Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine Punkte oder ähnliche Bewertungsmaßstäbe. [ weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

Bandinterview: Schrat

 

 

Sturmglanz: Erst einmal Dank für das Interview. Die neue SCHRAT Veröffentlichung „Artefakt“ steht in den Startlöchern. Wie würdet ihr es unseren Lesern beschreiben?

 

Schrat: „Artefakt“ besteht aus 3 Stücken, die bereits 2011 aufgenommen wurden. Musikalisch stellen sie die Weiterentwicklung aus dem Material für „Schattenwahn“ dar. Die Kompositionen selbst sind sehr eingängig und geradlinig gehalten, erzeugen jedoch die zu den Texten passende Atmosphäre. Wir haben uns bewusst für eine sehr viel rauere Produktion als auf „Schattenwahn“ entschieden, um die oben bereits erwähnte Atmosphäre zu verstärken.  

 

Sturmglanz: „Artefakt“ enthält 3 Titel. Bitte geht auf jeden ein. Was steht dahinter, welche Idee kommt zu Geltung und welchen realen Bezug haben die Texte?

 

Fluktuation: Ein Individuum verlässt die selbst gewählte Isolation, um sich seinem Menschsein hinzugeben, erkennt jedoch (erneut), dass eine Koexistenz mit den (Mit)Menschen nicht möglich ist und verlässt deren Welt wieder.  

 

Knochenkult: Beschreibung der Vorbereitung und Durchführung eines Opferrituals. Als Medien werden Blut und Fleisch verwendet. Der Opferdolch wird aus den Knochen der Toten hergestellt.  

 

Endzeitphilosophie: Beschreibung einer Zukunft, in der die Welt durch die Vernichtung der Menschheit gereinigt wird um dadurch zu neuem Leben zu erwachen. Ein zyklisches Weltbild wird zugrunde gelegt. Dabei stellt die Vernichtung das Ende des Zyklus dar.  

 

 

 

 

 

NASTROND

Sturmglanz: Gibt es bereits ein Feedback von Presse, Freunden und Kollegen?

 

Schrat: Feedback von außen spielt für uns keine sehr große Rolle, da SCHRAT nicht auf den Konsumenten ausgerichtet ist. Da Auftritte aber dennoch einen wichtigen Teil von SCHRAT darstellen, erleichtert das aber natürlich auch den Zugang, wenn Veröffentlichungen gut angenommen werden.  Aber ja, wir bekommen bisher durchweg positive Rückmeldungen.  

 

Sturmglanz: Nun hat „Artefakt“ gerade Mal eine Spielzeit von knapp über 18 Minuten, was hat euch dazu bewogen kein vollständiges Album sondern eine EP zu veröffentlichen?

 

Schrat: Wie bereits erwähnt wurden die Lieder zum Großteil in 2011 aufgenommen, jedoch nicht veröffentlicht, weil wir mit dem Ergebnis zu diesem Zeitpunkt nicht 100% zufrieden waren. Da wir parallel dazu weiter an neuem Material gearbeitet haben, welches sich musikalisch wiederum weiterentwickelt hatte, haben wir uns entschieden die 3 Stücke als eigenständige EP zu veröffentlichen. Es stellt eine eigene Schaffensperiode dar. Wir haben dazu in 2015 noch ein paar ergänzende Aufnahmen gemacht und die Platte selbst abgemischt und gemastert.   

 

Sturmglanz: Wo und wann habt ihr die EP aufgenommen und gab es während der Aufnahmen noch kurzfristige Änderungen?  

 

Schrat: Wir waren für die EP wieder bei V.Santura im Woodshed Studio. Der Hauptteil der Aufnahmen lief in 2011 bei ihm. Mit ihm ist die Arbeit einfach sehr angenehm und professionell. Da er selbst  ein hervorragender Musiker ist, ist der Austausch während den Aufnahmen ungemein wertvoll. Ergänzende Aufnahmen haben wir noch in 2015 in unserem Proberaum gemacht. Es gab einige kurzfristige Änderungen im Studio, aber das spiegelt letztlich nur die Arbeitsweise von vor allem Blodspan wieder, der sich oft vom Moment inspirieren lässt und dann aus dem Bauch heraus komponiert.

