Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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UNDER THE BLACK SUN FESTIVAL 2016

 

Freitag 01.07.2016: Um 14.00 Uhr eröffnen LUCTUS das Festival mit ihrem Auftritt auf der kleinen Bühne. Die Letten geben von der ersten Minute an richtig Gas. Ich hab zwar schon einige Male etwas von der Band  gehört, aber nie wirklich registriert, geschweige denn beschäftig. Werde ich aber bald mal tun. Die Mucke geht ganz ordentlich ins Ohr. Das LUCTUS seit über 10 Jahren bereits am Start sind, merkt man deutlich...

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es mit MUERT aus Spanien. Die Herren waren vor kurzen auf Europatour. Somit sind sie dem einen oder anderen ein Begriff. Die Spanier, bestehend aus drei Musikern, nehmen kurz Maß und ballern dann munter drauf los. Gut anzuhören - die Anzahl der Zuschauer vor der Bühne erhöht sich kurz nach 15.00 Uhr deutlich. Das Publikum flippt aus und frisst MUERT aus der Hand. Die avisierten 40 Minuten vergehen dabei wie im Flug. Verschnaufpausen gibt es hier nicht, hier wird stur durchgespielt, und das in musikalischer Höchstform.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächsten spielten FIN. Keine Ahnung wer diese sind. Ein Duo mit Gitarre und Schlagzeug. Anfänglich waren die aufwendigen Riffs durchaus  interessant. Später hingegen war genau dies und der keifende Gesang nur noch nervig. Ziemlich emotionslos und desinteressiert donnerten die beiden Amis ihr Set runter - fertig und wieder weg. Überflüssig! Schade, gibt bestimmt `ne Menge guter Bands aus der Region, welche diesen Slot eingenommen hätten.

 

 

 

 

 

Weiter ging es mit DRENGSKAPUR, welche kurzfristig eingesprungen waren. Anlässlich ihrer 7" Split-Veröffentlichung zusammen mit SZARLEM passte dies auch ganz gut. Die beiden Herren, bleiben Qualitativ top und grundsolide. Gefällt mir! Immer wieder faszinierend wie sie es schaffen die hohe Qualität der Veröffentlichungen auch live umzusetzen. Im Anschluss war kurz Verwirrung angesagt, da es jetzt mit WHISKEY RITUAL weiterging, allerdings auf der Hauptbühne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz einer  Zeitverzögerung war glückerlichweise dort noch nichts los. Die Italiener sind in Sachen Soundcheck ja eh nicht allzu anspruchsvoll und so ging es dann auch alsbald los. Nun ja, was soll ich sagen? Eigentlich sahen WHISKEY RITUAL auf der großen Bühne etwas verloren aus, aber dennoch war wie immer ein totaler Abriss angesagt. Besonders gut gefallen mir ihre Stücke, die einen gewissen Anteil Rock`N Roll besitzen, und das Publikum scheint mir zuzustimmen. Wenn man von ein paar kleinen Kratzern im Sound absieht, konnte Frontsäufer Dorian die Festivaltauglichkeit dieser Band bestens unter Beweis stellen. Zwischendurch musste eine kurze Pause eingelegt werden, da Drummer Asher sein Schlagzeug zerlegt hat und dies erst wieder hergerichtet werden musste. Total durchgeschwitzt und mit heißer Kehle ging es jetzt erst mal an die Verkaufsstände um durch zu schnaufen. Wie jedes Jahr waren die üblichen Verdächtigen am Start und verhökerten ihren Schrammel.

 

 

 

 

 

 

In der Zwischenzeit richteten FIDES INVERSA ihre Bühne her! FIDES INVERSA sind und bleiben ein Geheimtipp. Mastermind Omega A.D. verschanze sich wie immer  hinter seine Schlagzeugburg. FIDES INVERSA machen einfach, ich sag es jetzt einfach mal, SPASS! Sie sind roh und brutal und schön einfach, weil sie nämlich gerade mal so in der Lage sind ihre Instrumente zu spielen, das allerdings mit jeder Menge Hingabe. Der Platz vor der Stage  ist voll und die Leute drehen auch ordentlich am Rad. Sehr fetzige und Coole Show.

