Black Metal Termine

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Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

Bandinterview: CHOTZÄ

 

Black Metal. Bereits in seinen unterschiedlichen Ursprungsformen steht diese Sparte für Freigeister und Befreiungsschläge gegenüber jeglicher Konvention. Der Grundgedanke lautet, Grenzen zu überschreiten ohne Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. CHOTZÄ aus Bern verschmelzen räudigen Rock `N Roll Black Metal mit einer klassischen und dekadenten Spielart. Und das Konzept funktioniert offenbar auf „Bärner Black Metal Terror“ wunderbar.

 

Sturmglanz: Seit Anfang Juli 2017 ist die Scheibe erhältlich. Wie ist das Feedback zum Album von Freunden, Bekannten und euren Anhängern?

 

Szivilizs (Sänger und Frontmann): Die Reaktionen waren bisher sehr positiv; sowohl von Leuten die uns bereits seit längerer Zeit auf dem Radar haben oder erst seit Kurzem. Vor allem in Bezug auf die Produktion, die beim Erstling doch eher nur für Keller-BM begeisterte Musikfans interessant war.

 

 

 

 

 

Sturmglanz:  Bevor über die Musik sprechen, möchte zuerst auf das Lyrische Konzept eingehen. Wenn man den Titel „Bärner Black Metal Terror“ liest, dann horcht man erst einmal auf. Auch ein Blick in das Booklet auf die Texte stellt einige Fragen. Ihr habt die Texte in eurer Heimatsprache „Schweizer Mundart“ verfasst. Der Eine versteht diese noch ganz gut, wieder andere verstehen kein Wort. Könnt ihr bitte einmal auf jeden Titel inhaltlich eingehen:

 

1. Chindlifrässer  

Der Chindlifrässer ist eine Schreckfigur aus dem 16. Jahrhundert,

welche unartige Kinder aufsucht und verschlingt!  Er ziert auch das

Cover des Albums. Besungen wird dabei nicht seine Herkunft,

sondern es wird im Lied aus seiner Sicht erzählt, wie er nachts

auftaucht und die ungezogenen Bälger verschleppt und verspeist.

 

2. Jammergschtautä  

In Bern tummeln sich diese Jammergschtautä überall. Randständige

und Junkies, Bettler und Schnorrer. Sie können lästig werden und

haben somit einen Song gekriegt von uns.

 

3. Drumhuldigämiramleid  

Ist quasi eine Hommage an die Ideologie des Black Metal und

handelt davon, sich an etwas festzuhalten im Leben. Black Metal als

Essenzielles Gedankengut und Leitfaden.

 

4. Ds Chunmerlied  

Die selbstvernachlässigten Leute mit verpfuschtem Dasein kriegen

von uns kein Mitleid geschenkt. Werft euch vor einen Zug und

verschont uns mit eurem Gejammer.

 

5. Schizophrenia  

Ein sehr persönlicher Titel der nur wenig Text hat und

auf den ich auch nicht weiter eingehe. Man lasse sich von der wunderbaren

Cembalomelodie verzaubern.

 

6. B.B.M.T  

Mit 1:30 der kürzeste Song! Er hat keinen Text, nur den Titel des

Albums. Kurz und bündig voll in die Fresse – Bärner Bläck Metal Terror, eben.

 

7. Nuttämord (Im Mon Bijou)  

Der Monbijou-Stadtpark in Bern; kunterbunte Vielfalt. Lachende

Kinder. Gebrauchte Spritzen. Messer und Dirnen. Und wunderschön

düster bei Vollmond.

 

Sturmglanz:  Es sind alles kleine Geschichten aus dem Berner Land und Umland. War es von vorn herein geplant die „Schweizer Mundart“ zu verwenden?

