Black Metal Termine

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Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Dies Ater

 

Dies Ater - bis heute Umstritten. Aber immer eine feste Adresse, wenn es um rauhen, atmosphärischen Black Metal aus deutschen Landen geht. Jahre war es still um die Band. Doch nun melden Sie sich zurück,  treten wieder auf und kündigen sogar ein neues Album an. Grund genug um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. So stand mir Bandleader Impurus (aka Eugen H.) als Gesprächspartner zur Verfügung.

 

 

Tom: Ave Eugen, in den letzten Jahren gab es bei euch diverse Ereignisse und Veränderungen zu vermelden.Ihr hattet euch im Jahre 2009 aufgelöst, erzähle doch mal was genau nach der "Odiums Spring" Phase (2007) bis heute bei euch geschah!

 

Eugen: Nun, N.T.(Sänger-Amn.d.Verf.) gab uns damals zu verstehen, dass er keine grosse Motivation mehr habe mit der Band weiterzumachen. Dieses Problem trug eher wohl schon länger mit sich herum. Ich selbst hatte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls durch die vielen Probleme, die eine Band so mit sich bringt die Schauze voll und so kam der Gedanke jetzt aufzuhören. Natürlich fiel der Entschluss nicht leicht, denn zuviel Herzblut steckte in dieser Band. Wir existierten zu diesem Zeitpunkt bereits 14 Jahre, aber die Luft war schlichtweg raus und familiäre und berufliche Veränderungen traten nunmehr in den Vordergrund.

 

Wir beschlossen Dies Ater defintiv aufzulösen,wollten vorher aber noch ein grosses Abschiedskonzert geben. Dieses Konzert fand dann im April 2009 Berliner Darkside Club statt. Von da an gingen wir getrennte Wege. Ich war zwar weiterhin mit Torgrim und Ole C. in Kontakt, nur N.T. verlor ich ab diesem Zeitpunkt aus den Augen. Ich fing an musikalisch etwas anderes zu machen und startete mit einem Freund das Doom Projekt Albez Duz (CD ist vor kurzem erschienen). Nach einigen Wochen schon stellte ich jedoch fest, dass das allein musizieren auch nicht die dauerhafte Lösung sei. Es musste unbedingt wieder eine "richtige" Band her -  sich treffen um zu Proben, Saufen etc.

 

 

So verging ein halbes Jahr bis ich eines Abends spontan zum Hörer griff und N.T. anrief. Zu meinem erstaunen meinte er, dass ihm die Band auch fehlen würde und wir gerne für ein paar Konzerte wieder was starten können. Nach einem Treffen sagten Ole C. und Torgrim  auch wieder zu. Ich muss sagen, dass hatte ich so nicht für möglich gehalten. Es war ein gutes Gefühl nun wieder vereint zu sein. Durch die (wenn auch kurze) Trennung wußten wir wieder die Band zu schätzen,so schwülstig das auch klingen mag. Allerdings war unser damaliger Gitarrist Ebonizer nicht mehr aufzutreiben, ihn hat es laut Gerüchten in eine Sekten ähnliche Band verschlagen, die sich mit "positiven Denken" beschäftigt... Muss nicht weiter ausgeführt werden. So übernahm Torgrim wieder die Lead Gitarre (vorher kurzzeitig Bass) und wir fanden wenig später in J.T. (von Ahnengrab) einen neuen, passenden Bassisten. Es folgten einige gelungene Auftritte, wie z.B. auf dem Fireblade Force oder dem Northern Lights Festival.

 

Tom: Warum habt ihr euch Anfangs nur für Konzerte wieder zusammengefunden? Und wie kam der Sinneswandel nun doch wieder eine neue CD aufzunehmen?

 

Eugen: Es sind nach wie vor zeitliche und geographische Probleme die uns einschränken. Wir sind keine Band die sich jede Woche zum Proben trifft und rund um die Uhr miteinander abhängt. Die Entfernung spielt wie schon erwähnt eine große Rolle, Ole C. lebt seit langer Zeit in Würzburg, J.T. kommt aus Frankfurt/Oder. So entschlossen wir uns erstmal nur Konzerte zu spielen, ohne Druck und ohne Erwartung, eben ganz unverkrampft. Irgendwann war das Thema "Neue Musik" doch wieder auf dem Teller. Zum sog. "Sinneswandel" kann ich dir nur mit einem Zitat entgegnen: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?" (Adenauer)

 

Tom: Wie kam der Deal mit Obsure Abhorrence Records. zustande? Seit ihr mit den Konditionen zufrieden? Warum macht ihr keine weitere Platte beim Twilight Vertrieb?