 

 

 

 

 

 

Wohl eine der größten Überraschungen dieses Festivals sind für mich die Niederländer HERETIC. Viel wurde über diese Band geschrieben und auch wenn mich ihr großartiger Ruf in der Vergangenheit ein ums andere Mal ereilt hat, habe ich sie noch nie zuvor gehört. Das hat mich umso gespannter gestimmt, zumal klar ist, dass die Herren musikalisch komplett aus dem Rahmen fallen. Ich hätte zuvor nicht geglaubt, dass mich eine Black Metal Punk Band (oder was auch immer HERETIC eigentlich machen) so begeistern kann. Auch für den ungeübten Hörer zündet das sehr eingängige Material sofort. Es beweist ein gutes Gespür des Veranstalters, diese Band gebucht zu haben. Einzig die Tatsache, dass während des Auftrittes die Verstärker der Aussennboxen immer wieder ausstiegen - dies war enorm nervend!

 

Ein persönliches Highlight in diesem Jahr stellen THORNSPAWN dar und das nicht zuletzt, weil mir erst kürzlich klar geworden ist, wie geil ich diese Band eigentlich finde. Zwar haben sie eine Menge tolles Material im Gepäck. Der Auftritt der US-Amerikaner zündet komplett. Der Sound ist brachial, die Stimmung ausgezeichnet. Die Ehefrau von Frontmann Blackthorn, welcher hinter der Schlagbude seine Vocals zum Besten gibt, gibt eine starke Performance in der ersten Reihe ab.  Und als die Stimmung auf ihrem Höhepunkt ist, scheint die Band selbst davon überrascht worden zu sein, dass die Zeit um ist. Mit jäher Plötzlichkeit ist der Auftritt vorbei, was zu einigen Unmutsäußerungen im Publikum führt. THORNSPAWN sind mächtig und das sammeln der Tonträger kann ab sofort beginnen!

 

 

 

 

 

Wie soll man zu ACHERONTAS stehen? Dies ist nicht der erste und auch nicht der zweite Konzert- oder Festivalbericht von Sturmglanz, in dem ein Auftritt der griechischen Okkult Black Metaller Erwähnung findet. Man könnte fast meinen, dass die beiden bald einen Wohnsitz in Deutschland anmelden könnten. Und so routiniert wie zu erwarten, zocken sie auch ihr typisches ACHERONTAS-Set runter. Nur selten können zwei Herren allein eine große Festivalbühne so gut füllen, der Sound ist klasse und die Bühne düster, also alles wie gehabt. ACHERONTAS Auftritte setzen eigentlich schon voraus, dass hier stur durch gezockt wird. Es gibt keine großen Ansagen und dafür viel mehr Töne. Der Sound kommt gut an und die Songs ebenso. Besonders überrascht bin ich von der transparenten Abmischung zwischen den Instrumenten, wodurch auch sehr viele Feinheiten zur Geltung kommen können womit viel Atmosphäre erzeugt wird. Zur Abwechslung kam in diesem Jahr ein Feuerspucker zum Einsatz. Keine schlechte Idee und unterstützt das Ambiente im Wald!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krönender Abschluss dieses Tages ist die wohl manierlichste Black Metal Band auf dem diesjährigen UTBS Festival. Die Rede kann nur von den Britten ESOTERIC sein. Auch wenn es viele Besucher gab, die über den Stilwandel schimpften, bei ESOTERIC kommt doch jeder Mal kurz gucken. Wirklich voll wurde es aber um diese späte Uhrzeit nicht mehr, was aber sicherlich auch auf die grundsätzlichen Besucherzahlen zurückzuführen sind. Musikalisch sehr faszinierend wie der Funeral Doom Death Metal in den Nachthimmel befördert wurde. Der schwere uns hypnotische Sound gab mir an diesem zweiten Festivaltag den Rest. Hat mir echt gut gefallen Auch mit ESOTERIC werde ich mich in Zukunft etwas mehr beschäftigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der zweite Festivaltag geht nun nach  über 11 Stunden mit diesen epochalen Sound langsam vorbei! WEITER LESEN TAG 3.

 

Bericht & Photos © Varar Wallheim (Juli 2016)