 

Szivilizs: Ja! Das Bärndütsch - wie wir es sprechen - ist unsere Sprache und es war logisch für mich, Musik beziehungsweise die Texte in meiner Muttersprache zu verfassen. Es ist ein Novum in diesem Metal Genre und das ist gut so! CHOTZÄ war seit Anbeginn in Berndeutschem Dialekt und wird es auch bleiben. Abgesehen von dem ein oder anderen Coversong an Konzerten, der mit Originaltext und -sprache gespielt wird.

 

 

 

 

 

Sturmglanz:  Musikalisch haut das Ding ordentlich rein, im Gegenzug allerdings gibt es eine unglaubliche klangliche Atmosphäre. Rockige Gitarrenriffs und klassische Elemente mit einem Flair Berner Klassizismus. Was waren die Einflüsse und warum dieser Stil?

 

Szivilizs: Ja, stimmt. Die Scheibe hat ein gewisses Flair; diesen Berner Klassizismus, wie du so schön erwähnst. Ich denke nicht, dass wir das so geplant hatten. Es ist kein wirkliches Konzeptalbum, dennoch erzählt es Geschichten aus Bern und über dessen Bewohner. Dieser Hauch von Berner Gemütlichkeit ist schlichtweg Teil unserer Mentalität und durch den Berner Dialekt fliesst diese Mentalität halt in unsere Black Metal Musik mit ein. Songs wie Drumhuldigämiramleid und vor allem Nuttämord bringen zudem eine gewisse Melancholie mit, die man von Berner Troubadouren kennt [**]. Es war nie die Idee, die Mundart wie man sie kennt, zu "verblackmetalen". Wir wollen lediglich einen Teil unseres Zuhauses mit in unsere grosse Leidenschaft einbringen. Und die ist der Black Metal!

 

[Anm.: mit einem Flair Berner Klassizismus entweder mit mit einem Flair für Berner Klassizismus (i.S.v. Gespür für) oder mit Berner Klassizismus-Flair (i.S.v. Atmosphäre) ersetzen]

[Anm.: Klassizismus beschreibt Kunstepoche (Mitte 18.Jh bis Mitte 19.Jh) mit Schwerpunkt Malerei, Architektur u. Literatur. Unüblich in Bezug auf Musik]

[Anm.: Mani Matter, Liedermacher (1936 - 1972), Chlöisu Friedli, Komponist (1949 - 1981), Endo Anaconda, Singer-Songwriter (1955)]

 

Sturmglanz: Reden wir einmal über die Vergangenheit, wie ist CHOTZÄ entstanden, wer sind die Bandmitglieder und bedeutet der Bandname, dass was ich denke?

 

Szivilizs: Die Band wurde von mir um 2012 rum gegründet, soweit ich mich erinnern kann. Die Gruppe war lange ein Nebenprojekt mit einem ordentlichen Mitgliederverschleiss. Die Idee war, wie oben erwähnt, das Musizieren im eigenen Dialekt. Seit gut drei Jahren sind wir nun regelmässig am Proben, Auftreten und Aufnehmen. Der Name, ja... Ein Thema, das vor allem die Leute ausserhalb der Schweiz beschäftigt. Jemand der nicht über den Tellerrand schauen kann, wird wohl nie von selber auf den Ursprung des Namens kommen. Das ist aber völlig in Ordnung, da ich CHOTZÄ in erster Linie als Therapie ansehe und das Ganze nur für mich einen Sinn ergeben muss. Man darf gerne drüber nachdenken während die CD läuft und man durchs Booklet blättert.

 

Sturmglanz: Was gibt es vom Aufnahmeprozess zu berichten? Wo wurde „Bärner Black Metal Terror“ aufgenommen und welche Besonderheiten mussten bewältigt werden?

