Black Metal Termine

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Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Nuclear Magick

 

Die Zwei-Mann-Band Nuclear Magick wurde 2010 gegründet und hat das fast unmögliche vollbracht, noch im selben Jahr ein Demo mit dem Namen  Priests of the Bomb“ aufzunehmen und zu veröffentlichen welches von der Black Metal Szene zurecht abgefeiert wurde und noch immer abgefeiert wird. Nach einigen bemerkenswerten Festival- und Clubauftritten gab es nun vor einigen Monaten ein neues Lebenszeichen in Form einer EP mit dem Namen „Mutual Retaliation“. Die Black Metal Szene ist auch diesmal wieder sehr begeistert. Was aber weiß man von Nuclear Magick? Genau dieser Fragen wollen wir nachgehen und führten ein Zwiegespräch mit den beiden aus dem Ruhrgebiet.

 

 

Sturmglanz: Vielen Dank, das Ihr Euch die Zeit genommen habt um unsere Fragen geduldig zu beantworten. Habe ich beim Einleitungstext irgendwelche Stationen die wichtig für Euch sind vergessen?

 

Wishbone y (r,t): Danke für die sehr positiven einleitenden Worte! Außer der Eurpoatour von Nuclear Magick mit Diocletian ist eigentlich das wichtigste dabei. Allerdings war der Anfang garnicht so einfach wie es wirkt. Unser erster Auftritt auf dem Deathkult letztes Jahr war für uns der absolute Reinfall. Wir waren noch nicht aufeinander eingespielt und es war einfach zu früh für einen Auftritt. Damit haben wir einigen Fans vor den Kopf gestoßen und auch bei einigen die Missgunst gegen uns noch erhöht. Spätestens bei der Tour konnten wir noch die größten Kritiker, die letztes Jahr noch niederschmetternde Live-Berichte geschrieben hatten, zu einer 180° Kehrtwende überzeugen.

 

Veit Vanadium: Ich würde nur ergänzen, dass insbesondere der erste Auftritt, für mich eher eine mittelgroße Katastrophe war. Die Auftritte danach waren wesentlich besser, aber so richtig zufrieden bin ich erst seit unserer Tour mit Diocletian mit meiner und natürlich der Bandleistung.

 

Sturmglanz: Eine Band zu gründen ist immer leicht, aber von Anfang an einen eigenen Stil finden haben nur wenige Formationen geschafft. Zu diesen Formationen zählen aber definitiv Nuclear Magick. Welche Intentionen standen bei Eurer Gründung im Vordergrund? Wer hat die Idee?

 

W: Der Großteil der ursprünglichen Ideen kam von Veit Vanadium. Er hatte schon alles im Kopf als er zu mir ins Heimstudio mir kam und mich fragte, ob ich ihm zeigen kann wie man aufnimmt. Die Thematik stand schon, die Grundzüge der Welt, wie sie aus der Sicht von Nuclear Magick ist. Außerdem war schon klar, wie das Logo in etwa aussehen sollte: der obere Teil nach Black/Death Metal und der untere nach Doom, um die musikalischen Aspekte darzustellen, sowie die Gasmasken damit auch die Thematik dargestellt ist. Von dem so umfangreichen Konzept war ich überwältigt. Allerdings fehlte es an Personen, die die Ideen auch umsetzen. Nach dem Aufnehmen der ersten Riffs, habe ich direkt gemerkt, dass da etwas in der Luft liegt und er die für mich idealen Riffs schreibt, bei denen ich mich beim Songwriting am Bass und Schlagzeug ausleben kann. Veit hat es mal sehr passend ausgedrückt: Er macht bei den Songs das Skelett und ich mache das Fleisch. Dann wird noch zu gleichen Teilen von uns der Bestie die Seele eingehaucht.

