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Nokturnal Mortum - Verity (Oriana Music 2017)

Datum: 15 May 2017 Kategorie: klmno

 



Nokturnal Mortum - Verity (Oriana Music 2017). Achte Jahre nach dem Monster-Epos „The Voice Of Steel“ erschien nun endlich das 7. Vollalbum der Ukrainer. In den acht Jahren ist viel passiert: neben einer Split-Veröffentlichungen zusammen mit GRAVELAND gab es unzählige Liveauftritte in unseren Europäischen Nachbarländern - dort wo niemand ein Problem sieht, dass NOKTURNAL MORTEM neben PESTE NOIRE, KRODA, SKYFORGER, MOLOTH und und und… auftreten. Obendrein gibt es ein neues Logo und ein neues Outfit.

Und nebenbei haben die Herren ein neues Album zusammengezimmert. Ganze 12 Titel mit einer Gesamtspielzeit von über 74 Minuten lassen schon ahnen wohin die Reise geht. „Verity“ ist nämlich, trotz optischer Veränderung, der absolut legitime Nachfolger vom Epos „The Voice Of Steel“. Und es funktioniert erneut… denn es entstanden wieder kleine Meisterwerke. Dabei geht es ordentlich los: Das Intro ist nahezu Identisch zum Vorgängerwerk. Das Horn wird zur slawischen Schlacht geblasen und alle Titel verfügen über eine klar erkennbare Struktur und einen Schwung voller massiver Leidenschaft und Stolz. Wenn die Geschwindigkeit rausgenommen wird, entsteht hier Atmosphäre ohne Ende - wie im weiteren Verlauf - ohne Langeweile - kreativ verarbeitete Folk-Elemente fiedeln orchestral und Bestimmend in die Gehörgänge. Die große Faszination des Vorgänger-Machwerkes fügt sich nahtlos an. Nein, es ist nicht nur ein Klischee oder eine umgangssprachliche Redensart. Zusammen mit „The Voice Of Steel“ gibt es hier eine fulminante Oper. Eine Oper gefüllt mit Tradition, Ritualen und ukrainischer Lebensart. Alles dies fügt sich hier zusammen und steigert sich bis ins unermessliche. Das geistige Bild vor Augen zu haben, welche eine tiefwirkende Schönheit dieser rauen Lebenskultur aufweist, lässt die Sehnsucht in eine vergangene Zeit einwirken und vermissen. Wer aber meint, dass sich NOKTURNAL MORTUM im Folk-Pagan-Gedudel verloren haben, dem sei gesagt, dass auch der Black Metal nicht zu kurz kommt. Zwischen den massiven Keyboardsträngen und Folk-Instrumenten gibt es zwar nur noch wenige Highspeed-Black-Metal-Attacken, aber In diesen Momenten wird dann alles reduziert, bewusst simpel und basisch gehalten. Wie wir alle wissen, zählt bei dieser Art von Musik aber nicht nur Innovation, sondern auch Leidenschaft. Wenn sich heraushören lässt, dass der Band Strom und Höllenfeuer durch die Adern fließt, fragt keiner nach Firlefanz und Pirouetten. NOKTURNAL MORTUM triumphieren im Kern mit akustischer Mucke (gezielter Keyboard- & Flöteneinsatz) mit folkloristischem Bezug mit handgemachten Instrumenten. Die malerische Kompositionsweise, die ebenfalls Wert auf konventionelle Liedstrukturen legt und somit auch Refrains verarbeiten kann ist absolut genial komponiert und Nachhaltig strukturiert.



Fazit: Angefangen beim hymnenhaften „Мольфа“ über die zwei Monster-Ansammlungen „Пісня хуги“ und „Вовчі ягоди“ bis hin zum abschließenden „Ніч богів“, das den Finger des Hörers nach über 70 Minuten mit mehrstimmigen Chören und Gitarrenharmonien, direkt in Richtung „Repeat“-Taste schickt: Trotz des neuen Outfits und optimierten Logo ist „Verity“ kein wirklicher Neuanfang für die Ukrainer, sondern eine konsequente Fortführung dessen, was der Vorgänger bot. Pagan Metal, der die Protagonisten traumwandlerisch sicher auf den schmalen Drahtseilen zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Eingängigkeit und Komplexität, zwischen Melodie und Härte zeigt. Die Wertung für „Verity“ mit seinen sich nicht abnutzenden Melodien ist gleichzeitig Honorierung für das geleistete Album.




Tracklist (Original):
01. Зустріну тебе в імлі старій 02:39
02. Мольфа 08:33
03. З чортом за пазухою 06:04
04. Смерековий дід 04:49
05. Пісня хуги 08:23
06. Вовчі ягоди 09:02
07. У човні з дурнями 06:26
08. Дика вира 06:43
09. Ліра (Кому Вниз cover) 05:08
10. Чорний мед 03:42
11. Ніч богів 09:14
12. Куди пливуть вінки рікою? 03:43

LineUp:
Knjaz Varggoth - Vocals (lead), Guitars, Keyboards & Bass
Bairoth - Drums
Rutnar - Bass & Vocals (backing)
Jurgis - Guitars & Vocals (backing)
Hyozt - Keyboards


Varar Wallheim

 


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Posted on 15 May 2017 by Varar Wallheim /Sturmglanz

 

 

 

 

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