Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine Punkte oder ähnliche Bewertungsmaßstäbe. [ weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Ungod

 

Ungod haben Ende März 2011 mit "Cloaked In Eternal Darkness" nach vielen Jahren, genauer gesagt 18! endlich ihr zweites Album  abgeliefert. Seit der Gründung der Band sind nun schon 20 Jahre vergangen, ein Grund für Sturmglanz, mehr über die Urgesteine des deutschen Black Metal zu erfahren. Schiekron - Bassist und Gründungsmitglied der Band aus Franken stand uns hierfür Rede und Antwort.

 

 

Sturmglanz: Servus nach Franken - Danke das du dir Zeit für uns genommen hast.

 

Schiekron: Gruß zurück! Ich nehm mir immer Zeit um interessante Gespräche zu führen!

 

Sturmglanz: Ihr habt ja nun dieses Jahr euer 20 jähriges Jubiläum, viel ist in der Zeit passiert, da gibt es sicherlich viel zu berichten, fangen wir bei der Bandgründung an. Zu eurer Gründungszeit begann ja gerade die zweite Welle des Black Metal Skandinavien zu überrollen, wie weit hat das euch beeinflusst, eine Band ins Leben zu rufen, wie entstand der Name Ungod und wer waren die ersten Mitglieder?

 

Schiekron: Als eifrige Tapetrader waren wir damals natürlich alle total auf dem Undergroundtrip und die Death Metal Szene  war zur totalen Farce verkommen, so mit Jogginghosen, Mickey Mouse  Shirts und dem ganzen albernen Sozialkritischen Dreck. Daher war es von vorneherein klar das diese Band sich voll und ganz dem guten alten Black/Death oder besser gesagt, Metal generell, verschreiben würde. Alle in der  Gründungsphase der Band (A.B.G.I. - Chainsaw/Schiekron - Bulldozer Bass/Condemptor - Coffins/Infamist of Tumulus - Votum & Angel of Blasphemy - Chainsaw) involvierten Mitglieder sind heutzutage schon im  gesetzteren (;) Alter und wuchsen mit den alten Helden wie Celtic Frost/Venom/Bathory/Slayer/Sodom/Destruction usw. auf. Diese Tradition wollten wir fortführen  um das "Böse" wieder in den Metal hineinzubringen. Der Skandinavische Black Metal Boom war zu dieser Zeit noch nicht abzusehen und hat uns daher nur wenig bis gar nicht beeinflusst. Es waren eher  Bands wie Rotting Christ/Samael/Blasphemy/Varathron & Necromantia  die  den  guten alten Stil, musikalisch wie auch optisch, am Leben erhielten  und dafür sorgten das  Black Metal  nicht ausstarb. Der Bandname Ungod  entstand  aus der Idee den Bandnamen nicht allzu Klischeehaft aber trotzdem eindeutig zu gestalten. Ungod bedeutet nichts anderes als Antigod oder, wenn man will, auch Menschengott.

 

 

Sturmglanz: Wo euer Line - Up stand und die Richtung, in der ihr gehen wolltet habt ihr euer erstes Demo veröffentlicht. Black Metal steckte ja eigentlich noch in den Kinderschuhen, wie kam das Teil zur damaligen Zeit an?

 

Schiekron: Magicus tallis Damnatio (1992) wurde nach einiger Zeit des herumfeilens an den Songs in unseren Proberaum aufgenommen  und zugleich durch  fleißiges Tapetraden in aller Welt verbreitet. Das Tape kam im weltweiten Underground sehr gut an  und bescherte uns sehr viele Reviews und Interviews in den  verschiedensten Publikationen/Fanzines und Tapecompilations.

 

Sturmglanz: Mit "Circle Of The Seven Infernal Pacts" habt ihr dann 1993 euer Debüt-Album veröffentlicht, welches mittlerweile Kultstatus besitzt und auch heute noch in Underground Kreisen als Ur-Scheibe des deutschen Black Metal bezeichnet wird, auch international fandet ihr damit große Beachtung, wie siehst du das Album? - zur damaligen Zeit und heute, wie kam es zum Deal mit HSB Records?  