 

Sturmglanz: Mit dem Namen SCHRAT assoziiert man eigentlich eine Pagan Metal Kapelle und keine Black Metal Band. Wie kam es zu der Namensgebung?

 

Schrat: SCHRAT existiert unter diesem Namen seit 2007. Der starke Bezug zur Natur hat letztendlich den Ausschlag für den Namen gegeben. Für den Schrat gibt es verschiedene Auslegungen und Beschreibungen. Regional unterschiedlich interpretiert, wird der Schrat oft als Hausgeist,  Wald/Wiesen/Bergschrat beschrieben, der ihm und der Natur wohl gesonnenen Menschen, freundlich gegenüber steht. In alten Mythen wird er als unbarmherziger Rächer beschrieben, der Eindringlinge, die sein Reich betreten, durch den Albdruck quält und tierartig reißt.  Er wird aber auch als Bezeichnung für kauzige und/oder alte Männer mit ungepflegtem Rauschebart verwendet ,mit denen wir uns gerne identifizieren. Im Allgemeinen muss daher erwähnt werden, dass uns ein derartiges Erscheinungsbild durchaus erstrebenswert erscheint und damit die ästhetische Grundlage unserer Musik bildet.

 

Musikalisch und textlich war zu dieser Zeit ein definitiv stärkerer Pagan-Einfluss vorhanden. Als unser Sänger Jötunn die Band verlassen hat, wandelte sich dies dann etwas. Da der Bezug zur Natur bis heute weiterhin ein zentraler Bestandteil von SCHRAT ist, war eine Änderung des Namens nicht notwendig. SCHRAT ist unser Medium, das die aus Aggression,  Sehnsucht, Melancholie und Resignation fließenden Emotionen, kanalisiert.  

 

 

 

 

 

BLODSPAN

Sturmglanz: Nun spielen alle SCHRAT Mitglieder in weiteren Projekten. War dies auch der Grund für die doch lange Pause seit „Schattenwahn“ im Jahr 2011? Hat SCHRAT zwischenzeitlich geruht oder arbeitet ihr permanent an neuen Ideen?

 

Schrat: Die Betätigung in anderen Projekten hat keinen Einfluss auf SCHRAT. Da Nastrond in 2011 200km weiter weg gezogen ist, wurde es einfach sehr viel schwieriger mit den etablierten Arbeitsweisen die Band als solches weiter zu betreiben. Wir haben etwas gebraucht um uns auf die neue Situation einzustellen. So gesehen passierte kompositorisch in 2011 und 2012 nicht sehr viel. Die Zeit, die wir hatten, haben wir in einige Auftritte und die notwendige Vorbereitung investiert. Seit 2013 arbeiten wir wieder verstärkt an neuem Material, da wir mittlerweile auch wieder einen Schlagzeuger mehr oder weniger vor Ort haben. Seit 2015 wohnt Nastrond auch wieder etwas näher, so dass viele Dinge wieder einfacher geworden sind.  Viel vom neuen Material hat sich jedoch lyrisch und musikalisch so stark verändert, dass wir es nicht mehr uneingeschränkt mit SCHRAT in Verbindung bringen können. Wir werden diesen Weg daher in einem neuen Projekt weiter verfolgen. Genauere Informationen gibt es dazu aber noch nicht. Die Nebenprojekte von Blodspan und Skilnir (Drudensang, Unryht, …) sind musikalisch anders ausgerichtet, so dass es keine Überschneidungen gibt.   

 

Sturmglanz: Was unsere Leser immer wieder interessiert ist welchen Einfluss der Black Metal in euerm Leben hat. Wie sehr beeinflusst euch diese Lebensweise, wenn man davon überhaupt sprechen kann?

 

Schrat: Wir sind nicht sicher wie die Frage gemeint ist. Es gibt wohl eine bestimmte Lebensweise, die als Black Metal „Lifestyle“ definiert ist. Solche dogmatischen Verhaltensregeln kümmern uns nicht. Jeder von uns lebt sein Leben so wie er es für richtig hält und bleibt sich damit selbst treu.   