 

V: Der Stil hat sich eigentlich von ganz alleine ergeben, da Wishbone und ich uns beim Schreiben sehr ergänzen und auch gegenseitig inspirieren. Ohne den anderen würde es die Band in der Form nicht geben. Zur Gründung muss ich etwas weiter ausholen. Die Idee zu der Band hatte ich schon länger, sogar den Bandnamen hatte ich schon im Kopf und ich wollte schon lange meine Ideen manifestieren. Also bat ich Wishbone mir zu zeigen wie ich meine Ideen aufnehmen kann und stattdessen nahmen wir eine erste Version von „Nuclear Magick“ auf. Das ganze Konzept zur Band hatte ich wie schon erwähnt lange im Kopf und Wishbone war davon sehr angetan.

 

 

Sturmglanz: Hattet Ihr musikalische Erfahrungen aus anderen Projekten oder war dies für Euch was komplett Neues?

 

V: Ich hatte Banderfahrung, aber vergleichbar war es nicht. Wirklich kreativ ausleben konnte ich mich erst mit NM.

 

W: Ich spiele noch in weiteren Bands, von denen vor allem Wrack für mich von Bedeutung ist. Wrack hat bis vor kurzem eine Mischung aus Studio und Proberaum bewohnt. Dort hat sich auch Nuclear Magick gegründet. Für Veit war es eher noch Neuland, aber ich habe sofort gemerkt wie viel Potential in ihm vorhanden ist und aus ihm ausbrechen will. Ansonsten mache ich Sachen nebenbei, wie etwa Sessiongitarre bei Thyrgrim oder Drums für ein Video von Aeon Sable. Das ist die Band von Din-Tah Aeon, von dem ich Mixing gelernt habe und der beim Mastern u.a. der Mutual Retaliation EP geholfen hat. Er mastert übrigens auch andere Bands, die bei Iron Bonehead und auch Dunkelheit Produktionen unter Vertrag sind.

 

Sturmglanz: Kommen wir auf die aktuellen EP „Mutual Retaliation“ zu sprechen. Ich muss zugeben, ich war enttäuscht, allerdings nicht über die musikalischen Qualität sondern viel mehr, dass nur 3 Tracks auf Vinyl gepresst worden war,en da ich gehofft hatte, bald ein komplettes Album in den Händen zu halten. Mit welcher Absicht habt ihr euch dafür entschieden und seid ihr mit den Reaktionen der Fans soweit zufrieden?

 

V: Der Entschluss für die EP fiel eigentlich gleichzeitig mit der Tour, eben als Tour-EP. Also die Reaktionen waren soweit ich sie mitbekam, gut bis begeistert. Aber vor allem wir sind mit der EP zufrieden.

 

W: Eigentlich hatten wir auch geplant einen Longplayer aufzunehmen. Aber als spontan das Angebot zu einer Europatournee mit Diocletian kam, haben wir beschlossen für die Tour eine EP aufzunehmen. Da die Zeit knapp war, haben wir hauptsächlich Nachts innerhalb von zwei Wochen die Songs geschrieben und aufgenommen. Vorher waren nur die Instrumente von Mutual Assured Destruction aufgenommen.

 

Sturmglanz: Woher holt ihr Eure Inspiration und wer ist für die Lyrics verantwortlich? Verratet unseren Lesern wovon Texte handeln und welche Situationen darin enthalten sind:

 

 

V: Unsere Inspirationen für die Texte liegen hauptsächlich in der neueren Geschichte, sowie der Atom-Physik. Der kalte Krieg bietet auch genug Stoff für Texte, allerdings beschränken wir uns nicht nur darauf, auch andere historische Ereignisse sind für uns relevant...

 

W: …außerdem inspirieren uns auch Film- und Literaturgeschichte und science-fiction-artige Weltuntergangsszenarien.

 

Titel: Dead Hand

 

W: Das Intro Dead Hand ist ein Abwehrsystem der Sowjetunion mit dem automatisiert eine atomare Vergeltung ermöglicht wird, falls durch einen Erstschlag die sowjetische Führung vernichtet wird. Das System arbeitet durch niederfrequente Funksignale die über unterirdische Antennen übermittelt werden. Dead Hand ist vermutlich noch in Betrieb. Bei dem Intro gibt es keine Lyrics, aber musikalisch wird das was der Titel aussagt wiedergegeben und damit die Vernichtungswirkung von Planck Power und das bedrohliche Abschreckungsprinzip der Mutual Assured Destruction vorweggenommen.

