Black Metal Termine

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Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: OUR SURVIVAL DEPENDS ON US

 

 

Das Sturmglanz Webzine ist bekannter Maßen ein Vertreter des  Black Metal`s. Aber nach dem fantastischen Auftritt auf dem diesjährigen CHAOS DESCENDS FESTIVAL von OUR SURVIVAL DEPENDS ON US möchten wir gerne mehr über die Österreicher erfahren. Auch viele Leser forderten uns auf, ein paar weitere Informationen aus der Band raus zu kitzeln. Gesagt getan, Kontakt aufgenommen und hier ist nun das Ergebnis. Für mich haben OUR SURVIVAL DEPENDS ON US einen weiteren musikalischen Horizont eröffnet - denn sagen wir mal so: ich bin begeistert von der Musik, der Atmosphäre und dem Konzept welches hinter der Band steht.

 

Sturmglanz: Servus, ich freue mich wirklich sehr auf dieses Interview und will auch gleich mit der Tür in Haus fallen: Gratulation zum Album "Scouts on the Borderline Between the Physical and Spiritual World". Wer hat euch eigentlich erlaubt, so eine geile Platte aufzunehmen?

 

OSDOU: Vielen Dank! Wir haben uns dieses mal wirklich Zeit gelassen um für das Album bereit zu sein. Das Leben hat uns ordentlich durchgebeutelt die letzten Jahre und diese ganzen Inputs mussten erstmal verarbeitet werden. Auf das Album sind dann auch wirklich nur die Songs gekommen, die das Ergebnis dieser harten Zeit und der Inspiration sind. Das Album ist so eine Art "Best of Prügel einstecken" geworden. Wir haben aber versucht das nicht mit Zorn zu kompensieren, wie auf unseren früheren Scheiben, sondern den Aspekt der Transzendenz zu finden.

 

Sturmglanz:  Erzählt uns was über die Hintergründe. Wie lange hat die Produktion von "Scouts on the Borderline Between the Physical and Spiritual World" gedauert? (Aufnahmen, Schreibprozess,...).

 

OSDOU: Alle "Our Survival" Alben wurden live eingespielt, das haben wir auch bei "Scouts..." so gemacht. Nur dass wir uns ganze 9 Tage auf unsere Alm zurückgezogen haben um in der Abgeschiedenheit der Berge aufzunehmen. Das war eine wunderbare Zeit, mit vielen Gesprächen, auch harter Offenheit, aus der viel Vertrauen gewachsen ist. Wir haben gemeinsam gekocht, gegessen, geschlafen und musiziert. Lange Nächte und brütend heiße Tage. Das ganze haben wir in unserem "Children born in night" Kurzfilm dokumentiert. Durch diese entspannte Arbeitsweise hatten wir auch die Zeit einzelne Songs radikal zu überarbeiten. "The bloody  path" wurde zum Beispiel als Ambient Stück komplett neu arrangiert. Ursprünglich sollte Mucho (G,V) den Song singen, aber wir suchten ein anderes Klangbild. Am Ende habe ich die Vocals eingesungen und die Instrumentierung auf zwei Gitarrenspuren reduziert. Die Pause im Mittelteil von "Children oft he dawn" gibt es zum Beispiel nur, weil ein mächtiges Unwetter die Session unterbrochen hat. Wir haben aber das Donnerwetter mitgeschnitten und es in den Song integriert. Dadurch hat sich der perfekte Spannungsaufbau für das Crescendo im letzten Teil ergeben. Es erfordert aber auch Vertrauen und Erfahrung das hinzunehmen im Wissen, dass es am Ende nur um die Musik geht. Denn die Musik ist der Transmitter der über den Tonträger die Seele berührt. Auch wenn wir wirklich gut vorbereitet an die Aufnahmen herangehen, haben wir uns trotzdem von der Umgebung inspirieren lassen und die spontanen Momente ganz bewusst zugelassen.

 

Sturmglanz: Welche Herausforderung war das Album oder anders gefragt - wie viel Arbeit steckt dahinter? War es schwierig, fünf Meinungen unter einen Hut zu bringen?