 

Schiekron:  Ich bin immer noch sehr mit dem Resultat zufrieden wenn man bedenkt unter welchen finanziellen  Umständen die ganze Geschichte entstand. Das Album ist von vorne bis hinten Low Budget Deluxe, hehe. Aber es ist ehrlich, ungeschliffen und repräsentiert was wir damals ausdrücken wollten. Keine Ahnung ob das Album Kultstatus oder sonst was hat, darum geht es bei Ungod auch gar nicht. Es ist aber schön zu hören das es doch einige Anhänger gefunden hat! The Unsane (Ex-Bestial Summoning Sänger ) und ich waren damals durch`s Tapetraden und sein Fanzine in engen Kontakt und so ergab es sich eines Tages das er wohl ein Label starten würde und uns als erstes "Signing" haben wolle. Wir zögerten nicht lange und nahmen alle Songs die wir zur damaligen Zeit hatten Live in einen kleinen Privatstudio auf. Gesang und Mix wurden später in einen professionellen Studio erledigt. Das Album kam im Dezember 1993 als auf 500 Stück limitierte Vinyl LP auf den Markt und wurde 1994 von Merciless Records als CD Version lizenziert da HSB wohl das nötige Kleingeld dafür fehlte.

 

Sturmglanz: Ihr habt euch auch als die "böseste" Band aus Deutschland bezeichnet, sicherlich gab es da neben dem Erfolg auch Schwierigkeiten, gerade mit den sogenannten "Szene-Wächtern", welche Probleme hattet ihr und der Black Metal allgemein zu dieser Zeit?

 

Schiekron: Hahaha! Das stand mal auf`nen Demoflyer von 1992 und bezog sich auf die Musik! Einige nichtsnutzige, unbedeutende Flachwichser die heutzutage schön die Windeln ihrer Babys wechseln und ihrer hässlichen Alten den Müll runtertragen fühlten sich dadurch in ihrer ach so Bösen Ehre gekränkt  und meinten uns deswegen anpissen zu müssen. Damals wie heute - es interessiert uns einen feuchten Dreck was andere über uns denken! Abgehakt!

 

 

Sturmglanz: Über Merciless Records folgten 1995 zwei Splits, eine davon mit der Koblenzer Band Desaster, welche ja neben euch zu den wichtigsten und einflussreichsten aber mittlerweile auch Dienstältesten Bands des deutschen Black Metal, besonders des Underground zählen, wie kam es damals zu dem Deal und habt ihr noch Kontakt?

 

Schiekron: Man trifft die Desaster Jungs immer mal wieder auf Konzerten etc. auf 1 bis 2 Bierchen. Ständiger Kontakt ist aber, auch aus rein Zeitlichen Gründen, nicht mehr vorhanden. Volker von Merciless Records und ich besuchten  1993 ein Konzert von Desaster in Koblenz  wodurch der erste Kontakt hergestellt war. Ein Brief von mir mit der Anfrage einer Split - EP an Desaster wurde von der Post verschlampt wodurch diese beinahe nicht zustande kam. Im Januar 1995 war ich dann für vier Wochen in Trier auf Zivildienstlehrgang und besuchte am letzten Wochenende Infernal Kuschke zuhause um alles klar zu machen. Der Rest ist Geschichte wie man so schön sagt!

 

Sturmglanz: Auf eurer 1996 erschienen E.P. "Conquering What Once Was Ours" war gegenüber dem Debüt einen leichter Stilwechsel zu verzeichnen, etwas weg vom morbiden dafür etwas schneller, lag das an den neuen Bandmitgliedern, besonders dem Sänger oder warum?

 

Schiekron:  Schneller? Ich denke eher das Gegenteil ist der Fall! Wir wollten einfach diesen schneller, schneller und noch schneller Krach Black Metal Einheitsbrei etwas entgegensetzen und uns hin zu schwerer Musik  hinbewegen. Mehr Heavy Metal, mehr Eingängigkeit. Hatte nix mit dem Sängerwechsel zu tun, war einfach eine Gegenreaktion zur damaligen Szeneentwicklung.

 

Sturmglanz: Wieder über Merciless folgten 1998 und 2002 noch zwei weitere Splits, bis es danach lange ruhig um euch wurde, erst 2009 mit der E.P. "Ungod" gab es wieder ein neues Lebenszeichen, was war geschehen und was habt ihr in der Zeit gemacht?