 

Eugen:  Das mit Twilight hat sich weitestgehend erledigt, wir waren zwar so ganz zufrieden mit ihnen, Sie hatten aber auch eine gewisse Paranoia, was so manch Aussage oder Image von ihren Bands betrifft. Sie wollten uns eigentlich auch zig mal auf große Tourneen schicken, was aber aus irgendwelchen Gründen nie funktioniert hat. Wir kennen Andy von Obsure Abhorrence Records schon seit anbeginn und ich fragte ihn einfach, ob er nicht unsere nächste Scheibe rausbringen möchte. Da er bekennender Dies Ater Fan ist, sagte er im Handumdrehen zu und wir konnten uns auch schnell mit der Studiobezahlung einigen. Er hat uns ein Spitzen Angebot gemacht, dass man als Band von unserer Größenordnung so gut wie nicht mehr bekommt. Wir sind gespannt und werden, was Werbung usw. betrifft ihm unter die Arme greifen.

 

 

Tom: Es gibt von euch mittlerweile einige Veröffentlichungen. Kommentiere bitte die einzelnen Platten eures Schaffens.

 

Eugen: Reign of Tempests (1998) - defintiv ein Teil unserer Rest Jugend. 3 Stücke stammten ja noch vom 96er "Rabenflug" Demo.Wir sind noch immer sehr zufrieden damit, auch wenn mansich beim einspielen etwas mehr Mühe hätte geben können. Aber soweit waren wir damals noch nicht. Das Album wurde übrigens noch Analog aufgenommen, auf 16 Spuren, wenn ich mich nicht irre. Da kein vernünftiger Mix zustande kam, gingen wir mit den Aufnahmen zu Harris Johns, der sich permanenant über unsere  damaligen"Fähigkeiten" lustig machte. Das Coverartwork und die gesamte Aufmachung ist im nachhinein ein echter Lacher, darauf hatten wir allerdings keinen Einfluss, da Mordgrimm Records damals alles selber machen wollten.

 

Through weird woods (2000) - Das wohl bekanntestes Album, wenn auch nicht mein Favorit. Ein sehr natürlicher Sound, es fehlte aber damals die Zeit für Experimente und Feinheiten. Trotzdem, der Titeltrack und "Scorned heroine" sind noch immer starke Nummern, die wir auch heute noch gern Live zum besten geben. Die Produktion war übrigens sündhaft teuer...

 

Chanting Evil (2003) - Die Zeitenwende. Für alle in der Band die vielleicht beste Platte, auch wenn die Produktion die Schwächste ist. Auf diesem Album wurde viel experimentiert und es hat in meinen Augen eine einzigartige Atmosphäre. Meine persönlichen Favoriten sind definitiv "The Last of storms", das Instrumental "Gentle eclipse" und (natürlich) "Rausch der Macht"...

 

Out of the Dark (2004) - Ein Einblick in unsere Vielschichtigkeit und eine "Fuck off" Ansage an 17 jährige Black Metal Spaßten und Pfadfinder Metaler, die uns erklären wollten, was Black Metal ist und was nicht.Diese Mini CD ist bewusst anders geworden. Ein Tribut an Falco, der kaputter war, als so manche "BM Ikone" gerne sein wollte. Wir teilten mit Falco damals so manche Vorlieben...

 

Odium´s Spring (2007) - Das wohl härteste und kälteste DIES ATER Album. Sehr Thrash lastig und  "in die Fresse". Mir fehlt aber noch immer etwas der Abstand um das Album vollends beurteilen zu können. Die nächste Scheibe wird jedenfalls etwas anders werden...

 

 

Tom: Apropos "Chanting Evil". Dieses Album stellt auch mein persönliches Lieblingsalbum von euch dar. Ihr spielt seit 1994 zusammen, inwieweit hat sich der Black Metal aus eurer Sicht verändert? Heutige Bands verzichten des öfteren auf Keyboard Einsätze, wobei dieses Element in eurer Musik immer präsent war...