 

Szivilizs: Noch während den Aufnahmen zu Plump u Primitiv (2014) entstanden die ersten Riffs und Strukturen für weitere Lieder. Ziemlich zügig nach einigen Demo-Aufnahmen versuchten wir uns im Studio eines Bekannten. Leider konnten wir die Aufnahmen aus verschiedenen Gründen nicht releasen und waren gezwungen, alles nochmal selber einzuspielen. In Eigenregie! Was letztendlich aber besser war, denn die Songs wurden ausgereifter und routinierter gespielt. Wir hatten in der Zeit Mitglieder- und Proberaumwechsel, die den Aufnahmeprozess nicht wirklich angenehmer gestalteten. Gemixt von einem Bekannten im Proberaum einer anderen Band und gemastert in einem Hobbyraum irgendwo in Bayern von A. Kaminski.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Bleiben wir gleich beim Album und der starken Gitarrenarbeit, die man auf der Scheibe findet und die das Album wirklich hervorstechen lassen. Wer ist dafür verantwortlich?

 

Szivilizs: Die Grundriffs und überhaupt die Songstrukturen stammen alle von mir, wurden aber ergänzt durch die Fingerfertigkeit des Leadgitarristen. Die schnellen, thrashigen Palm-Muted-Parts und die kreischenden Sologitarren werten die eher einfach gehaltenen Songs doch ziemlich stark auf. Solche Kleinigkeiten waren eben bei den ersten Aufnahmen kaum vorhanden. Während den Proben und Aufnahmeprozessen kamen viele Einflüsse von allen Beteiligten hinzu. Ich kann also nicht mehr sagen, dass das meine Songs sind, sondern dass aus meiner Idee etwas entstanden ist, was ich alleine nie zustande gebracht hätte. Die Gastmusiker sowie alle Involvierten haben ihren Teil dazu beigetragen diesem Album eine Seele einzuhauchen.

 

Sturmglanz: Stichwort Layout! Ist ja ziemlich martialisch! Wer hats gemacht und welche Bedeutung hat es?

 

Szivilizs: Der Chindlifrässer ist das Gesicht des Albums. Eine Brunnenskulptur am Torplatz zur Altstadt, mitten im Herzen von Bern. Eine sagenumwobene Schreckfigur, die ein Wahrzeichen in Form eines Brunnens darstellt. Gestaltet wurde das Cover von JDW Death my only Friend Artworks aus Schweden, der schon von Anfang an Plattencovers und andere Artworks für mich realisierte.

 

Sturmglanz: Wo ist der gravierende Unterschied zwischen „Bärner Black Metal Terror“ und „Plump u Primitiv“. Welche Entwicklung habt ihr seither gemacht?

 

Szivilizs: Ganz klare Unterschiede hört man in der Produktion und beim Timing der Songs. Plump u Primitiv wurde absichtlich mit kleinem Amp eingespielt und mit nur drei Schlagzeugmikrofonen aufgenommen, während wir bei BBMT doch professioneller ans Werk gegangen sind und viel mehr Aufwand betrieben haben. Man hört deutliche Unterschiede! Auch aus Sicht des Songwritings sind viele Neuerungen und verschiedene Gastinstrumente wie Akustische Gitarren, Cembalo, Mundharmonika und eine Balalaika zu hören, welche dem ganzen Album einen abwechslungsreicheren Touch verleihen. Die Texte wurden abgedruckt, was bei Plump u Primitiv nicht der Fall war. Auch wurde beim Erstling alles von mir eingespielt bis auf die Drums. Alles One-Take-Aufnahmen und ohne Metronom, was damals völlig okay war, für das zweite Album aber nicht in Frage kam. Durch den grösseren Aufwand waren auch wesentlich mehr Leute beteiligt.

 

Sturmglanz: Zwischen beiden Vollalben gab es eine Split Veröffentlichung. Das Tape „Chäuernacht“ beinhaltet Liveaufnahmen von CHOTZÄ und WALDSEEL. Wie ist die Entstehungsgeschichte dazu?

 

Szivilzs: Ein betrunkenes Konzert in Bern wurde aufgezeichnet und auf Tape gebannt! Jedoch sind die Videos weitaus Interessanter anzusehen!