 

Schiekron: Irgendwie ging es 1998 nicht mehr richtig weiter was das komponieren neuer Songs betraf und wir werkelten teilweise fast ein Jahr lang an nur einem einzigen Song herum. Es war für mich die Zeit gekommen nach sieben Jahren , in denen ich fast meine ganze Freizeit für die Band opferte ,die Reißleine zu ziehen und einfach mal etwas anderes zu machen. Ich gab meinen Ausstieg bekannt und dachte eigentlich es würde ohne mich weitergehen. Dies war wohl nicht der Fall und die Band wurde kurzerhand aufgelöst. Ich habe mich dann ausschließlich dem Fan-sein gewidmet und meine Sammlung erweitert, Konzerte besucht und natürlich gesoffen wie ein Loch etc.. Tief im innersten war das Thema Ungod aber nie richtig abgehakt und es kribbelte schon einige Male in den Fingern. 2008 ergab sich dann die Chance das ganze wieder aufleben zu lassen und wir machten Nägel mit Köpfen. Zuerst nur als einmalige Geschichte geplant um 1 bis 2 Songs zu machen als Bonustracks für den Debut CD Re - Release, lief es gleich so gut das wir dabei blieben. Wir gehen die ganze Sache heutzutage sehr entspannt an und lassen uns auch nicht  unter Druck setzen was Release Termine etc. angeht. Es macht definitiv mehr Spaß heutzutage als vor 10 Jahren als alles zu bröckeln begann.

 

Sturmglanz:  Mit "Cloaked In Eternal Darkness" habt ihr im März ja nun euer zweites Langeisen abgeliefert, wo man diesen Spaß auch zu hören bekommt, musikalisch geht ihr gegenüber den "neueren" Bands euren eigenen Weg und seid dem Old School treugeblieben, was ja besonders eure alten Fans vor Freude im Kreist hüpfen lässt, habt ihr bewusst an die alten Zeiten angeknüpft oder könnt ihr euch mit dem "modernen" Black Metal nicht wirklich identifizieren?

 

Schiekron: Ich selbst kann mit "modernen" Black Metal absolut nix anfangen und höre zu 95% auch nur den alten Kram aus diesem Genre. Höre sowieso Kreuz und Quer alles an alten Metal, angefangen mit "normalen" Heavy Metal über Power/Speed/Thrash und Death Metal bis hin zum alten Grind und Crust. Ungod ist also völligst frei von modernen Einflüssen und dabei bleibt es auch!

 

 

Sturmglanz: Ihr habt ja immer den Spaß an der Musik gesehen und seit dem Undergound treu geblieben, aber gerade in den letzten Jahren werden von vielen Bands immer mehr Einflüsse in den Black Metal eingebracht, teilweise auch um Kommerz tauglich zu sein, wie siehst du die allgemeine Entwicklung des Genres?

 

Schiekron: Soll jeder machen was er für richtig hält!Ungod sind Ungod und werden immer das machen wofür man die Band kennt oder auch (manche) schätzt. Geld verdienen wir mit unserem Krawall sowieso nicht und wir streben hier auch nicht die Weltherrschaft oder so was an. Ungod ist reine Selbsbefriedigung/Verwirklichung für uns, nicht mehr und nicht weniger!Man freut sich natürlich immer über positive Resonanzen bezüglich unserer Musik,das ist aber nur ein netter Nebeneffekt.

 

Sturmglanz: Ihr feiert ja nun Jubiläum, wenn man es so sagen kann, ist etwas besonderes geplant, z.B. eine Compilation?  Und was habt ihr allgemein für die Zukunft geplant, sind Konzerte vorgesehen?

 

Schiekron: Nix geplant momentan.

 

Sturmglanz: Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?

 

Schiekron: Wir werden solange weitermachen, solange wir es noch "fühlen"!

 

Sturmglanz: Dann bedanke ich mich für das Interview, alles Gute für die Zukunft.

 

Schiekron: Hab Dank und Sorry für die etwas längere Wartezeit!

 

666YOEK (AlphaWolf) November 2011

 

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