 

Titel: Planck Power

 

W: Der Text von Planck Power schafft eine Schnittstelle zwischen der immer wahnwitziger werdenden Zerstörungskraft im Kalten Krieg und der Physik, bzw. zu unserer Existenz an sich. Eine immer größer werdende Steigerung endet irgendwann in der Planck-Leistung, die zusammen mit anderen Einheiten der Planck-Skala an die Grenzen der bekannten Naturgesetze stößt.

 

Titel: Mutual Assured Destruction

 

W: Mutual Assured Destruction handelt vom tragischen Ende das aus dem Prinzip der gegenseitig zugesicherten Zerstörung folgt. Das Prinzip soll dazu dienen den Frieden zu erhalten. Aber es wird das Ende des Lebens wie wir es kennen.

 

V: Allgemein war die MAD-Doktrin eher bekannt als Gleichgewicht des Schreckens oder direkt übersetzt als wechselseitige zugesicherte Zerstörung. Sprichwörtlich: wer als erster schießt, stirbt als zweiter. Kurz gesagt, im Song geht es um die wechselseitige Zerstörung.

 

Sturmglanz: Was mir richtig gut gefällt ist das Layout und speziell das Cover. Wer hat es gezeichnet?

 

V: Gemalt wurde es von Paolo Girardi, der auch die Cover von Blasphemophagher malt.

 

W: Er ist ein großartiger Zeichner und malt mit viel Liebe zum Detail. Wir haben ihm grob  vorgegeben was wir uns vorstellen und ihm ansonsten freie Hand gelassen. Er hat wesentlich mehr rausgeholt als wir uns vorgestellt hatten.

 

Sturmglanz: Auf Metal Archives steht ein Satz den ich nicht direkt deuten kann:Track 2 is misprinted as "Enhanced Radiation Weapon" on the cover“ Was hat es damit auf sich?

 

V: Wir waren beim erstellen der Titelliste nicht aufmerksam und haben "Enhanced Radiation Weapon" statt Planck Power drucken lassen, was uns erst auf der Tour auffiel.

 

Sturmglanz: Wurden die Stücke der EP in einem Studio aufgenommen?

 

V: In unserem Proberaum-Studio.

 

W: Wir haben da das „Autumnsouls Studio“ eingerichtet, mit dem auch das Album „Gram und gleißende Wut“ meiner anderen Band Wrack aufgenommen wurde.

 

Sturmglanz: Da eure Musik neben Doom Death Metal auch einen großen Anteil an Black Metal enthält, möchte ich euch fragen, wofür diese Art von Musik eurer Meinung nach steht.

 

W: Die Bezeichnungen der Metal-Stile sind inzwischen so komplex geworden und Nuclear Magick greift diverse Elemente auch von außerhalb auf und wir haben irgendwo dadrin unsere Nische gefunden. Jeder hat seine eigene emotionale Verbindung zu den diversen Stilen, daher wird jeder auch was anderes in Nuclear Magick sehen.

 

Sturmglanz: Wenn ihr Nuclear Magick mit nur 5 Wörtern beschreiben müsstet, welche wären diese?

 

W: Now, I am become Death, ...

 

V: …the destroyer of worlds. Ugh!

 

Sturmglanz: Werdet ihr euch in näherer Zukunft auch einmal auf eine ausgedehnte Tournee begeben oder nach wie vor nur einzelne Konzerte spielen?

 

V: Wenn es sich zeitlich einrichten lässt. Auf einer kleinen Tour waren wir ja jetzt im Mai.

 

W: Wir haben gerade eine Europatournee mit Diocletian hinter uns, bei der uns Kadeniac von Bloody Vengeance an der zweiten Gitarre unterstützt hat und sind vor allem im Ausland auf sehr positive Resonanz gestoßen. Das ist uns besonders wichtig, aber jetzt stehen erstmal Songwriting und Aufnahmen für das kommende Album im Vordergrund.

