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Endless Battle - Roots of All Evil  (Werewolf Promotion 2016)

Datum: 31 Oct 2017 Kategorie: abcde

 

 

Endless Battle - Roots of All Evil  (Werewolf Promotion 2016). Die Ukrainer von ENDLESS BATTLE geistern bereits seit einigen Jahren durch die Listen einschlägiger Untergrund-Versände; und bereits seit Beginn - dem ersten, groß vertriebenen Album „Brotherhood of Hate” konnten Sie eigentlich einen Achtungserfolg verbuchen und sich im Gedächtnis festsetzen.

 

Das aktuelle, dritte Vollalbum bietet abermals eine stürmisch dahin preschende Gitarren- und Schlagzeugarbeit; welche den Hörer zu gleichen Anteilen jedoch auch mit prägnant rockigen Passagen versorgt. Verglichen mit dem Vorgängeralbum aus dem Jahr 2015, wirkt die Gruppe hier noch mehr sphärisch, ausgefeilt und dunkel – noch weniger 08/15! Das bereits benannte Instrumentarium vermag es daher nun, eine noch stimmigere Einheit mit dem entrückt wirkend, hochtonig heißeren Gesang von Dusk sowie der dezent vorkommenden Stromorgel zu bilden.

 

Nach dem symphonischen Einklang „I'm Providence” wird dem Hörer in „Black Ritual” erstmal ein ziemlich hartes Brett vor das Kinn geknallt! Brachialität und Midtempo-Brücken erzeugen hier eine schöne, getriebene Stimmung. Dagegen hält sich „In the Dephts” im Folgenden vermehrt rockig und verbissen. „Supreme Darkness” bettet einen im Nachgang in einen Raum aus Mystik und wirkt zuweilen sehr tragisch und verzehrend. Irgendwie trägt es einem mit einem die Vergänglichkeit anheim – ein Lied absolut passend jedenfalls zum jetzigen Herbst. „Night of Stars” ist ein bedächtiges Intermezzo und quasi die Hinleitung zu „Roots of All Evil”: Das Titelstück selbst setzt mit diversen Geräusch-Samples und an alte Horrorfilme erinnernder Klassik ein. Dies weilt aber nur kurz und das Stück wird zu einem richtigen Abreißer: Im Wechsel stürmisch rasend und dann wiederum sehr rockig mit aufpeitschender Stimme, selten auch in sich versunken.

 

Insgesamt lässt sich das Album als geschlossene Einheit erfahren, welches jedoch reich an Facetten ist und einem – gleich den Genre-Meisterwerken – in eine eigene, dunkel colorierte Welt voller spannungsgeladener Wendungen entführt. Hierfür zeugt auch das letzte Stück des Albums („Serpens Eye”), dessen aufbauende Elemente aus zügig bis schnellem ersten Teil, kunstvollem Übergang in der Mitte, zweitem, midtempo-melodiösen Teil, und endlich dem akustischem Ausklang, sich reizvoll zwischen Homo- und Heterogenität bewegen.

 

ENDLESS BATTLE haben abermals eine Steigerung erfahren (ja, ich habe den Eindruck, sie haben sich hier nun gefunden) und dies auf dem vorliegenden Album auch mit einem verbesserten Klanggewand versehen. Ich wüsste nichts, was man an diesem Werk hätte besser machen können: Herausgekommen ist eine erfrischende Mischung aus mystisch-ätherischer Ausstrahlung und aber auch ordentlich Donner – Black Metal also, wie er grundsätzlich sein sollte, insbesondere für Anhänger von WALKNUT und EVILFEAST, frühen NOKTURNAL MORTUM und DORNENREICH, bis hin zu MANIAC BUTCHER.

 

 

Titelliste:

01. I'm Providence  02:12   

02. Black Ritual    04:39   

03. In the Depths   07:01   

04. Supreme Darkness    06:42   

05. Night of Stars  05:03   

06. Roots of All Evil   08:43   

07. Serpens Eye     05:59   

 

Gesamtspielzeit: 40:19

 

Besetzung:

Severoth (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Stromorgel)

Dusk (Gesang, Gitarren, Bass)

Nort (Bass in „Roots of All Evil”)

 

Allein

 

 


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Posted on 31 Oct 2017 by Varar Wallheim /Sturmglanz

 

 

 

 

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