 

OSDOU: Sicher, jeder hat seine Vorstellungen wie ein Song seine tiefe Wirkung entfaltet. Aber genau das meine ich mit dem Vertrauen das wir uns gegenseitig schenken. Als Musiker in einer Band musst du dein Werk irgendwann loslassen um eine Entwicklung zu bekommen, die über den eigenen Horizont hinaus geht. Dadurch kann etwas Größeres, Organisches entstehen. Ich bin da ganz altmodisch. Ich bevorzuge echte Bands die sich ihre Songs erkämpfen, im Proberaum und Live auf der Bühne. Die Egos sollen da ruhig ordentlich reinkrachen. Das hat in der Vergangenheit großartige Künstler zu Höchstleistungen angespornt. Wenn jeder daheim in den Rechner komponiert und Sounddaten hin und her verschickt werden, ist das vielleicht effizient. Arbeitsteilung und die Totalität des Teilprozesses gehören in die Wirtschaftswelt, nicht in die Welt der Kunst.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Habt ihr irgendwelche konkreten Vorbilder gehabt für das Songwriting? Oder entstand euer Liedgut bei Sessions, in denen euch einfach so die pure Inspiration getroffen hat?

 

OSDOU: Eigentlich Beides. Die Inspiration hat uns oft ganz unvorhergesehen gefunden. Wir hatten beispielsweise die Idee, nach dem Vorbild der alten Jazz Alben, Liner Notes zu verfassen. Unsere Gedankenwelt ist für Außenstehende oft nicht ganz greifbar und so haben wir einen Text verfasst, der alles gut auf den Punkt bringt. Konkret und universell zugleich. Eine gute Freundin und Altertums-Forscherin hat uns bei der Formulierung und bei der englischen Grammatik geholfen. Als sie den Text mit ihrer wunderbaren Stimme vorgelesen hat, ist uns bewusst geworden, dass wir dieses Statement, dieses Manifest auch vertonen mussten. Auch hier ist wieder aus einer einfachen Idee, etwas Großartiges geworden, das erst durch den gemeinsamen kreativen Prozess gewachsen ist.

 

Sturmglanz: Apropos Inspiration. Im Booklet können alle Texte nachgelesen werden. Doch was inspiriert Euch und welche Quellen verleiten euch zu kreativen Phasen?

 

OSDOU: Alles inspiriert uns. Das Leben selbst und die Menschen die uns begegnen. Natürlich kotzt uns die Maschine an, der Kommerz, der Leistungsfaschismus der bereits aus Kindern normierte Idioten macht. Stumpfheit und Bequemlichkeit macht uns rasend. Ausreden für die eigene Untätigkeit. Schuldzuweisungen auf Andere, auf die Gesellschaft, die Politik, die Religion, das ist alles so einfach. Aber wir sind die Gesellschaft, wir wählen, wir schaffen unsere eigenen Götter, wir sind die Umwelt und Heilung bringt die Natur und die Liebe und das Licht. Wir reden hier nicht von Vergebung, sondern von dem Bewusstsein dass der Mensch kein spirituelles Wesen ist. Es ist genau umgekehrt, dieses spirituelle Wesen ist ein Mensch.

 

Sturmglanz: Das Teil hat einen mächtigen Sound. Wo wurde das Album aufgenommen und wer hat euch dabei unterstützt? Immerhin reden wir hier von einer Glasklaren und mächtigen Produktion?

 

OSDOU: Danke, das Lob gebe ich gerne an Victor Santura und seinem Woodshed Studio weiter. Einige Songs sind ja auch in der Klangsschmiede Norikum, dem Studio von Hajot (key, samples) entstanden. Er hat auch für saubere live recordings gesorgt und Victor hat alles Material zu einem monolithischen Block gemeißelt. Die Arbeit mit ihm war fantastisch, er erkannte alle Sound Referenzen alleine beim anhören der Spuren. Du weißt ja wie das läuft, im Kopf hast du tausend Vorstellungen. Die eine Gitarre braucht genau an einer Stelle das David Gillmour Feeling, die Drums diesen Sal Abruscato Punch, die Stimme den David Eugene Edwards Soundcharakter, usw. Wir mussten da nicht viel erklären, das liegt wohl an einer ähnlichen musikalischen Sozialisierung.

 

Sturmglanz: Darauf folgt die Frage. Der Spagat zwischen Sound und der dichten Atmosphäre zwischen Natur, Spirit und Härte habt ihr aus meiner Sicht perfekt umgesetzt und sind absolut stimmig. War dies von Anfang an geplant oder ist das Ergebnis eher zufällig entstanden?