 

Eugen: Das sehe ich ähnlich, auf fast jedem Black Metal Album von früher (Epoche 92-96) findet man Keyboard Einsätze, erinnern wir uns nur an Scheiben wie Graveland`s "Carpathian Wolves", die Emperor/Enslaved Split CD, Gehenna´s "First & 2nd Spell", Burzum`s "Filosofem", Strid`s 94´er EP,TRoll´s "Drep de Kristne", die erste Arcturus Mini CD und, und, und... Heutzutage holzen viele Bands nur noch drauf los,setzen auf Eintönigkeit und werden (zumindest für mich) schnell uninteressant bzw. stinkend langweilig. Desto unverständlicher, dass viele dieser Kapellen schwer abgefeiert werden, da der Kult Faktor angeblich sehr hoch sei. Mein Herz schlägt noch immer für den guten alten norwegischen Black Metal der Mitte 1990er Jahre, doch wo ist denn dieser Stil geblieben? Diese Form von Musik scheint wirklich vollkommen ausgestorben zu sein.

 

Tom: Was kann man von eurem neuen Album erwarten?

 

Eugen: Genau das, was ich heutzutage im Black Metal vermisse und eben beschrieben habe. Wir setzen diesmal alles auf Atmosphäre und auf das was heute im Black Metal aus unserer Sicht fehlt. Viel Melodie und Abwechslung im typischen Dies Ater Stil. Melancholie und Raserei! Musik die bei vielen hängen bleiben wird.

 

Tom: Berlin hat eine große Death Metal Szene aus mehr oder minder guten Bands. Wie sieht es in der Hauptstadt mit Black Metal Bands aus?

 

Eugen: Schwierige Frage, wir haben schon einige Kombos hier kommen und gehen gesehen und unser Interesse hält sich in Grenzen. Dennoch möchte ich Nabat und Gräfenstein positiv erwähnen, mit denen wir uns gut verstehen und weil es ehrliche und langjährige Musiker sind.

Tom: Deine Meinung zu:

 

Eugen: Viking Metal - Was genau meinst du damit? Wenn du damit "Hammerheart" von Bathory oder "Frost" von Enslaved meinst, wunderbar! Auch so manche Band aus Russland oder der Ukraine ist klasse! Wenn allerdings sowas wie Finntroll, Varg oder gar Amon Amarth gemeint ist: Nein Danke! Solche Mischpoke gehört verbrannt und hat in unserem Weltbild keine Daseinsberechtigung.

 

Legacy Magazin - Fiese Mongos.

 

Burzum - Gute Musik, gute Ideen.

 

Mohammed Karikaturen - Das lassen wir lieber...

 

"War Black Metal" - Nicht die Musik die ich ständig höre, aber Bands wie Beherit. Archgoat, Demoncy landen ab und zu auf dem Plattenteller. Allerdings zeichnet sich in den letzten Jahren auch hier ein gewisser Trend ab und so manche Dilletanten Kombo wird wie schon oben erwähnt wegen ihren ach so Okkulten Absichten und Symboliken gen Himmel gelobt. Auch egal!

 

Metal Online Magazine - Stellen komische Fragen!

 

Was steht 2012 an Live Auftritten bei euch an?

 

Eugen: Bis jetzt steht ein Festival Auftritt, allerdings nicht in Deutschland. Wir sind noch auf der Suche nach weiteren Auftrittsmöglichkeiten. Man spreche uns an.

 

Tom: Vorletzte Frage. Was ist aus Cryogenic geworden?

 

Eugen: Nun, Cryogenic exisiteren seit 2004 nicht mehr. Der Gitarrist und Songschreiber F.D. ist kurz nach "Parsifal 21" nach Hessen gezogen, hat aber mittlerweile eine neue, feine Band. Wir haben uns bis heute nicht aus den Augen verloren, auch wenn der Kontakt etwas weniger geworden ist. Für Dies Ater war im übrigen Cryogenic immer ein grosses Vorbild, ihre CD "Celephais" ist bis heute ein völlig unterbewerteter Meilenstein und für mich eines der besten Alben überhaupt!

 

Tom: Ich bedanke mich für das interessante Interview! Last words?

 

Eugen: Kein Problem, immer gerne. Erwartet die unsere Scheibe irgendwann 2012... Alles ist gesagt. Für Reaktionen: www.facebook.com/diesater

 

Tom (Oktober 2011)

 

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