 

Sturmglanz:  Wie seht ihr eure musikalische Entwicklung von „Bestimmung Raserei“ (2009)  bis hin zu „Artefakt“?

 

Schrat: Objektiv betrachtet hat sich die Musik hin zum traditionellen Black Metal gewandelt. Das Gesamtbild von Atmosphäre und Emotion steht sehr viel mehr im Vordergrund als eine Aneinanderreihung von gefälligen Riffs. Bildhaft gesprochen sind wir nicht mehr das angenehm gleitende Zäpfchen, das deine Rosette sinnlich stimuliert, sondern die Black Metal Nagelkeule, die dir deinen Unterleib vom Bauchnabel bis zum Arschloch aufreißt!

 

Sturmglanz: Ihr spielt überwiegend traditionell gelagerten Black Metal. Überall liest und hört man Stone Black Metal, alternativ Black Metal oder Sludge Black Metal. Wie steht ihr dazu? Habt ihr dazu eine Meinung?

 

Schrat: Nagelkeule!!

 

 

 

 

 

SKILNIR

Sturmglanz: Wer entwirft eigentlich die Motive eurer Veröffentlichungen? Macht ihr das selbst?

 

Schrat: Das haben wir eigentlich immer recht spontan entschieden. Die Motive für Bestimmung-Raserei und Artefakt haben wir selbst entworfen. Für Artefakt haben wir z.B. als Hauptmotiv ein Bild von Francisco de Goya (Two Old Men Eating) abgewandelt. Für Schattenwahn haben wir mit einem portugiesischen Künstler, Helder Moreira, zusammen gearbeitet. Grundsätzlich haben beide Varianten gut für uns funktioniert. Für uns ist wichtig, dass die Motive eine Verbindung zur Atmosphäre und zur Lyrik des Albums schaffen.

 

Sturmglanz: Welche eurer Shows sind euch bisher am besten in Erinnerung geblieben? Gab es besondere Auftritte, welche euch viel bedeutet haben? Sind weitere Live-Rituale geplant und anfragen diesbezüglich erwünscht?

 

Schrat: Live-Rituale sind definitiv ein Teil von SCHRAT und für die Zukunft auch geplant.  Gut in Erinnerung sind die Rituale 2011 in Großerlach und 2013 in Olten/Schweiz. Die Atmosphäre, die sich gebildet hat, war einfach unglaublich intensiv. Darum geht es letztendlich auch ausschließlich. Den Akt als solches führen wir im Grunde komplett für uns selbst durch, allerdings ist neben unserer eigenen auch die Energie der Zuschauer notwendig, um die Grenze zwischen den Welten verschwimmen zu lassen. Das macht das Ritual aus!

 

Sturmglanz: Welchen idealistischen Zusammenhang gibt es zwischen SCHRAT und der deutschen Black Metal Szene? Vorausgesetzt es gibt eine Szenen in euren Augen!  

 

Schrat: Es ist schwer Zusammenhänge  bzw. Gemeinsamkeiten zwischen SCHRAT und dieser sehr heterogenen Szene auszumachen. Dafür gibt es zu viele Facetten. Allerhöchstens die stark ausgeprägte Emotionalität wäre ein gemeinsamer Nenner. Abgesehen davon  fällt uns da nichts weiter ein. Das trifft aber sicher auch auf jede andere Band zu.

 

Sturmglanz: Was habt ihr als nächstes für Pläne und was habt ihr für Visionen, welche ihr gerne realisieren möchtet?

 

Schrat: Wir arbeiten aktuell an einem neuen Album für SCHRAT. Wie bereits oben erwähnt verfolgen wir parallel ursprünglich für SCHRAT gedachte Ideen als neues Projekt.  Große Visionen gibt es nicht zu realisieren, wir machen alles so wie es sich für uns aus dem Moment heraus richtig anfühlt. Entwicklung bringt immer auch Veränderung mit sich; die ergibt sich aus der Natur der Dinge.

 

Sturmglanz: Vielen Dank für das ausführliche Interview und die letzten Worte habt selbstverständlich ihr!

 

Schrat: Freddar!  

 

Varar Wallheim (Februar  2016)

 

Copyright bei VanDusen Grafix: https://www.facebook.com/vandusengrafix

 

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