 

OSDOU: Nein, das war uns von Anfang an klar. Wir wussten, es wird kein "Genre Album" werden. Ich weiß, dass viele das bevorzugen. Viele meiner Lieblings Scheiben sind so, aber viele zeitlose Alben haben speziell in den 70ern einen Scheiß auf Stile und Genres gegeben. Und das sind genau die Alben die sich 40 Jahre später noch frisch anhören. Dadurch dass wir über einen sehr langen Zeitraum komponiert haben, sind eben auch verschiedene Lieder entstanden. Klassischer Singer/Songwriter, Doom Metal, Psychedelic/Post Rock, Post Black Metal, und Dark Ambient Stoff. Einzelne Songs als repräsentativ herauszunehmen wird da natürlich schwierig. Aber dafür lässt sich das Album wunderbar in einem durchhören, weil alle Stile den selben Spirit in sich tragen. Auch den Sound haben wir bewusst zeitlos gehalten. Satte Bassdrum aus dem Alternative Bereich, riesige Snare aus dem Classic Rock, echte Marshall Röhren Amps, die auch mal räudig krachen, fetter Basssound und klirrende Keyboards die eine visuell-akustische Breitwand aufreißen.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Wenn ihr das Album mit 2 Sätzen beschreiben müsstet. Wie wäre dann die Definition?

 

OSDOU: Das eigene Album zu beschreiben ist schwierig. Aber was wir wollten war zeitloses Songwriting, überlebensgroß produziert, getragen von einer transzendenten Philosophie in einem künstlerisch wertvollen Format.

 

Sturmglanz: Ich habe mir die DigiPack und Vinyl Version von "Scouts on the Borderline Between the Physical and Spiritual World" über Van Records zugelegt. Das Layout und die Aufmachung sind der Hammer und schließen das Konzept wirkungsvoll ab. Van Records ist für qualitativ hochwertige Veröffentlichungen bekannt. Seit ihr mit einer genauen Vorstellung für das Layout an Van Records ran getreten oder wie war die History dazu?

 

OSDOU: Wir haben Sven und seinem Team ein fertiges Layout zur Verfügung gestellt und ihm alle Freiheiten gegeben. Das Ergebnis ist der Traum eines jeden Musikers. Sven schafft es trotz seiner Trademarks, die er mit Van etabliert hat, auf die Individualität seiner Künstler einzugehen. Wir hatten aufgrund der Fotoarbeiten von Stefan Rochhart eine klare Vorstellung und wollten auch unsere Eigenheiten, wie die handschriftlichen Lyrics, unbedingt fortführen. Aber jeder der die "Lavish"-Version von "Scouts..." in Händen hält spürt die Liebe und die Wertschätzung in jedem Detail des Tonträgers. In einer Zeit in der sich Ideenlosigkeit und Gier wie Schimmel festgesetzt haben, ist Sven ein Liebhaber und ein Visionär. Wir sind ihm unendlich dankbar, nicht nur als Band, auch als Fans. Egal ob TDB, King Dude, Caronte, Urfaust, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, wir kaufen uns ja auch die ganzen wunderbare Alben!

 

Sturmglanz: Was glaubt ihr, wie wichtig ist für den Hörer das Artwork? Kann ein Artwork die Art und Weise verändern, wie man Musik wahrnimmt?

 

OSDOU: Auf alle Fälle. Uns war sehr früh klar dass die bestimmende Farbe des Artworks blau sein wird. In der Magie kommt sie bei Ritualen zum Einsatz, die das innere Licht zum Ziel haben. Dazu wird sie benutzt, wenn sie einen Einfluss, egal welcher Art, verstärken soll. In matriarchalen Kulten spielt Blau auch eine wichtige Rolle. Es beeinflusst uns also im Unterbewusstsein, wie wir die Dinge wahrnehmen. Dazu bietet das Artwork natürlich eine Möglichkeit die Gedankenwelt der Band mit Bildern darzustellen. Gerade bei "Our Survival" spielt das eine große Rolle.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Wie seid ihr mit der Arbeit von Van Records als euer Label zufrieden?

 

OSDOU: Van Records war unser absolutes Wunschlabel. Du kannst dir gar nicht vorstellen was uns das bedeutet, als Künstler aber auch als Fans der Bands. Auf Van passiert etwas, das noch für viele Jahrzehnte seine Spuren in der internationalen Musiklandschaft hinterlassen wird. Die Geschichte wird das noch zeigen, glaube mir! Wir werden in der Zukunft den Kopf schütteln über die Zeit und die musikalische Kreativität, die dieses Label um sich vereint und zum blühen bringt.

