war es aus... der Veranstalter Daniel betrat die Bühne und verkündete das AD HOMINEM ihren Gig canceln... "Das ETERNAL HATE FEST ist und bleibt eine unpolitische Veranstaltung", so sein Statement. Jetzt waren kurzzeitig die Tränen in meine Augen geschossen und der Bullermann wurde wieder ganz klein... - Show oder Kalkül? Keine Ahnung, zum Glück rollte kurze Zeit später der infernale Intro wieder an.  Der Kaiser und AD HOMINEM sind und bleiben mächtig!!! Das müssen sich sogar NICHT-AD-HOMINEM-Anhänger an diesen Abend neidvoll eingestehen (nicht war Herr G.?). Der Sound ist gut und die Stimmung aggressiv... Jey... wie geil. Schon beim zweiten Titel "Death & Cunt" gab es für mich kein Halten mehr. Ich stürmte in die Menge und ries beide Fäuste nach oben. Unglaublich Intensiv und impulsiv. Genau solche Momente bleiben langfristig in Erinnerung und geben den Geist des Black Metal`s weiter. Sau stark und nachhaltig!

 

AD HOMINEM Tracklist:

01. Anus of Yahweh

02. Death & Cunt

03. Arbeit macht Tot

04. Glory Hole Jesus

05. Dictator

06. Slaves Of God

07. Go Ebola

08. Antitheist

09. Achtung

10. Before You Turn Blue

11. Planet Zollfreier Organistions Gruppen

 

Zugabe:

12. Impaled Muhammad

13. Will To Power

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Rausschmeißer und Schlussdienst hatten in diesem Jahr die Polen ARKONA. Aus meiner Sicht sind die Herren immer noch ein totaler Geheimtipp und kommen einfach nicht richtig zur Geltung. Klar, jetzt hat sich der Großteil der Zuschauer schon verpisst. Doch mit ARKONA haben sie eine perfekte Show verpasst. Neben bekannten Titel gab es auch neue Titel zu hören, welche extrem vielversprechen klingen. Ich glaube da kommt was Großes auf uns zu. Showtechnisch haben mich die Herren wieder ein Mal absolut überzeugt. Parallell baute ich den Sturmglanz Stand ab und könnte mir an dieser Stelle keinen besseren Soundtrack für dieses Festival vorstellen. Gegen 01:30 Uhr endende würdevoll nun auch mit ARKONA dieses Spektakel. Großartiges Ende an diesem Tag!

 

ARKONA Tracklist:

01. Módl sie do wiatru o powrót mój ("Konstelacja lodu" album 2003)

02. Śmierć i przeznaczenie ("Lunaris" upcoming album 2016)

03. Nie dla mnie litość ("Lunaris" upcoming album 2016)

04. Zasypiając w strachu ("Chaos.Ice.Fire" album 2013)

05. Przyszły zdrajca chrześcijańskiej masy ("Bogowie zapomnienia" demo 1994)

06. Lunaris ("Lunaris" upcoming album 2016)

07. Ziemia ("Lunaris" upcoming album 2016)

 

 

 

 

 

 

Was bleibt zu sagen. Nicht viel...  Wieder einmal haben Daniel und seine Crew ganze Arbeit geleistet und ein kleines und fetziges Festival auf die Beine gestellt.

 

 

 

 

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Bericht Varar Wallheim / Photos Varar Wallheim & Kältetod