Black Metal Termine

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Nemesis Sopor

 

 

Sturmglanz: Ich grüße euch - schön, dass ihr euch die Zeit für dieses Interview nehmt. Eure Band „Nemesis Sopor" ist zwar nicht mehr ganz so jung, dennoch möchte ich euch bitten, die Philosophie, die hinter eurer Musik steht, zu erläutern, um jenen, die eure Musik noch nicht kennen, einen Einblick in euer Schaffen zu geben.

 

FK: Hallo! Ich bedanke mich erst einmal für das Interesse an unserer Musik. Nemesis Sopor wurde 2008 gegründet, um Ausdruck für unsere musikalischen und textlichen Ideen zu finden. Diese sowie die Lust an der Musik selbst stehen im Vordergrund.

 

Sturmglanz: Nemesis Sopor existiert bereits seit 2008, hat allerdings nur zwei Veröffentlichungen („Wurzelloser Geist“ Album und die „Rauhnächte“-Split mit Drengskapur) vorzuweisen, Könnt ihr vielleicht die beiden Veröffentlichungen kurz vorstellen. Speziell interessiert mich die Entstehung der Split mit Drengskapur!

 

FK: Die Tatsache, dass wir „erst“ zwei Veröffentlichungen haben hat mehrere Gründe. Einerseits hatten wir bis 2011 kein wirklich stabiles Line-up, was unter anderem zu der wenig optimalen Tatsache führte, dass ich auf dem ersten Album sowohl Schlagzeug als auch Gitarren eingespielt habe. Andererseits habe ich auch einen gewissen Anspruch an unsere Musik, der ein Übermaß an Songmaterial ausschließt – die einzelnen Lieder unterliegen häufig recht langen Entstehungsprozessen. Die Split dagegen war schon seit längerer Zeit geplant, da uns seit längerem freundschaftliche Bande mit Drengskapur verbinden und wir, obwohl die musikalische Ausrichtung doch recht unterschiedlich ist, viele übereinstimmende Sichtweisen haben und die Musik der jeweils anderen Band wertschätzen.

 

Bild: © Max von der Vogelweide

 

Sturmglanz: Wie wichtig sind für Euch die Texte?

 

FK: Die Texte sind für uns ungemein wichtig. Sie präsentieren einerseits meine Sicht auf die Welt und sind andererseits stark mit der Musik verwoben. Sie folgen alle einem losen Thema, das mit dem Grundgedanken hinter unserer Band zusammenhängt. Alle Texte enthalten auf ihre jeweilige Weise eine Verbindung zu mir selbst, da sie immer aus persönlichen Erfahrungen und Eindrücken entstehen.

 

Sturmglanz: Vielleicht geht Ihr kurz auf die Texte der Titel von „Rauhnächte“ ein:

 

FK: Der blinde Wanderer: ...handelt von der Zerstörungskraft von Zweifeln.

 

Sowohl Wurzelkampf als auch Lauf des Wassers stammen noch vom ersten Album und wurden für die Split neu aufgenommen. Die Texte der beiden sind etwas allgemeiner gehalten: Wurzelkampf thematisiert im Groben unterdrückte Individualität, Lauf des Wassers bildete damals den Abschluss des Wurzelloser Geist-Albums und handelt von einer apokalyptischen Vision, die einerseits herbeigesehnt, andererseits gefürchtet ist.

 

Stille Heimat: Das Lied handelt von der irrigen Ansicht, das Leben hielte für jeden etwas bereit, auf das man nur warten müsse. Allgemein gesagt animiert es, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

 

Sturmglanz: Welche Philosophie, welche Lebenseinstellung steht hinter Nemesis Sopor? Kann man dies überhaupt definieren?

 

FK: Ohne eine zumindest ungefähre Vision wäre es nicht zur Gründung der Band gekommen. Schwer zu definieren ist sie trotzdem, da sie so vieles umfasst und sich wie wir als Menschen auch ändern kann. Mich persönlich interessiert die Frage, was der Mensch eigentlich ist und wie sich dies auf unser Zusammenleben auswirkt. Dieses Interesse beeinflusst beispielsweise die Texte direkt.