 

Sturmglanz: Wie habt ihr den Auftritt auf dem CHAOS DESCENDS FESTIVAL (+ Kompleter Bericht) empfunden?

 

OSDOU: Wir kannten natürlich das Hell's Pleasure Festival und haben uns sehr über die Einladung gefreut. Es war für uns aber sehr ungewöhnlich bei Tageslicht zu spielen und wir haben auch im Vorfeld etwas gezögert. „Our Survival“ sind keine Band die um jeden Preis bei jeder Show dabei sein muss, wir kommen nur wenn alles Drumherum passt. Aber wir lieben Gourmet Festivals, egal ob Acherontic Arts in Deutschland, Navajo Calling in Italien, Sauzipf Rocks in Österreich, usw. Wir haben ja auch unser eigenes mit dem Funkenflug Festival und deshalb haben wir uns riesig gefreut, dass alles perfekt geklappt hat. Die Crew war sehr professionell und super freundlich und die Resonanzen der Besucher absolut großartig! Abgesehen davon war die Umgebung und die Natur für uns Gebirgler atemberaubend schön!

 

Sturmglanz: Wie läuft denn so ein Live-Auftritt von euch üblicherweise ab? Gibt es irgendwelche absurden/bizarren Highlights, die sich im Rahmen eures Wirkens als OUR SURVIVAL DEPENDS ON US ereignet haben?

 

OSDOU: Klar haben wir unsere festen Rituale. Es geht uns bei einem Live-Ritual genau um diese Transzendenz, dieses Überwinden des Egos und der eigenen Individualität. Wir versuchen mit den Musikern und den Zuhörern zu verschmelzen. Man kann es natürlich banalisieren und einfach versuchen als Einheit arsch-tight zusammen zu spielen. Aber es ist weit mehr als die Darbietung von Liedern. Das Ritual beginnt auch auf Tour mit der Abreise und endet mit der Ankunft Zuhause. Dazwischen findet eine echte Reise statt. Mit neuen Erfahrungen, Begegnungen, Krankheit und Erkenntnissen. Wir zelebrieren diese Reisen und umgeben uns mit Dingen die Teil unserer Welt zuhause sind. Das ist nichts Neues, sondern wird seit Jahrtausenden so und ähnlich gemacht. Leider haben wir mit unserem Zugang auch schon Menschen irritiert. Auf unserer Europa Tour mit Secrets of the Moon in diesem Frühjahr, hat ein kriegstraumatisierter Veteran während unseres Rächerrituals einen schweren Flashback erlitten. So etwas kann passieren, zeigt aber auch die Grenzen des Einzelnen und zwingt einen dazu sich damit auseinanderzusetzen. Auch wenn wir deshalb beschimpft wurden, wissen wir, dass wir dem Mann damit einen wichtigen Dienst erwiesen haben.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Ich habe in einem Interview eine Aussage über die Macht von Pflicht und Verantwortung von Musik von euch gehört. Und möchte dies noch einmal konkretisieren. Wie realisiert ihr die Verbindung eures musikalischen Schaffens und dem realen Leben. Verschmelzen die Elemente beider Welten?

 

OSDOU: Jeden Tag. Der Mensch ist ja keine Insel und niemand braucht zu glauben, dass er für sich existieren kann ohne seine Umwelt zu beeinflussen. Und nicht nur auf metaphysischer Ebene. Wir sind auch soziale Wesen, das hat sich seit Anbeginn unserer Existenz als überlebensnotwendig erwiesen. Und nur weil uns in einem winzigen historischen Augenblick eingeredet wird, dass nur die Individualität das Maß der Dinge ist, heißt das nicht, dass wir uns in einem grandiosen Irrtum befinden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten der Unsterblichkeit, danach trachtet jedes Leben: Die erste ist Heilung und Unverwundbarkeit, die zweite ist Reproduktion. Allen Individualisten und Egomanen wünschen wir viel Spaß beim Selbstbetrug. Wir interagieren mit unserer Umwelt, natürlich auch im realen Leben. Das macht uns ja zu diesen "Scouts", die die Grenzlinien überschreiten - jeden Tag. Wir interessieren uns für die Gesellschaft, wir machen Jobs, haben Familien, bezahlen Steuern und gehen Wählen. Das sind aber Dinge die wir auch aus einem metaphysischen Antrieb tun. Warum sollte hier die Verantwortung von Musik keine Rolle spielen?