 

Sturmglanz: Ihr habt das aktuelle Album selbstveröffentlicht und jetzt in der Schweiz mit Bergstolz einen hochwertigen Partner gefunden. Allerdings wurde „Bärner Black Metal Terror“ kurzzeitig bei BMTC Records angekündigt. Was war da los, dass es doch nicht geklappt hat?

 

Szivilizs: Ja das Album wurde von uns in Eigenregie produziert und veröffentlicht. Anfangs waren einige kleinere Labels interessiert, doch durch das erneute Einspielen und den Zeitverlust ging das Interesse auf beiden Seiten wohl ein wenig verloren. BMTC ist auch von uns und wir haben einige Demos mit diesem Stempel released. Da wir mittlerweile aber einige Mundart-Projekte am Start haben, wurde Souhung Records ins Leben gerufen und ist eher ein Gütesiegel als ein Label. Bergstolz vertreibt einen Teil der CDs, ist aber nicht an der Veröffentlichung des Albums beteiligt.

 

Sturmglanz: In naher Zukunft stehen weitere Veröffentlichungen an. Worship Tapes veröffentlicht die Tapeversion und wir (Sturmglanz Produktionen) die Vinyl Version. Welche Änderungen wird es zwischen den Versionen geben?

 

Szivilizs: Ganz klare Änderungen gibt es bei der Gestaltung der Booklets. Die Texte werden weiterhin vorhanden sein aber Bildmaterial wird aufs Nötigste reduziert. Beim Vinyl Release wird die Reihenfolge der Songs ein wenig anders sein aufgrund der Spieldauer und der Zeit die pro Seite zur Verfügung steht. Beim Tape wird das komplette Album auf beiden Seiten zu hören sein in derselben Reihenfolge wie auf der CD Version.

 

Sturmglanz: Ein paar Liveauftritte gab es bereits. Wird es weitere geben?  Seid ihr aktuell daran interessiert weitere Bühnen zu betreten?

 

Szivilizs: Definitiv Ja! Wir konzentrieren uns momentan auf grenznahe Auslandskonzerte mit den aktuellen Songs und Einigen vom ersten Album.

 

Sturmglanz: Lasst uns doch mal über die Schweizer Szene sprechen. Gibt es diese überhaupt und seid ihr ein Teil davon?

 

Szivilizs: Gute Frage. Ich selber war nie ein grosser Szenegänger. Ich entdeckte Black Metal für mich und genoss ihn auch für mich. Als wir angefangen hatten selber zu musizieren waren wir eigentlich nur im eigenen Proberaum unterwegs. Irgendwann entstanden die ersten Kontakte zu anderen Bands und durch Konzerte im öffentlichen und privaten Rahmen lernte man doch schon die aktivsten Gesichter ein wenig kennen. Eine Szene... hmm... Jedenfalls keine Bewegung oder eine Gruppierung mit ultra festem Zusammenhalt. Ich denke es gibt einige kleinere "Zirkel" die aktiv Musik in verschiedensten Projekten machen. Im Grossen und Ganzen würde ich aber eher von einem gelegentlichen Treffen ähnlich Interessierter Personen sprechen, als von einer aktiven Szene. Aber wie gesagt: ich bin zu wenig unterwegs und kenne zu wenig Leute um das genauer zu beurteilen. Man kennt uns schon in der Schweiz – und sie hassen oder lieben uns.

 

Sturmglanz: Was steht in Zukunft an, welche Pläne habt ihr?

 

Szivilizs: Wir sind bereits an neuen Songs und werden natürlich weiterhin Mundart Bläck‘n‘Roll zelebrieren. Auch live werden wir weiterhin aktiv bleiben. Natürlich werden wir versuchen musikalisch nachzudoppeln und als Musiker zu reifen.

 

 

Varar Wallheim (November 2017)

 

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