 

Sturmglanz: Ist der Black Metal, den ihr spielt, aus Eurer Sicht mit der Realität in Verbindung zu bringen? Gibt es da klare Grenzen und beeinflussen diese dunklen Emotionen Eurer Leben und Wirkungskeis?

 

FK: Unsere Musik und besonders die Texte speisen sich unmittelbar aus der Wirklichkeit. Die in den Texten häufig anzutreffenden Naturmotive stehen dabei zwar auch für eine Faszination der Natur, die ich durchaus empfinde, sie sind jedoch auch stets mehr oder weniger verhüllte Bilder, die die von mir empfundene Realität darstellen. Eine Trennlinie zwischen der Musik und dem „wirklichen Leben“ zu ziehen fällt deshalb schwer, da beides direkt miteinander verbunden ist und vom jeweils anderen zehrt.

 

Bild: © K.L.

 

Sturmglanz: Die erste Scheibe „Wurzelloser Geist“ wurde über das Label „Der Neue Weg“ vertrieben. Was war der Grund „Rauhnächte“ ohne Label zu veröffentlichen?

 

FK: Die Überlegung, die Split ohne Label zu veröffentlichen, entstand daraus, dass uns kein Label ein für uns vernünftiges Angebot unterbreiten konnte und wir es außerdem schätzen, die volle Kontrolle über das Endprodukt zu haben. Momentan deutet einiges daraufhin, dass wir die mit der Veröffentlichung der Split gewonnenen Erkenntnisse für die nächste Veröffentlichung nutzen werden und wieder alles in Eigenregie produzieren. Wir schließen es jedoch für die Zukunft nicht kategorisch aus, wieder mit einem Label zusammenzuarbeiten.

 

Sturmglanz: Wenn man sich die Vielfalt an Einflüssen eurer Musik bewusst macht, wäre es interessant zu wissen, welche Bands ihr privat präferiert?

 

FK: Ich kann an dieser Stelle nur von mir sprechen. Musikalisch bin ich relativ vielseitig interessiert, auch wenn der Großteil davon – mehr oder weniger aus Zufall – sicherlich auf Bands aus dem BM-Bereich entfällt. Generell höre ich Musik jedoch unabhängig von Genregrenzen. Musik kann und ist so viel – sich darin einzuschränken ist meiner Meinung nach schlichtweg Unsinn. Ich bin der Überzeugung, dass die Musik stets für sich selbst sprechen sollte und andere Umstände wie die Genrezugehörigkeit wenig Einfluss auf die Entscheidung, welche Musik man hört, haben sollten. Eine Einschränkung im Musikgeschmack widerspricht wie ich finde einem Grundgedanken von Black Metal: Freiheit. Außerdem verpasst man sonst schlichtweg Sachen, die es wirklich wert sind, gehört zu werden.

 

Sturmglanz: Wie geht's nun weiter? Ist jetzt wieder ein volles Album in Planung? Gibt es vielleicht schon Details dazu?

 

FK: Die Vorbereitungen für das nächste Album „Glas“ sind momentan in vollem Gange. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Aufnahmen noch vor Ende des Jahres abschließen können und das Endprodukt dann wahrscheinlich im Frühling 2014 steht. Textlich gesehen geht das Album persönlichere und direktere Wege und offenbart damit einen größeren Blick in die Lebensphilosophie, die ich hier ja nur angedeutet habe.

 

Sturmglanz: Ich möchte an dieser Stelle kurz auf die Organisation von Nemesis Sopor eingehen. Wer hat innerhalb der Band welche Aufgabe und habt ihr die Möglichkeit zu proben und die Stücke zusammen zu schreiben und zu komponieren?