 

Sturmglanz: Apropos Konzerte: Eure Bühnenshow ist wenig spektakulär, aber irgendwie wird das Publikum von Euch in einen Sog eingezogen, dem es nur sehr schwierig ist, diesem zu entkommen. Was meint ihr woran dies liegt? Wie bereitet ihr einen Gig vor? Gibt es ein Ritual?

 

W: Wir selbst sind beim Spielen voll und ganz in die Musik eingetaucht. Das steckt anscheinend an. Unsere Auftritte sind allerdings nicht immer ganz so spartanisch. Manchmal kommen z.B. rituelles Räucherwerk, Kerzen oder Corpsepaint zum Einsatz. Aber das entscheiden wir spontan. Das muss zur aktuellen Stimmung passen.

 

V: Die Musik sollte Bühnenshow genug sein, bzw. die Bühnenshow daraus resultieren. Die besten Auftritte die ich „gesehen“ habe, habe ich mit geschlossenen Augen verbracht. Jeder hat vor einem Auftritt seine kleinen individuellen Rituale, die sind aber persönlich.

 

Sturmglanz: Was gibt es über Euren Live Drummer „D“ zu erzählen oder berichten?

 

W: Dennis Deuterium ist auch bei Iron Kobra aktiv und ist inzwischen fester Teil von Nuclear Magick. Er passt vom Stil her absolut zu uns. Seit dem neuesten Song „Fog of War“ ist er auch im Songwriting einbezogen. Er ist einer der besten Drummer die ich kenne und wertet die Songs sehr auf.

 

Sturmglanz: Was sind eure kurz- und langfristigen Pläne? Gibt es von Euch T-Shirts und Patches?

 

V: Höchste Priorität hat derzeit die Arbeit an unserem kommenden Album, alles andere ist erstmal zweitrangig. Aufnäher gibt es noch bei unserem Label Iron Bonehead, sowie das Demo Shirt.

 

Sturmglanz: Welche Bands oder Alben begeistern euch besonders?

 

W: Da gibt es so viele, dass ich das jetzt nicht auf wenige beschränken will.

 

Sturmglanz: Inwiefern denkt ihr kann das Internet mit Facebook und Co kleineren Bands zu Bekanntheit verhelfen? Wie ist eure Meinung über Social Networks und Mp3 Downloads?

 

V: In unserem Falle war das Label der entscheidende Faktor. Ohne Iron Bonehead, wären wir wohl nicht ansatzweise so bekannt.

 

W: Facebook usw. sind hilfreich um gezielt genau die Leute zu erreichen, die etwas mit der Musik anfangen können und erleichtert auch die Kommunikation, sowohl mit den Fans als auch mit anderen Bands. Wichtige Dinge laufen aber über Email.

 

Sturmglanz: An dieser Stelle schmeiße ich wieder mit ein paar Stichpunkten um her, die ihr bitte ergänzt und kommentiert:

 

-          größter Fehler der Menschheit

 

W: Die Welt ist zu komplex, um eine Einzelheit als größten Fehler bezeichnen zu können.

 

-          schlechtestes Album das ich je gehört hab ist…

 

V: Ich höre keine schlechten Alben

 

-          nichts ist verwerflicher als…

 

W: Auch hier wäre es mir zu eingeschränkt mich da festzulegen.

 

-          Nargaroth

 

W: Ich habe im Januar bei Thyrgrim mit Nargaroth in Erfurt gespielt und Ash als umgängliche und sympathische Person kennengelernt. Mir geht dieses Anti-Nargaroth-Gehabe auf den Sack. Wer nicht mal wenigstens mit jemandem gesprochen hat, soll sich nicht anmaßen über die Person zu urteilen!

 

V: Interessiert mich nicht. Höre ich nicht.

 

-          Ruhrpott

 

W: Heimat, bzw. Wahlheimat.

 

Sturmglanz: Habt ihr noch ein paar abschließende Worte, die ihr unseren Lesern gerne sagen würdet?

 

V: Vielen Dank für das Interesse und kämpft für Entropie!

 

Sturmglanz: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch viel Erfolg mit der Scheibe. Den Grundstein dafür habt ihr euch selbst gelegt und jetzt stehen die Zeichen auf Sturm.

 

W: Danke auch!

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