 

Sturmglanz: Daraus ergibt sich eine private Frage. Wie lebt ihr, und haltet ihr euch an Prinzipien, welche im Zusammenhang mit der "neuen Welt" und der ehrwürdigen alten Natur stehen? Gibt es persönliche Rituale zur Huldigung und Nachhaltigkeit der Natur?

 

OSDOU: Schwierige Frage. Es ist ja nicht so, dass alleine Naturgesetze unseren Alltag bestimmen. Die Regeln des Zusammenlebens stellen wir schon selbst auf. Musik ist für viele Menschen die letzte Form eines spirituellen Gemeinschaftserlebnisses mit Einfluss auf unser Denken und Handeln. Das nutzen wir als Andockstelle, wir versuchen das noch besser auf den Punkt zu bringen. Nimm zum Beispiel das Funkenflug Festival bei uns in den Bergen. Die ursprüngliche Idee war immer das gemeinsame Ritual, die Möglichkeit sich neu auszurichten. Innezuhalten um den eigenen Standpunkt festzustellen und von anderen Menschen zu lernen. Dazu haben wir Bands eingeladen, daran teilzunehmen. Alan Averill, Mat McNerney, Jessica Thoth und viele andere haben das verstanden und sich auf das Ritual eingelassen. Aber als sie vor dem Feuer standen, haben sie ihre Namen, ihre Rolle, ihren Status als Metal Musiker abgelegt. Wir sind dann alle nur eine Ansammlung von Materie, ein Haufen Sternenstaub. Das Erlebte wird dann in unterschiedlicher Intensität in die Welt hinausgetragen.

 

Sturmglanz:  Spielt ihr noch in anderen Bands/Projekten?

 

OSDOU: Wir sind große Freunde von Kollaborationen, deshalb sind auch Mat McNerney, Steindor Andersen und viele mehr auf unserem Album als Gäste dabei. Aber ein echtes Solo Projekt hat eigentlich nur Hajot mit THELEMA. Er hat schon zig Veröffentlichungen draußen, das lässt sich auf Bandcamp oder Cineploit Records finden.

 

Sturmglanz: Ihr vereint in eurer Musik viele musikalische Stile. Was sind eure hauptsächlichen musikalischen Einflüsse?

 

OSDOU: Wir greifen da auf eine riesige Bandbreite zurück, von Soundtrack, Folk, Singer/Songwriter, Psychedelic Rock, Hardcore, Metal bis Ambient. Ich habe mir gerade auch die letzte Rings Of Saturn und die neue Infant Annihilator auf Vinyl gekauft, da gibt es keine Berührungsängste! Aber musikalische Einflüsse, die man auch hören kann, sind Dead Can Dance, Wovenhand, Danzig, Neurosis, Burzum, Bonnie Prince Billy, Led Zeppelin, Pink Floyd und Sigur Ros.

 

Sturmglanz:  Was steht für OUR SURVIVAL DEPENDS ON US in absehbarer Zukunft an?

 

OSDOU: Wir sind im Oktober in Island in Reykjavík, um am Vetrnaetur Festival zu spielen. Phurpa, Lluvia und Mispyrming werden auch dabei sein, da freuen wir uns schon sehr darauf.

 

Sturmglanz: Arbeitet ihr schon an neuem Material?

 

OSDOU: Klar, wir waren vor kurzem erst im Studio um einen Song für einen Soundtrack aufzunehmen und schreiben natürlich im Proberaum an neuen Nummern. Jetzt ist wieder mehr Zeit dafür und wir tüfteln hart an den neuen Stücken.

 

Sturmglanz:  Kann man noch irgendwo euren aktuellen Zipper käuflich erwerben? Auf dem CHAOS DESCENDS FESTIVAL bin ich leider nicht aus dem Arsch gekommen!

 

OSDOU: Sicher gerne, schau einfach auf unsere Homepage www.osdou.com oder schreib eine kurze Nachricht auf Facebook, wir richten dir ein Packerl zusammen.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Das waren jetzt eine Menge Fragen. Zum Schluss habt ihr die Möglichkeit noch etwas los zu werden? Die berüchtigten letzten Worte...

 

OSDOU: Ich danke dir Varar, für deine Mühe und deine Leidenschaft. Und wenn dir das Leben wieder mal die Fresse poliert, denk dran, rein physikalisch betrachtet sind wir alle nur Sternenstaub! Keep your homefire burning!

 

Varar Wallheim (September 2016)

 

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