Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Die Veröffentlichung der ersten Ausgabe planen wir für die kalten Wintermonate Anfang 2017. Neben einigen Rückblicken aus dem STURMGLANZ WEBZINE gibt es exklusive Ge- spräche und Ansichten von Musikern... [ hier weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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07.Juli 2013 In Flammen Open Air in Torgau

 

Ich war einen Tag (Samstag) auf dem „In Flammen Open Air“ in Torgau… Das Festivalgelände an sich ist nicht schlecht: großer mehrteiliger Zeltplatz mit vielen Bäumen und  Bademöglichkeit im See (?). Der Eintritt für einen Tag war immer noch angemessen und die Crew sowie Security waren recht entspannt. Solch ein Festival auf die Beine zu stellen ist eine riesige Herausforderung und gebührt meinen Respekt. Bereits seit einigen Jahren war ich nicht mehr auf dieser Art von „gemischten Festivals“. Umso schneller merkte  ich daher, welche Sinnlosigkeit solch ein Open Air in sich birgt. Bei dem Motto „Headbangen statt im Bett hängen“ hätte ich eigentlich schon mal stutzig werden können und müssen…, aber los geht’s.

 

Die erste Band des Tages waren wohl PROPHETS OF THE RISING DEAD. Habe ich aber nicht sehen wollen. Anschließend gab es unter dem Motto „Das hat die Metal Welt noch nicht gesehen“, ein gemeinschaftliches Kaffeetrinken von Musikern und Fans. MMMmmmmmh, is klar!

 

Irgendwann danach „spielte“ dann die Grindgore Band TORTURE THE MASS gemäß: ist denn schon wieder Karneval? Aus allen Löchern kam das Publikum in verschiedenen „lustigen“ Kostümen. Ob als laufende Flasche, gelben Bärchen oder im Kuhkostüm verkleidet, verrichteten sie zum Takt der Musik ihren albernen Grindcore-Tanz. Wobei ich mit Takt, die komischen Klospühlengeräusche auf der Bühne meine. Was für eine abartige Musik. Der Sänger bezeichnet seine Darbietung selbst als „Scheiße“ - dem ist dann wohl auch nichts mehr hinzuzufügen. Spätestens als eine tanzende Banane und ein Riesengorilla auf der Bühne erschien, ging ich erstmal kotzen.

 

Danach waren die Cottbuser ARROGANZ an der Reihe. Vor ein paar Wochen haben sie ein richtig geiles Album mit dem Namen „kaos.kult.kreation“ abgeliefert. Aber wo ist es hin? Auf der Bühne gab es noch nicht mal ansatzweise die Kraft und die Power wie auf dem besagten Album. Verpufft und verglüht!

 

 

 

 

 

ARROGANZ

Mit ROMPEPOP geht’s wieder mal mit Grindcore weiter. ROMPEPROP ist mir und dem Publikum durchaus ein Begriff. Die Zuschauer vor der Bühne, sowie später dann auf der Bühne fanden keinen Halt mehr und sprangen wie Gummibälle in der Gegend herum. Ich meine, die Typen „singen“ von „Vaginal Luftwaffe“, „The Babyshitter“, „Tante Shampoo“ oder auch „The Erected Underwater Necro - Clitstomper“ und dann so eine nichtssagende Show. Sänger Dirty Dr Dente trat im blutverschmierten OP Kittel auf und Bassist Bonebag Rob rödelte im „lustigen“ Skelett-Kostüm herum! Musikalisch klang dies wie die Aufnahme aus einer Ostdeutschen Schweinezuchtanlage. Ich fragte mich die ganze Zeit, welche Message wohl hinter dieser Musik stecken möge?!

 

Was gab es als nächstes? KRYPTOS - Heavy/Thrash Metal aus Indien! Braucht man sich aber nicht merken, durchschnittlich und belanglos. Ich weiß nicht, ob der Veranstalter da irgendeine Quote erfüllen musste, aber es gibt einen ganzen Arsch voll bessere Bands aus diesem Genre. An dieser Stelle kamen dann auch endlich die „Evil-Leggins-Hosen-Träger“ zum Vorschein. Sie gesellten sich wunderbar zu den „barfüßigen Hippie Metallern“ in Schlaghose, Strohhut,  Elton John und Rammstein Shirts. Sah alles ziemlich schwul aus… Männer in hautengen Leoparden-Leggins. Ekelhaft!

 

Mit ONDSKAPT kam dann endlich die erste richtige Black Metal Band auf die Bühne. Die Schweden wissen was`ne Hake ist. Ob sie sich auf dem Festival wohlgefühlt haben, bezweifle ich sehr. Mit der nötigen Ernsthaftigkeit legten sie dennoch eine  geile Show hin.

 

 

 

 

 

 

ONDSKAPT

Auch die darauffolgenden AHAB zeigten ein Klasse Show. Mit langsamen und schwerem Doom/Death Metal und zahlreichen verspielten Melodien verliehen sie dem Festival kurzzeitig ein anspruchsvolles Flair. Logisch, das es den betrunkenen „DIE HARD METAL“ Anhängern weniger gefiel und so wurde es übersichtlich vor der Bühne. War ja auch Niveau dabei.

 

 

 

 

 

 

 

AHAB

Bei EKTOMORF aus Ungarn (?) wurde es wieder gerammelte voll vor der Bühne. Mit ihrem US-Hardcore Metal gaben sich einige Besucher den Rest. Die Zwischenansagen des Sängers verliefen in etwa so: FUCK, IN FLAMMEN, FUCK, YEAH, MOTHERUCKER, IN FLAMMEN, FUCK! Fresse halten - nervig und primitiv - musikalisch aber hörbar!

 

Jetzt sollte endlich mein Highlight des Abends kommen - NARGAROTH. Mit allerlei Equipment wurde die Stage ausstaffiert. Zwei Herren mit Sturmhaube markierten den Anfang und entfachten die zwei umgedrehten Kreuze auf der Bühne. Alles sehr theatralisch und monumental. Nach einen kurzem Intro knallte das obligatorische „Black Metal ist Krieg“ aus den Boxen. Ash war scheinbar gut drauf und wetterte erstmal ordentlich gegen Endstille und Co. Auch auf diverse Zwischenrufe reagierte er aggressiv und abwertend. Die geile Show war leider nach 50 Minuten schon wieder vorbei. Die Qualität des Publikums kann man auch daran erkennen, das es einige gab die NARGAROTH nicht kannten und mit verpeiltem Blick fragen: Wer ist das denn!  Über die Geschichte mit dem verbrennen eines NARGAROTH T-Shirts von den ENDSTILLE Herren möchte ich nicht nochmal eingehen.

 

 

 

 

 

 

NARGAROTH

Als Headliner spielten GRAVE.

 

Positiv an diesem Tag waren NARGAROTH, ONDSKPAT und AHAB. Alles andere konnte man mehr oder weniger vergessen. Der Großteil des Publikums war eher einfach gestrickt. Rotzbetrunkene Männer in Frauenkleider oder Bierflaschenkostümen verliehen dem Festival einen primitiven Dorffestcharakter und weniger einem Metal Festival. Warum das Teil „In Flammen“ heißt, weiß wohl nur der Veranstalter. Kohle kann man sich durchaus sparen und zu einem der zahlreichen Clubkonzerte gehen, dann ist auch das entsprechende Publikum vertreten und man weiß was einen erwartet. In dem Sinne: „Zu Hause bleiben und lieber auf der Alten reiten“! Haha.

 

 

Photos & Bericht © Wotankraft (Juli 2013)