 

FK: Prinzipiell stammen sowohl Lieder als auch Texte aus meiner Feder. Bei den Proben besteht zwar stets die Möglichkeit, die Lieder noch gemeinsam zu verändern, in der Praxis bleibt das jeweilige Grundgerüst aber meist bestehen. Diese Vorgehensweise birgt meiner Meinung nach Vor- und Nachteile: Ich kann so meine eigene Vision kompromisslos umsetzen und die Lieder in langer Arbeit sehr komplex gestalten. Außerdem tragen dadurch alle Lieder meine Handschrift und wirken homogener. Ein anderer Entstehungsprozess würde die Musik sicherlich in eine völlig andere Richtung bringen. Auf dem kommenden Album wird jedoch auch ein Lied unseres Gitarristen R.S. zu finden sein, das sich sehr gut in das Gesamtkonzept einpasst.

 

Bild: © Max von der Vogelweide (links) I Claudia Helmert (rechts)

 

Sturmglanz: Ihr seid bereits ein paar mal live aufgetreten - gibt es Pläne für weitere Konzerte? Wie würde für euch ein perfekter Konzert-Abend aussehen und mit welchen Bands würdet ihr gerne die Bühne teilen?

 

FK: Wir treten sehr gern live auf und prinzipiell steht bei uns dabei eben diese Live-Erfahrung im Vordergrund. Im Gegensatz zum Tonträger ist Live-Spielen natürlich unmittelbarer und macht es mir eher möglich, eine gewisse Energie zu transportieren, die für mich unsere Musik und Black Metal im Allgemeinen ausmacht. Es gibt keine bestimmten Bands, mit denen wir unbedingt die Bühne teilen wollen. Viel spannender ist dagegen immer, die Menschen hinter der Musik kennenzulernen – im positiven wie im negativen Sinne. Demnächst treten wir unter anderem in Berlin auf (26. Oktober).

 

Sturmglanz: Apropos Konzert, ich habe Euch neulich im Vorprogramm von Nargaroth gesehen. Wie empfandet ihr diesen selbst?

 

FK: Der Auftritt war professionell organisiert und es war sehr angenehm, mit den anderen Bands zu spielen.

 

Sturmglanz: Habt ihr bereits Pläne oder Ideen für die Zukunft von "Nemesis Sopor"? Gibt es bestimmte Ziele, die ihr gerne erreichen würdet?

 

FK: Momentan richten sich alle unsere Pläne auf das nächste Album und die weiteren Live-Auftritte. Andere Ziele gibt es nicht, da wir Musik um der Musik willen machen und nicht irgendwelche Ziele damit erreichen wollen.

 

Sturmglanz: Wie sieht es mit T-Shirts, Merchandise ect. aus?

 

FK: Momentan gibt es die Möglichkeit, die aktuelle Split sowie T-Shirts zu erwerben. Weitere T-Shirts in kleiner Auflage sind bereits in Planung.

 

Sturmglanz: An wen muss man sich wenden, wenn man eine CD bestellen will? Ist das „Wurzelloser Geist“-Album noch erhältlich?

 

FK: Prinzipiell geht das über nemesissopor@arcor.de oder die Facebook-Seite. Unser erstes Album ist schon seit längerer Zeit ausverkauft, Pläne bezüglich eines Re-Releases gibt es nicht.

 

Sturmglanz: Wie seht Ihr die deutsche Black Metal Szene momentan? Gerade aus Eurer Region gibt es aus meiner Sicht durchaus interesssante Projekte und Bands?

 

FK: Ich tue mich mit dem Begriff „Szene“ immer etwas schwer. Der Black Metal hat sich meiner Meinung nach in den letzten Jahren in viele verschiedene Richtungen entwickelt, die schwierig auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind.

An Bands aus unserer Region möchte ich jedoch auf Apathie hinweisen, bei denen A.B. noch Gitarre spielt.

 

Sturmglanz: Von meiner Seite aus gibt es keine Fragen mehr. Sofern ihr noch etwas loswerden wollt, könnt ihr es hier niederschreiben. Ansonsten bedanke ich mich für das Interview und wünsche euch für die Zukunft von "Nemesis Sopor" alles Gute.

 

FK: Vielen Dank für euer Interesse.

 

Varar Wallheim (Oktober 2013)

 

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